Text content (OCR)
Apple fir Ingenieure
Technik der Disk-Drives
Legasthenie und Computer
B2-Motherboard mit 6502, 65C02C, Z80B, V24, Parallel-Schnittstelle, 80-Zeichenkarte,
RGB-Ausgang, 192 KB RAM DM 2299,--
B3-Motherboard, wie B2, zusatzlich 256 KB Pseudofloppy DM 2899,--
Prometric® B2 Tischgerat ab DM 3349,-—
Prometric® B3 Tischgerat : ab DM 3999,——
Prometric® Portable B2, Monitor 9” ab DM 4449,--
Prometric® Portable B3, Monitor 9” ab DM 4999,--
Neu von DRV: C-DOS, das 80-Track DOS fiir B2 und Kompatible, verarbeitet Integer, DOS 3.3 und
Prodos-Files DM 149,--
DEUTSCHES BASIC, ROM-resident, Ubersetzt Ihre Apple-Soft Files ins Deutsche
und umgekehrt DM
CALVADOS, deutsche Textverarbeitung DM
TEAC FD55F DM 674,-- YE-DATA 480 DM 694,——
TEAC FD 55 B DM 599,-— ERPHI-Controler DM 298,-~
FDC4-Controler DM 179,-- SUPER-Controler
Shugart-Bus-Kabel DM 45-— IBM-look Gehause
PREH-Commander AK87 DM 329,-— Monitor 15”
MONITOR 12", 22 MHZ DM 349,-— 32K-PRINTER-BUFFER
M100-DRUCKER DM 825,—— MOTHERBOARD 64 KB + Z80
Graphik-Par.- Interface DM 125,—-— PSEUDO-FLOPPY 256 KB
OPERATOR 2-Tastatur DM 580,-— 80-Track-Patch DP/m 3.0
Super COM-Tastatur TIMER PLATINE
(deutsche Belegung) STEP Impuls Verdoppler
Z 80 B-Karte 6 MHz Schaltnetzteil 7 Ampere
80-Zeichenkarte 4 Zeichensatze DM 279,-— (VDI gepr.)
NEU: 15 MB Winchester Glimline inkl. Controler DM 3999,-—
Preh Commander COMM Starlight-1 21 Funktionstasten DM 359,-—
Alle Preise inklusive 14% MwSt. Weiteres Zubehér auf Anfrage.
E. Bohmer, DRV, Am Kellersbusch, 6072 Dreieich, 0 6103 / 8 46 47
Jetzt ist es also ,amtlich“: Nachdem im
Herbst des letzten Jahres bereits der Ap-
ple Ill eingestellt wurde, ist nunmehr be-
kannt, daB die Lisa nicht mehr produziert
werden wird. Wir erinnern uns: Die Lisa
wurde vor knapp zwei Jahren anlaBlich der
Hannover-Messe als Computer sui gene-
ris vorgestellt. Wenn man in den alten
Computer-Zeitschriften nachliest, so ist
man heute peinlich beriihrt von der Kluft
zwischen Werbung und Wirklichkeit. Dem
perennierenden Universalcomputer war
nur ein ephemeres Dasein beschieden.
Quo vadis malum? Wie geht es jetzt bei
Apple weiter? Der Apple lil war Uber 3
Jahre erhaltlich, die Lisa bereits nur noch 2
Jahre. Wird sich dieser Trend zur Kurzle-
bigkeit beim Macintosh fortsetzen?
Werfen wir einen Blick auf den altbewahr-
ten und von uns hochgeschatzten Apple II
in seinen verschiedenen Varianten (Il+,
lle, IIc). Obgleich dieses Gerat im techno-
logischen Vergleich zum Macintosh und
zur Lisa altertimlich anmutet, hat es doch
zahlreiche und zugleich entscheidende
Vorteile: Es ist ein offenes System (,,Open
System“), hardwaremaBig erweiterbar,
bestens erforscht und verfligt tber sehr
viele Spezial- und Hilfsprogramme, die ei-
nem das Arbeiten mit dem Gerat erleich-
tern. Demgegeniiber sind Apple Ill, Lisa
und Macintosh geschlossene Systeme
(,,Closed System“), bei denen von Apple
viel Geheimniskramerei betrieben wird mit
der Folge, daB weder Softwarehduser
noch ,,Freaks“ hierflir in nennenswertem
Umfang Anwenderprogramme und Utili-
ties entwickelt haben.
