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ComputerPersonlich13.1984GermanAppleIIcReview

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Source: Internet Archive — Aggregated Apple-era periodicals, 1981–2012.
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Test Fir Apple war die Hannover-Messe der Ort fiir die Macintosh-Prisentation. Eine aufsehenerregende Uberraschung lieferten sie dann zwei Wochen spiter — den ra IIc. Das jiingste ind der Ap 3,5 Kilo u samte Software des le Il-Familie wiegt versteht fast die ge- Apple lle. Dennoch unterscheidet sich der »Compacte« von seinem groBeren Bruder etheblich. Apple-Computers steht fiir »compact«. Diese Bezeichnung ist sicherlich zutreffend. Der Apple Tc wiegt zirka 3,5 Kilogramm und ist ziemlich klein: 28,5 cm breit, 30,5 cm lang und 6 cm hoch. In die System- einheit eingebaut sind ein 5’4-Zoll- Diskettenlaufwerk und die Tastatur sowie mehrere Schnittstellen, Buch- sen zum AnschlieBen zusatzlicher Gerdte wie Fernseher, Monitor oder Joysticks. An der Riickseite des Ge- rats ist ein Griff angebracht, an dem der Apple IIc getragen werden kann. Der Griff iibt noch zusatzlich die Funktion eines Sténders aus. Wenn man mit dem Apple IIc arbei- tet, kann man den Griff senkrecht zum Computer klappen und das Ge- rat darauf stiitzen. Es wird nicht nur empfohlen, den Griff als Stiitze zu verwenden, es ist sogar erforder- lich. Nur soist garantiert, daB die bei eingeschaltetem Apple IIc entste- hende Warme auch entweichen kann. Am Apple IIc sind dafiir an der Ober- und auch an der Untersei- te Liiftungsschlitze vorhanden. Zum Lieferumfang des Apple IIc gehort noch so einiges: ein Netz transformator, das Stromkabel, ein HF-Modulator fiir den Anschluf ei- nes Fernsehgerats sowie das Kabel von dem HF-Modulator zum Anten- nenausgang des Fernsehers, drei Handbiicher und fiinf Disketten. Viel Leistung in kleinem Gehause Der Apple Ilc verfiigt tiber 128 KByte Arbeitsspeicher, der nicht er- weitert werden kann sowie den 8 Bit CMOS Mikroprozessor 65C02 (1,023 142 Semputer D: »c« im Namen des neuesten MHz). Der 65C02 ist eine Weiterent- wicklung des 6502. Er unterscheidet sich von seinem Vorganger in einer schnelleren Wiedergabe von Grafi- ken und einer schnelleren Ausfiih- rung von arithmetischen Operatio- nen, In dem 16 KByte groBen ROM sind Applesoft-Basic, ein Disassem- bler und ein Monitorprogramm. Das eingebaute 5%4-Zoll-Laufwerk bietet eine Kapazitat von 143 KByte und ist kompatibel mit dem des Apple Ile. Alle Mitglieder der Apple II-Familie konnen deshalb beliebig Disketten tauschen. Ein zweites, externes Laufwerk kann an einer Buchse an der Riickseite des Gerats ange- schlossen werden. Diese Buchse ist nur fiir den Anschlu8 eines weiteren Laufwerks vorgesehen. Diese Schnittstelle befindet sich jedoch in Gesellschaft zahlreicher weiterer AnschluBméglichkeiten. Uber jeder Buchse ist ein kleines Bildchen, das ~ einleuchtend darstellt, welches Ge rat hier angeschlossen werden kann. Derartig bebilderte Anschliis- se sind vorhanden entweder fiir e+ nen Joystick, Handregler oder eine © Maus, ein Telefonmodem (serieller Anschlu&), einen Fernseher, einen Monitor, das Diskettenlaufwerk un einen seriellen Drucker wie be= spielsweise den Apple ImageWriter Ausgabe 13 vom 13.6 Test Das Laufwerk ist > an der rechten Seite des Apple IIc integriert Ausgabe 13 vom 13. 6. 84 oder einen Plotter. An eine weitere runde Buchse wird das Netzteil an- geschlossen, das die Spannung von 220 Volt auf 18 Volt umwandelt und zirka 144 Kilogramm wiegt. Der Trafo besitzt leider keinen Ein/Aus- Schalter. Selbst wenn man den Com- puter ausschaltet, bleibt der Trafo trotzdem in Betrieb. Ohne den Trafo kann der Apple IIc nicht in Betrieb genommen werden. Damit nimmt das Gewicht des tragbaren Apple IIc auf zirka 5 Kilogramm zu. Abge- sehen davon, da’ das Netzteil ganz schon schwer ist, ist es als zusatzli- ches Gerat unpraktisch. Der Apple IIc ware sicher »kompakter«, wenn das Netzteil in die Systemeinheit in- tegriert ware und nicht als lastiges Anhangsel mitgeschleppt werden mii8te. Ein externes Netzteil bietet jedoch dem Hersteller den Vorteil, da8 durch Austausch des Trafo die in verschiedenen Landern unter- schiedliche Stromversorgung leicht in fiir den Apple IIc vertragliche Weise umgewandelt werden kann. Fiir die Zukunft ist sicherlich von ei- nem Fremdhersteller ein Batterie- beziehungsweise Akku-Zusatz zu er- warten. Hingegen ist die Tastatur einge- baut. Sie besitzt 63 Tasten, wobei Buchstaben, Zahlen und Sonderzei- chen wie auf einer deutschen Schreibmaschine angeordnet sind. Genauso wie auf dem Apple Ile sind zwei Apfeltasten (tiben dieselbe Funktion wie die ControlTaste aus) und vier Cursorbewegungstasten untergebracht. Der Apple IIc unter- scheidet jedoch zwischen deut- scher und Programmier-Tastatur. Oberhalb der Tastatur befindet sich ein Schalter, der mit einem Symbol fiir die Tastatur versehen ist. Diesen Schalter kann man mit einem Blei- . stift driicken und damit von der deutschen auf die Programmmier- Tastatur umschalten. Fiinf Tasten sind dann anders belegt. Anstelle der Umlaute stehen nun geschwun- gene und eckige Klammem sowie ein Slash. Das »8« weicht dem »~« urd das »§« dem »@«. Rechts ober- halb der Tastatur sind zwei kleine Lampchen angebracht. Das rechte leuchtet griin sobald der Apple IIc eingeschaltet wird, das linke rot bei Inbetriebnahme des Diskettenlauf- werks, Auch diese beiden Kontroll- anzeigen sind wie die Buchsen auf der Riickseite des Apple IIc mit selbsterklarenden Symbolen verse- hen. Ganz links iiber der Tastatur ist die ResetTaste untergebracht. Durch gleichzeitiges Driicken der Tasten »offener Apfel«, »Control« und »Reset« kann man das System neu starten, ohne den eigentlichen Netzschalter ganz rechts an der Riickseite des Gerats zu betatigen. Einen Warmstart erreicht man bei einigen Programmen durch Driicken der Control- und der ResetTaste. Dabei bleibt das Pro- gramm im Arbeitsspeicher erhal- ten. Zwischen der Reset‘Taste und dem Umschalter fiir die Tastatur be- findet sich noch ein mit einem Blei- stift zu bedienender Schalter, verse- hen mit der Beschriftung »80/40«. Durch Driicken dieser Taste kann man die Darstellung auf dem Bild- Test schirm von 80 Zeichen pro Zeile auf 40 Zeichen andern. Man kann sowohl einen Monitor als auch einen Fernseher an den Apple IIc anschlieBen. Die 80-Zeichen-Darstellung eignet sich jedoch nur fiir einen Monitor, da die Aufl6sung von Fernsehgeraten zu gering ist, um 80 Zeichen in einer Zeile deutlich darzustellen. Fiir Fernseher ist deshalb die 40-Zei- chen-Ausgabe vorgesehen. Fernse- her kénnen tiber den im Lieferum- fang enthaltenen HF-Modulator an- geschlossen werden. Die Bildquali- tat eines Fernsehers reicht vollkom- men aus, solange man mit dem Apple IIc spielt, ausprobiert oder