Beispiel 1: Heute erreicht mich eine Pres-
semitteilung zum Apple Ill, die ein neues
»Hilfsprogramm der Superlative" ankiin-
digt, womit erstmals geléschte Dateien
UNDELETEt werden kénnen. Abgesehen
editorial
davon, daB jeder DOS-Kenner eine solche
Utility ohne Mihe schreiben kénnte, fallt
das Wort ,erstmals" in der Presse-Info
auf. Was beim Apple II quasi ein alter Hut
ist, wird beim Apple Ill nach der Produk-
tionseinstellung als die Sensation par ex-
cellence angepriesen.
Beispiel 2: Auf der Frankfurter Micro-
Computer ’85 nahm ich mir den Macin-
tosh-Prospekt Programme Uber Pro-
gramme“ mit. Darin heiBt es: ,Auch fir
den Macintosh sind Tausende von Pro-
grammen in Vorbereitung. Uber einhun-
dert finden Sie in dieser Ubersicht". Ich
zahite dann einmal die mit ,,deutsch“ ge-
kennzeichneten Programme durch. Es wa-
ren genau sieben. Hier liegt eine eklatante
Diskrepanz zwischen Wunschvorstellung
und Realitat vor. Anfang Dezember 1984
hatte ich bei der Firma Apple in Munchen
technische Unterlagen Uber den Macin-
tosh angefordert. Ich warte noch heute. Es
ware gut, wenn sich die Firma Apple wie-
der zu Ihrer friiheren Einsicht bekennt, daB
die Verbreitung eines Microcomputers mit
dessen Erforschung korreliert, denn der
Apple Il wird zwar noch lange, aber gewiB
nicht ewig leben.
So setzen wir denn alle Hoffnungen auf
den in den USA bereits unter Bezeichnun-
gen wie ,Apple IIx" u.a. angeklindigten
16-Bit-Rechner, der die Vorteile der Ap-
ple-Il-Linie bewahren und die Nachteile
der ,32"-Bit-Linie vermeiden soll.
Ve
Ulrich Stiehl
jon
PUBLIKATION
in
iNHalt
3/87
Impressum
Peeker
Magazin fiir Apple-Computer
2. Jahrgang 1985,
ISSN 0176-9200
© far den gesamten Inhalt
einschlieBlich der Programme
Dr. Alfred Hothig Vo
Heidelberg 1985
Verleger und Herausgeber:
Dipl.-Kim, Holger Hithig
Geschalftsidhrung Zeitschriften
Heinz Melche
Chefredakteur:
Ulrich Stiehl (us) Tel. (06221) 489352
{Bitte nurin redaktionelien Angelegenheiten
anruten)
Anzeigenteitung
Jurgen Maurer, Tel. (06221) 4892 18
z. Zt. gilt Anzeigenpreisliste Nr. 3
Vertriebsleitung:
Ruth Biller, Tel, (06221) 489280
Produktionsleitung: Gunter Sokoliek
Gestaltung: Rainer Schmitt
pecker
IAGAZIN FUR APPLE-COMPUTER
Editorial . ye = 4 . 3 6
Impressum . 1. ww ee 4 Der Apple Il als persénliches Ingenieurwerkzeug
Produkte Ble Salen! pees:
—Pascal1.2... e ¢ = 9 65
— Double-Hires-Grafik-Programm . . 70
— Hardbreaker and Softbreaker . . 72
— Beliebte Apple-Spiele. . . . . 73 1 0 Aufbau und Funktion von Diskettensystemen
~- Memdos Junior . . . per ae
— CP/M-Karte fur den Appie lic 75
Been soo ita oa : ie 22 Testgenerator fiir Legastheniker
Ein Applesoft-Programm fiir den Schuleinsatz
Hohere Prazision bei den vier Grundrechenarten
Wordstar-Transfer-Refiner
Konvertierung von CP/M-Wordstar- in DOS-Applewriter-