nicht allzu lange vor dem Gerat sitzt. Fiir Textverarbeitung oder Erstellen von Kalkulationen ist es jedoch rat- sam, einen Monitor anzuschlieBen. Ein Monitor bietet den Vorteil der 80-Zeichen-Darstellung, eines scharferen Bildes und damit weni- ger schnell ermiidende Augen. Apple selbst bietet zum Apple IIc ei- nen 9-Zoll-Monochrom-Monitor an. Bisher ist es leider noch nicht még- lich, Farbe auf den Farbfernseher auszugeben. Dazu fehlt der entspre- chende Adapter. Ab August 1984 wird Apple jedoch den mitgeliefer- ten HF-Modulator kostenlos umtau- schen gegen einen Modulator, der Farbausgabe erméglicht. Deshalb liegt jeder Apple IIc-Lieferung vor August ein Cutschein bei. Der Apple IIc kennt drei Grafik- modi. Im Low-Resolution Farbgrafik- modus bietet er eine Auflésung von 40 (horizontal) mal 48 (vertikal) Punk- ten und 16 Farben. Im High-Reso- lution Farbgrafikmodus kénnen 16 Farben bei einer Auflésung von 280 (horizontal) mal 192 (vertikal) Punk- tenausgegeben werden. Im Double- High-Resolution Farbgrafikmodus ist es sogar méglich, 560 (horizontal) mal 192 (vertikal) Punkte in sechs verschiedenen Farben zu program- mieren. Diese hdchste Auflésung soll auch ein LCD-Flachbildschirm bieten, der jedoch nicht vor Ende 1984 lieferbar sein wird. Dieser Flachbildschirm wird die verschie- denen Text- und Grafik-Modi des Apple IIc unterstiitzen und tiber den Apple IIc mit Strom versorgt wer- den. Erst mit diesem Flachbild- schirm wird der Apple IIc tatsach- lich zu einem tragbaren Computer, denn was will man mit einem Com- puter ohne Ausgabeméglichkeit, falls kein Fernseher oder Monitor greifbar ist. Ab einem unbestimm- ten Zeitpunkt soll auch ein RGB- Adapter angeboten werden. Ahpopiacomoutes 16 KByte ROM Mikroprozessor 65C02 An der linken Seite des Gerats sind noch eine Buchse fiir den An- schlu8 von Kopfhérern und ein Schalter angebracht, an dem die Lautstérke des eingebauten Laut sprechers reguliert werden kann. Der Apple IIc kann mehrere Tone gleichzeitig ausgeben, Die musikali- schen Fahigkeiten des Apple IIc bringen eine Sonate, die auf einer der mitgelieferten Disketten gespei- chert ist, bestens zur Geltung. Musik auf dem Apple IIc darf sich iiber fiinf Oktave erstrecken. Demo-Software zeigt Apple IIc von einer besten Seite Von den fiinf mitgelieferten Dis- ketten sind drei auf beiden Seiten bespielt. Samtliche Programme die- nen dazu, den Benutzer im Umgang mit dem Apple IIc vertraut zu ma- chen. Der Anwender wird auf spie- 128 KByte RAM Innenleben des Apple IIc lerische und teilweise héchst amii- sante Weise in die Welt der Compu- ter eingefiihrt. Er erfahrt das wich- tigste liber die Tastatur, das Innenle- ben eines Computers, Programmie- rung und Anwendersoftware. Fiir den Einstieg ist die Diskette mit der Bezeichnung »Eine Einfiih- rung« vorgesehen. Diese Lektion stellt die Tastatur vor, erklart, was ein Menii ist, zeigt die Farbméglich- keiten und erlautert, warum es drei verschiedene Cursor gibt sowie de- ren Funktionen. In einem Geschick- lichkeitsspiel, einem Labyrinth, in dem man einem Haschen zu einer riesigen Mohrriibe verhilft, kann man das Gelernte iiben. Die Riickseite dieser Diskette heiBt »Spa® mit Apple«. Hierauf sind drei Spiele und die Sonate gespei- chert. »Galaxis« ist ein Weltraum- spiel, das in zwei Versionen, Paddle oder Tastatur, zur Verfiigung steht. »Space Attack«ist ebenfalls ein Welt- raumspiel, das allein tiber die Tasta- tur gesteuert wird. Fahrkiinste auf Test MonitoranschluB FernsehanschiuB serielle Schnittstelle (Modem) MausanschluB AnschluB fiir externes Laufwerk serielle Schnittstelle (Drucker) u NetzanschiuB Ein/Ausschalter Ay Rickseite mit AnschluBméglichkeiten einer Rennstrecke in der Nahe des Mondes kann man in dem Spiel »Shuttle Race« unter Beweis stellen. Die Diskette »Im Inneren des App- le IIc« bietet einen spannenden und zugleich lehrreichen Krimi. Nina Neumeier bittet den beriihmten De- tektiv Udo BitbeiBer um Rat. Heute vormittag, als Frau Neumeier gera- de Text in ihren Apple IIc eingetippt hat, war plotzlich der Strom weg. Im Hintergrund war ein hamisches La- chen zu héren. Dann machte Nina Neumeier die bittere Erfahrung, daB der gesamte eingegebene Text einfach weg war. Der schlaue Udo BitbeiSer kombiniert, da& Kalle Ka- belschreck hier am Werk war und erklart Nina Neumeier, wie sie sich am besten vor diesem Ubeltater schiitzen kann. Er rat, alle halbe Stunde den eingegebenen Text ab- zuspeichern. Als Nina Neumeier nicht versteht, was das mit ihrem Fall zu tun hat, erklart ihr Udo BitbeiBer ganz ausfiihrlich, warum ihr Text verschwunden ist. Er dringt bei sei- nen Erklarungen voll in das Innenle- ben des Apple IIc ein. Nach dem Mifverstandnis seitens Nina Neu- meier, da8 es sich bei RAM um den Schlagrahm handeln wiirde, der bei ihr zu Hause im Kiihlschrank steht, erklart Udo BitbeiBer die Begriffe RAM, ROM, Mikroprozessor, Be- triebssystem und Datei sowie die Zu- sammenhange zwischen RAM und: Diskette. Daraufhin kapiert Nina Neumeier ihren Fehler und ent- puppt sich als die Spitzenprogram- miererin Gabi Ganzzahl, die Udo Bit- beiBer erst auf die Probe stellen wollte, ehe sie mit ihm zum Mittages- sen geht. £ Dieser Computerkrimi mit seinen lustigen Dialogen ist das ideale Lehrwerk fiir einen Neuling. Ein Ein- filhrungsbuch legt man vielleicht nach 30 Seiten weg, weil es dann , ganz einfach langweilig wird. Aber diesen Krimi wird wohl jeder ge- spannt verfolgen. Zwei weitere Disketten fithren in die Programmiersprache Basic und Logo ein. Von Basic werden jedoch nur die wichtigsten Befehle PRINT, 146 sem puter RUN, END, LIST, SAVE, CAT, NEW, LOAD, LET und INPUT erklart sowie die Bedeutung von Variablen und die Typen numerische und String- Variable. Der Benutzer wird stets zu Eingaben aufgefordert, in denen er das Gelernte anwenden mu8. Das Programm verharrt solange bei ei- ner Frage, bis die richtige Antwort eingetippt worden ist. »Einfiihrung in Logo« zeigt, wie man Bilder zeichnen, Befehle wie- derholen oder neue Worte definie- ren kann. Dieses Programm ist je- doch nicht so stur wie das Basic- Lemprogramm. Hat das Programm nach drei Versuchen immer noch nicht die richtige Antwort erhalten, beantwortet es die Frage selbst und fahrt fort. Auf diese Art lernt der Be- nutzer auch in Logo zu rechnen oder zu schreiben. Von der Demo »Apple Works« gibt es zwei Fassungen. Die eine ist auf 40 Zeichen pro Zeile programmiert, also geeignet fiir die Ausgabe auf ei- nen Femseher, und die andere auf 80 Zeichen pro Zeile. Beide Versio- nen geben einen Uberblick tiber das Programm »Apple Works«, das demnachst fiir alle Computer der Apple Il-Familie ab 64 KByte RAM lieferbar sein soll. Es handelt sich um integrierte Software, die aus drei Teilen besteht: einer Textverarbei- tung, einer Dateiverwaltung und ei- nem Rechenblatt. Die Dateiverwal- tung