Textfiles
GETCPM
Konvertierung von CP/M- in DOS-Texifiles
Die Maske fallt
Der Macintosh im Leistungstest
Geschwindigkeit ist keine Hexerei
Eratosthenes erneut betrachtet
Verlag: Erscheinungsweise: 12 Hefte jahrlich, Zahlungen: an den Dr. Alfred Hilthig Verlag Bankkonten: Landeszentralbank Heidel-
Dr, Alfred Hithig Vertag GmbH Erscheinungstag jeweils 1 Woche vor Monatsbeginn GmbH, D-6900 Heidelberg 1: Postscheck- berg 67 207 341; BLZ 67200000; Deutsche
im Weiner 10, Postfach 102869 _Jahresabonnement DM 58. einschiieBlich MwSt, konten: BRD: Karlsruhe 485 45-753; Bank Heidelberg 02165041; BLZ
6900 Heidelberg im Inland portofrei. Einzetheft DM 6.50 Osterreich: Wien 7555888; Schweiz: Basel 67270003; Bezirkssparkasse Heidelberg
Telefon (06221) 489-1 Vertrieb Hande!: 40-24417; Niederlande: Den Haag 1 457 28; 20451, BLZ 67250020,
Telex 4-6 1727 hued d, MZV — Moderner Zeitschriften Vertried GmbH Italien: Mailand 47718; Belgien
Breslauer Str. 5, Postfach 1123, Briissel 723026; Danemark: Kopenhagen
8057 Eching b. Minchen, 34969; Norwegen: Oslo 994 24; Herstellung: Heidelberger Veriagsanstalt
Tel, 089/319 1067, Telex 0522656 ‘Schweden: Stockholm 5477 76-5 Printed in Germany
Der Apple Il als
personliches
Ingenieurwerkzeug
von Dipl.-Ing. Bernd Worms
Einsatzméglichkeiten des Personalcomputers
im Ingenieurbereich
* MeBwerterfassung
und -auswertung
Steuer- und Regeltechnik
* Textverarbeitung
* Dokumentation
* Grafik, CAD
* Berechnungen
Bild 1: Einsatzméglichkeiten eines Personalcomputers im Ingenieurbereich
Der Personalcomputer hat in den letzten
Jahren einen wahrhaften Siegeszug im
Bereich der Burotechnik angetreten. Er hat
das Gesicht eines modernen Bios ent-
scheidend verandert. Auch in anderen Be-
reichen halt er Einzug. Langfristig wird er
wohl an vielen Arbeitsplatzen einen festen
Platz erobern, so auch im Ingenieurbiro.
Ein aufgeriisteter Personalcomputer wird
in Zukunft in der Hand eines Technikers
fur vielerlei MeBaufgaben eingesetzt wer-
den, flr die man bisher mehrere, unter-
schiedliche MeBgerate bendtigte. Der In-
genieur kann den Rechner zu einem indi-
viduellen und universellen Werkzeug aus-
bauen, das ihm erlaubt, seine Arbeitszeit
effektiv zu gestaiten.
Bedingt durch die Slot-Architektur (insge-
samt 7 oder 8 freie Steckkartenplatze) ist
der Apple II/Il Plus/Ile (nicht aber der IIc
Peeker 3/85
4 hardware 44
Das modul are Bausteinsysten fur den APPLE L1+/t1e
wegen der fehlenden Slots) der am viel-
seitigsten einsetzbare Personalcomputer.
Damit ist er fur die in Ingenieurbiiros und
Entwicklungsiabors anfallenden Aufgaben
besonders gut geeignet. Gleichzeitig er-
méglicht dieses Slot-Konzept, mit der
technischen Entwicklung tiber einen lan-
geren Zeitraum Schritt zu halten, ohne
sich regelmaBig einen neuen Computer
anzuschaffen.