erinnert stark an QuickFile, die fiir den Apple Ile und Apple III zur Verfiigung stehende Dateiverwal- tung. Das Rechenblatt kann maximal aus 30000 Zellen bestehen. Die Text- verarbeitung hat mit dem bekann- ten Apple Writer nichts zu tun. Es ist ein vollig neues Programm. Das De- moprogramm zeigt auch wie die drei Programme zusammenarbei- ten. In einem Bericht eines Vereins wird in einem Brief, der mit diesem Programm erstellt wurde, die von der Dateiverwaltung erstellte Spie- lerliste und eine Kalkulation tiber die Vereinsausgaben, berechnet mit dem Kalkulationsteil, eingefiigt. Wie die Zusammenfiigung genau ablauft, zeigt die Demo leider nicht. Ineiner der nachsten Ausgaben von Computer persénlich werden wir Apple Works jedoch testen und auf das Zusammenspiel der drei Pro- gramme besonders ausfiihrlich ein- gehen. Auf der letzten der mitgelieferten Disketten sind System-Dienstpro- gramme gespeichert. Die Dienst- programme sind gegliedert in Pro- gramme zum Bearbeiten einzelner Dateien und solche zum Bearbeiten ganzer Disketten. Der Apple IIc kennt drei Betriebs- systeme: Apple-DOS 3.3, ProDOS und das UCSD-System mit Pascal. Ruft man beispielsweise von der Sy- stemdiskette das Programm »Kopie- rekot Eaeeapeasaa rai fate teats i ee © ee Apple Ile (links), tragbarer Apple Ilc (rechts) Ausgabe 13 vom 13. 6. 84 Test ren von Dateien« auf, so kann man ei- ne mit einem dieser Betriebssyste- me ausgeriistete Diskette einlegen und der Apple Ilc stellt selbst fest, um welches Format, ProDOS, DOS 3.3 oder UCSD-Pascal, es sich han- delt. Es ist also nicht mehr nétig, zum Bearbeiten von Disketten oder Da- teien das jeweils entsprechende Be- triebssystem zu laden Die Systemdiskette bietet Pro- gramme zum Kopieren, Loschen und Umbenennen von Dateien so- wie die Méglichkeit, Dateien mit ei- nem Schreibschutz zu versehen oder diesen aufzuheben. Zur Bear- beitung von Disketten stehen Routi- nen zum Kopieren und Formatieren sowie zur Ausgabe des Inhaltsver- zeichnisses bereit. Als sonstige Funktionen werden zwei Program- me speziell fiir ProDOS angeboten. Eines davon dient zum Setzen eines Prefix, das andere zum Erstellen ei- nes Subdirectorys. Was es mit die- sen beiden Funktionen auf sich hat, kénnen Sie in einer der nachsten Ausgaben von Computer persoénlich lesen, in der das Betriebssystem ProDOS vorgestellt wird. Die Systemdiskette bietet jedoch noch drei weitere Programme. Ei- nes davon erméglicht das Konvertie- ren von Disketten-Formaten. Damit kann man eine DOS 3.2-Diskette in eine DOS 3.3-Diskette umwandeln oder eine mit DOS 3.3 formatierte Diskette zu einer ProDOS-Diskette werden lassen. Die Konvertierung von ProDOS nach DOS 3.3 ist eben- falls méglich. Das Konvertierpro- gramm erhdht die Kompatibilitat zwischen Apple Ile und Apple IIc erheblich. Sehr viele Programme fiir den Apple Ile laufen unter DOS 3.3. Neuere und vor allem zukiinfti- ge Programme werden jedoch von dem leistungsfahigeren ProDOS Gebrauch machen. Deshalb ist es wichtig, ein Programm zu haben, das unter DOS 3.3 angelegte Datei- en in das ProDOS-Format iibertragt. Eine weitere Routine der Dienst- programm-Diskette iiberpriift eine Diskette auf schadhafte Blocke. Bei beschadigten Disketten liefert das Programm die Meldung: »Die Dis- kette scheint defekt zu sein«. SchlieBlich ist es mit einem Dienst- programm auch noch mdglich, die . beiden seriellen Anschliisse an der Riickseite