Die typischen Aufgabenstellungen in Inge-
nieur- und Entwicklungsabteilungen rei-
chen von der Erfassung und Echtzeitaus-
wertung von Signalen in dynamischen
Peeker 3/85
Bild 2: Steckkartenkonzept fur den Apple II
Prozessen (insbesondere in der Regel-
technik) bis hin zu Langzeituntersuchun-
gen von Me®Bsignalen aus der Umwelt.
Hinzu kommen Aufgaben wie die Doku-
mentation von Arbeiten, die Kommunika-
tion mit Kollegen und externen Stellen, die
Erstellung von Zeichnungen und grafi-
schen Darstellungen sowie das Durchfiih-
ren komplexer Berechnungen. Fir all die-
se Tatigkeiten kann der Personalcomputer
unterstiitzend eingesetzt werden.
Fir die letztgenannten Aufgaben gibt es
schon zahlreiche Software, aber auf den
Gebieten der MeB- und Regeltechnik, bei
Ly Bey
Bild 3: Schwingungsmessung
denen der Mikrocomputer die Aufgabe der
Bedienungs- und Steuereinheit erflillt, ist
der Markt in Deutschland noch tiberschau-
bar. Der Einsatz des Personalcomputers
vollzieht sich hier langsam, und dies trotz
seiner hohen Anpassungsfahigkeit an
standig wechselnde Aufgabenstellungen,
wie sie im Forschungslabor und industriel-
len Priffeld anfallen.
Fur den Apple || Plus bzw.lle existiert ein
modulares Bausteinsystem, das durch das
flexible Apple-Konzept erméglicht wird.
Die Elemente dieses Systems bestehen
aus
— Hardware zur MeBwertaufnahme,
— Firmware zur Datenanalyse und
— Hard-/Software zur Datendarstellung
Damit gelingt es, den Apple kostengiinstig
zu einem signalanalytischen Universalge-
rat aufzurlisten.
Eine sehr interessante Steckkarte ist die
Softcard der Firma Wintex instruments, mit
der typische signalanalytische Aufgaben
wie z.B. Spektralanalyse (FFT) , Daten-
block-Multiplikation, -Differentiation und
-Integration erledigt werden kénnen. Her-
vorzuheben ist, daB hierbei der Standard-
Adressenraum des Apples nicht verklei-
nert wird. Der Anwender besitzt zusatzlich
noch die Freiheit, sich eigene Routinen in
Form von Zusatzbefehlen zu definieren
und sie mittels eines gebrannten EPROMs
zu erganzen.
Dieses modulare Ausbaukonzept ermég-
licht verschiedenartige MeBaufgaben. Ob
nun bei der A/D-Wandlung 8-Bit- oder 14-
Bit-Auflésung gewiinscht, ob nun 1-16
Kandle ,,gemultiplext* oder ob Daten iiber
1-4 Kanale mit unterschiedlichen Zeitba-
sen aufgenommen werden, dies alles laBt
das Konzept zu. Zur Auswertung der MeB-
daten kénnen Frequenz-, Korrelations-,
Trend- und/oder Histogrammanalysen
ebenso wie ,Daten-Smoothing“ und ,,Si-
gnal-Averaging“ durchgeftihrt werden.
Ein etwas anderes Konzept fiir den meB-
technischen Ausbau von Personalcompu-
tern sieht die Zusammenfassung der ver-
schiedenen Schnittstellen zu den einzel-
nen Peripheriegeraten in einer Inter-
facebox vor, die mit Controller, unabhangi-
ger Stromversorgung und Busplatine aus-
geriistet ist. Controller und Rechner k6n-
nen — falls erforderlich — durch eine Opto-
kopplerkarte galvanisch getrennt werden.
Fir die Verbindung von Mikrocomputer
und Interfacebox wird bei paralleler An-
ween eee 5
poccis--4
GH Nt
is
‘
N ¥
Schwingstarke
ilaezel
Sere) |
!
Bild 4: Frequenzanalyse
schlieBung ein bidirektionaler |/O-Port
verwendet. Die meisten Anwendungsfalle
aus dem MeB- und Steuerbereich werden
vom Angebot an Interfacekarten abge-
deckt. So ist z.B. mit diesem System auf
der Zugspitze die MeB- und Regeltechnik
flr die Wetterstation mit Solaranlage reali-
siert worden.
Beide Konzepte weisen von der techni-
schen Seite gegentiber konventioneller
MeBwerterfassung und -verarbeitung ent-
scheidende Vorteile auf:
Der Arbeits- und Zeitaufwand kann in der
Regel erheblich reduziert, Messungen
kénnen standardisiert und die Qualitat der
MeBwertaufnahme und -weiterverarbei-
tung kann gesteigert werden. Weiterhin
fuhrte diese Technik auch zu neuen Auf-
gabenbereichen.
So konnte ein seit Jahren im GroBmaschi-
nenbau zum technischen Standard gehé-
rendes Zustandsiiberwachungssystem mit
Hilfe eines hardwaremaBig aufgerlisteten
Personalcomputers auf kleinere Maschi-
nenanlagen Ubertragen werden. Bei
Dampfturbinen in Kraftwerken wird mittels
Schwingungsmessungen __kontinuierlich
eine Zustandstiberwachung durchgefiihrt.
Eine genaue Analyse des Schwingungssi-
gnals erméglicht eine Fruherkennung von
Schaden an Lagern und Getriebeteilen.
Durch die Verkniipfung eines aufgertiste-
ten Apple lle, konventioneller Schwin-
gungsmeBtechnik und dem Know-how“
aus dem GroBmaschinenbau ist ein Sytem
entwickelt worden, das auch flr kleinere
Maschinen zuverlassig und wirtschaftlich
arbeitet. Dadurch ist man in der Lage, In-
standhaltung und Ausfallkosten flr pro-
duktionswichtige Maschinen (z.B. Ver-
dichterstationen und Ventilatoren) zu
senken.
Frequenz (Hz)
Ein weiteres Beispiel fir ein MeBinstru-
ment auf der Basis des Apple II ist ein
digitales Speicheroszilloskop, mit dem
analog-digital gewandelte MeBwerte auf
dem Monitor dargestellt werden. Es ver-
figt Uber alle Funktionen der modernen
Oszillographentechnik wie z.B. Pre- und
Post-Triggerméglichkeit. Es ersetzt einen
Transientenrecorder ebenso wie einen
»Signal-Averager“.
Der entscheidende Vorteil der von Perso-
nalcomputern unterstiitzten MeBtechnik
ist das ausgezeichnete Preis-Leistungs-
verhaltnis. So konnte die Stadt Kéin in
ihrer Funktion als Schultrager den Nach-
weis erbringen, daB die Kosten fiir Physik-
saalausstattungen flr den gymnasialen
Oberstufenunterricht sich durch Personal-
computer mit entsprechender Hard- und
Software von DM 350.000,- auf ca. DM
200.000,- senken lassen. Man kann also
im Bereich MeBtechnik und Signalanalyse
nicht nur Zeit fiir schopferische Tatigkeiten
gewinnen, sondern man spart noch erheb-
liche Anschaffungskosten flr verschie-
denartige MeBgerate.
Uber den Autor
Der Autor dieses Aufsatzes, Dipl.-Ing. B.
Worms VDI aus 5090 Leverkusen, Alt-
stadtstr. 143, arbeitet auf den Gebieten
Schwingungs-, MeB- und Regeltechnik.
Fur den Apple II liegen u.a. folgende Pro-
gramme (mit entsprechender Hardware)
fur signaltechnische Aufgaben vor:
— Computer-Oszilloskop
— 1-Kanal-Fouriertransformation
— Langzeit-EEG-Uberwachung
—Datenakquisitionspakat fir Chromato-
graphie und Spektroskopie
Da wir diese Spezialprogramme nicht im
einzelnen im ,,Peeker“ besprechen k6n-
nen, werden interessierte Leser gebeten,
sich direkt an den Autor zu wenden.