des Apple IIc zu program- mieren. Das ist wichtig, wenn man beispielsweise einen anderen se- riellen Drucker als den ImageWriter anschlieBen méchte. Mit diesem Programm bietet der Apple IIc eine Entschadigung fiir fehlende Steck Apple IIc mit 9-Zoll-Monitor platze. Beim Apple Ile benstigt man so ziemlich fiir jedes Peripheriege- rat eine eigene Interface-Karte. Beim Apple IIc kann man nun, falls man das richtige AnschluRkabel be- sitzt, verschiedene serielle Schnitt- stellen per Programm erhalten. Apple llc bietet fir Steckpldtze des Apple Ile kaum Ersatz Diese Variabilitat darf jedoch nicht dariiber hinwegtauschen, da& der Apple IIc ein geschlossenes Sy- stem ist. Er besitzt keine Steckplatze wie der Apple Ile zur Erweiterung des Systems. Es ist daher nicht még- lich, an den Apple IIc einen Drucker mit parallelem Eingang anzuschlie- Ben, da keine parallele Schnittstelle vorhanden ist und auch nicht einge- baut werden kann. Alle Programme fiir den Apple Ile, die eine spezielle Zusatzkarte bendtigen, konnen des- halb nicht auf dem Apple IIc laufen. Viele Schnittstellen, um die man den Apple Ile erst erweitern muBte, wie Disc-Controller, Maus-Interface, se- rielle Schnittstellen, 80-Zeichen- karte sowie auch die 128 KByte RAM sind im Apple IIc von vornherein vorhanden. Alle Gerate mit paralle- lem Anschlu8B bleiben jedoch dem Apple IIc vorenthalten wie auch bei- spielsweise das GrafikTablett, das eine spezielle Grafikkarte bendotigt. Damit scheidet der Apple IIc als Computer fiir individuelle Anwen- dungen, fiir die ein bestimmter Con- troller bendtigt wird wie beispiels- weise die Steuerung einer Maschi- ne, aus. AuSerdem lauft auf dem Apple IIc die gesamte CP/M-Soft- ware nicht, da er nicht mit einem Z80-Prozessor ausgeriistet werden kann. Nach Angaben des Herstellers sollen fast alle fiir den Apple Ile ge- schriebenen Programme, die keine spezielle Zusatzkarte bendtigen, auf dem Apple IIc laufen. Zusatzlich konnen fiir Kompatibilitatsprobleme die Monitorsteuerung, der 65C02 Prozessor, ausgefallener Software- Schutz oder unerlaubte Speicher- adressen verantwortlich sein. Im ROM des Apple IIc sind Routinen zur Steuerung der Bildschirmausga- be gespeichert. Wie diese ausse- hen und worin der Unterschied zur Monitorsteuerung des Apple IIe be- steht ist leider nicht bekannt. Von diesem Unterschied ist jedoch der Apple Writer betroffen. Er lauft auf dem Apple IIc nicht. Wahrend der Apple II und IIe ge- rade durch ihre Erweiterungssteck- platze zahlreiche Anwender gefun- den haben, fehlen dem Apple IIc die Slots. Das offene System Apple Tle steht dem geschlossenen, aber dafiir tragbaren und etwas billige- rem Apple IIc gegeniiber. Der App- le IIcist nur fiir diejenigen ein Apple Tle-Ersatz, die keine Zusatzkarten bendtigen. Wie auch fiir den Apple Ile gibt es fiir den Apple IIc die Programmier- sprachen Applesoft-Basic, Pascal, Test Diskettenlaufwerke 80-Zeichen-Darstellung grafische Auflésung Farben Erweiterungsslots Schnittstellen Sonstiges Betriebssysteme Software Preis (inkl. MwSt.) Die wichtigsten technischen Daten und Unterschiede zum Apple Ile Apple Ic Gewicht 3,5 kg CPU 65C02 Takt 1,023 MHz ROM-Bereich 16 KByte RAM-Bereich 128 KByte 1 eingebaut, 143 KByte, l extern standardmaBig Low Resolution 40 x 48 Punkte, High Resolution 280 x 192, Double High Resolution 560 x 192 Low Resolution: 16 High Resolution: 16 Double High Resolution 6 tv) 2 