Anm. der Red. ,
Bild 5: Transportables, digitales Speicheroszilloskop
Peeker 3/85
Apple
Imagewriter
OM 1.450.--
Preisliste
sofort anfordern
Versend
per Nachnahme oder
Vorauskasse (bar oder Scheck)
Alle Angebote basieren auf aktuellen
Tegespreisen. Volisténdige Preisliste gegen
DM 4.00 in Briefmarken. Bestellungen schriftlich oder
telefonisch. Lieferung unfrei, ab Lager innerhalb 24 Stunden.
»>>>pyramid versand koslik <<<<<<<<
»>>>>>> 7800 freiburg steinhalde 109 «<<<
>»>>>>>>>>>>>>> telefon O761 / B3B75 cccccececeecececece
Peeker 3/85 9
Disketten sind heute das wichtigste Speichermedium fir
Mikrocomputer. Ihre Benutzung ist denkbar einfach und
zuverlassig. Um dies zu erreichen, ist ein kompliziertes
Zusammenspiel von Hardware und Software erforderlich. Die
in diesem Heft beginnende Artikelserie soll eine Einfiihrung
in Aufbau und Funktion der Diskettensysteme geben. Dabei
wird der Schwerpunkt auf der Erlauterung der Hardware
liegen. Die Software wird nur soweit behandelt, wie sie zur
unmittelbaren Ansteuerung der Hardware dient.
Aufbau und Funktion von
Diskettensystemen
von Dipl.-Ing. Gerhard Berg
Bild 1 zeigt den typischen Aufbau eines
Diskettensystems. Auf der linken Seite
des Diagramms steht das Disketten-Be-
triebssystem (DOS = Disk Operating Sy-
stem), das vom Benuizer mit Befehlen wie
Load, Save, Write, Read usw. direkt von
der Tastatur oder per Programm ange-
sprochen wird. Das Betriebssystem steu-
ert Computer, Controller und Laufwerk so,
daB die gewiinschten Daten oder Pro-
gramme auf die Diskette geschrieben oder
von ihr gelesen werden.
Im vorliegenden Artikel werden Aufbau
und Funktion der einzeinen Bausteine all-
gemein beschrieben. Weitere Artikel sind
geplant Uber Apple-Laufwerk und Apple-
Controller mit der zugehdrigen Software
sowie Uber den Anschlu8 von Nicht-Ap-
ple-Laufwerken (z.B. BASF) an den Apple.
Wenn in den Artikeln von ,,Apple“ gespro-
chen wird, so ist damit der Apple li, Il+
oder Ile und damit kompatible Systeme
gemeint, die alle das gleiche Diskettensy-
stem Disk II benutzen.
1. DIE DISKETTE
Bild 2 zeigt den Schnitt durch eine 5,25-
10
Disketten- i.
sae eee ea ene fas u
. system (2B. yple {1+} troller
(z.B. DOS 3.3) (z.B. Disk 1)
Bild 1: Ubersicht tiber ein Diskettensystem
Bild 2: Schnitt durch eine 5,25-Zoll-Diskette
Zoll-Diskette. Sie besteht aus einer 0,085
mm dicken Kunststoffolie, auf die auf bei-
den Seiten eine nur 0,002 mm dicke Ma-
gnetschicht aufgebracht ist, in der die In-
formation gespeichert wird. Die Diskette
wird am Innendurchmesser im Laufwerk
eingespannt. Zum Schutz vor Beschadi-
gungen ist dieser oft mit einem Verstar-
kungsring versehen. In die Diskette sind in
einem bestimmten Radius ein oder meh-
rere Lécher gestanzt. Diese werden als
Index- bzw. Sektorlécher bezeichnet und
dienen als Referenz bei der Drehung der
Diskette.
Zum Schutz steckt die Diskette in einer
Hille, die nur ein paar Offnungen an den
Stellen hat, wo das Laufwerk auf die Dis-
kette zugreifen mu8. Bild 3 zeigt eine
§,25-Zoll-Diskette in der Hille. In eine
Seite der Hiille ist eine Kerbe gestanzt, die
Peeker 3/85
4 hardware B4
Offeung —
fir index
Kerbe fur ai
‘Schreibschutz
Offnung fir
[| Schreib-/Lesekopf
Offnung zum
| Einspannen
zusitzliche
[xn —— Kerbe zum
| Beschreiben
Bi der Ritckseite
|4}—
Bild 3: Ansicht einer 5,25-Zoll-Diskette
als Schreibschutz dient. Wenn die Kerbe
offen ist, kann auf die Diskette geschrie-
ben werden. Ist die Kerbe zugeklebt, kann
nicht auf die Diskette geschrieben werden.