serielle, 1 fiir externes Laufwerk HF-Modulator, externer Trafo, Steckbuchse fiir Maus, Joystick oder Handregler ProDOS, DOS 3.3, UCSD-P-System fast die gesamte Apple II- Software, Apple Works, Access II, Apple Logo II, Apple Education, Classics 4249,92 Mark (ohne Monitor) 639,54 Mark (9-Zoll-Monitor) Apple Ie 6502 1,023 MHz 16 KByte 64 KByte, max. 128 KByte max. 6 externe, je 143 KByte Zusatzkarte nétig Low und High Resulution wie Apple IIc Low und High Resulution wie Apple IIc oD wie Apple Ilc, ber Zusatz- karten CP/M, MS-DOS Apple Ile-Software 4907,70 Mark (64 KByte RAM, | Floppy, Monitor) Fortran, Superpilot, Logo und As- sembler sowie die Betriebssysteme DOS 3.3, ProDOS und Pascal. Die im Lieferumfang enthaltene Dokumentation ist zwar gut ge- schrieben und leicht verstandlich, aber nicht vollstandig. Sie besteht aus einer Anleitung zur Inbetrieb- nahme des Apple IIc sowie einer 5l-seitigen Beschreibung der System-Dienstprogramme. Das ei gentliche Benutzerhandbuch um- faBt 147 Seiten. Alle drei Handbii- cher sind in deutscher Sprache er- haltlich. Das Benutzerhandbuch orientiert sich eng an den Demo- Apple Works — in einen Brief werden Daten aus der Kalku- Jation und der Dateiverwaltung eingefiigt Ausgabe 13 vom 13. 6. 84 Disketten und informiert tiber Computer-Clubs, Zeitschriften und Biicher sowie iiber Peripheriegera- te. Das Adressenangebot ist jedoch auf die USA begrenzt. Der umfas- sende Anhang gibt Ratschlage zur Fehlerbeseitigung, informiert tiber Kundendienst und Unterstiitzung so- wie tiber Spezifikationen des Apple IIc und Unterschiede zu den ande- ren Apple IlTypen. Auferdem beinhaltet er haufige Fragen von Anfangern und die entsprechenden Antworten sowie ein hilfreiches klei- nes Computer-Lexikon. Es fehlt je- doch jede Art von technischen An- gaben. Man findet aber im Hand- buch den Hinweis auf ein Reference Manual fiir den Apple IIc, das Aus- kunftiiber technische Details geben soll. Der ideale Computer fiir Einsteiger und alle, die Einfachheit schétzen Der Apple IIc ist das ideale Gerat fiir einen Anfanger, der einen ein- fach zu bedienenden Computer ha- ben méchte. Dank des umfangrei- chen Software-Angebots ist der Apple IIc sowohl im gehobenen Heim-als auch im Geschaftsbereich oder in der Ausbildung einsetzbar. Zugunsten der Tragbarkeit wurde aus dem Apple IIe das geschlosse- ne System Apple IIc. Aufgrund der fehlenden Erweiterungsslots wird der Apple IIc nicht so vielseitig ein- setzbar sein wie sein alterer Bruder. Er bietet jedoch Eigenschaften, um die der Apple Ile erst erweitert wer- den muB&: ein Laufwerk, den An- schlu8 fiir ein weiteres Laufwerk, zwei serielle Schnittstellen, Maus- anschlu&-, 80-Zeichen-Darstellung und 128 KByte RAM. Der Apple IIc ist zwar tragbar, aber nicht mobil. Es bleibt zu wiin- schen, da bald eine batteriebetrie- bene Version angeboten wird. Au- Berdem kann es sich wohl nur App- le Computer leisten, einen neuen Computer mit einem 54-Zoll- Laufwerk mit nur 143 KByte Kapazi- tat anzubieten. Leistungsstarker und leichter ware ein 3/4-Zoll-Laufwerk wie es der Macintosh besitzt. Es ist zu vermuten, da8 der Apple IIc ein Erfolg wird, da kaum ein anderer Computer dieser Klasse so unpro- blematisch zu bedienen ist, tiber so ein umfangreiches Arsenal an Pro- grammen verfiigt und gerade dem Anfanger den Einstieg so leicht | macht. (gu) cpmyutar |49
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