(Bei manchen Laufwerken ist diese Zuord-
nung auch genau umgekehrt oder kann
Uber eine Briicke umgeschaltet werden.)
Bei der Aufzeichnung wird ein Magnetkopf
auf einen bestimmten Radius der Diskette
a — der Spurabstand (von Spurmitte zu
Spurmitte)
b—die Spurbreite
c— der FluBwechselabstand
Der Kauf von Disketten fallt oftmals wegen
der groBen Typenvielfalt nicht ganz leicht.
Deshalb sollen die Unterschiede der ein-
zelnen Typen erlautert werden und darauf
hingewiesen werden, welches die richtige
Bild 4: Aufzeichnung auf der Diskette
positioniert. Wird durch den Magnetkopf
ein Strom geschickt und gleichzeitig die
Diskette gedreht, entsteht eine kreisférmi-
ge, in sich geschlossene, magnetisierte
Spur. Durch Positionierung auf unter-
schiedliche Radien kénnen so mehrere
konzentrische Spuren aufgezeichnet wer-
den. Auf physikalischer Ebene ist die Auf-
zeichnung ganz einfach. Die Magnet-
schicht wird durch den Magnetkopf entwe-
der voll in die eine oder voll in die andere
Richtung magnetisiert. Das ist alles. Der
Richtungswechsel der Magnetisierung
(des Magnetflusses) wird als FluBwech-
sel bezeichnet.
Bild 4 zeigt einen Ausschnitt aus der Auf-
zeichnung. Darin ist:
Peeker 3/85
Sorte fiir den Apple ist. Ganz pauschal
kann man sagen, daB, wenn von einer
Marke mehrere Sorten angeboten werden,
die billigste flr den Apple ausreicht. Glau-
ben Sie nicht, daB Sie Ihrem Apple etwas
Gutes tun und teuere Disketten kaufen
sollten. Das ware genau falsch, da teuere
Disketten fiir hohe Anforderungen vorge-
sehen sind, fiir den Apple aber nicht erfor-
derlich oder nicht geeignet sind.
a. Durchmesser
Disketten gibt es mit einem Durchmesser
von 8 Zoll (ca. 20 cm), 5,25 Zoll (ca. 13
cm) und 3,5 Zoll (ca. 9 cm). Die 8-Zoll-
und 5,25-Zoll-Disketten befinden sich bei-
de in einer flexiblen Hille und werden
deshalb auch FlexyDisk oder Floppy ge-
nannt. Die neueren 3,5-Zoll-Disketten
sind zum besseren Schutz in eine feste
Plastikkassette eingebaut. Der Apple ar-
beitet mit 5,25-Zoll-Disketten
b. Einseitige/doppelseitige Disketten
Diskeiten werden in einseitig (ss = single
sided) und doppelseitig (ds = double si-
ded) unterschieden. Grundsatzlich haben
alle Disketien (auch einseitige) auf beiden
Seiten eine Magnetschicht. Einseitige Dis-
ketten sind jedoch nur zur Aufzeichnung
auf einer Seite vorgesehen und deshalb
nur auf einer Seite gepriift. Die andere
Seite kann Fehler in der Magnetschicht
haben, was zu Fehlern bei der Aufzeich-
nung fuihren kann.
Im allgemeinen ist die Qualitat von Mar-
kendisketten so gut, daB man fir nicht-
professionelle Zwecke getrost einseitige
Disketten beidseitig verwenden kann. Vor-
aussetzung ist, daB das Laufwerk dies —
wie beim Apple — zulaBt. Da der Apple
weder Index- noch Sektorlécher braucht,
kénnen Disketten einfach durch Herum-
drehen auf der Rickseite benutzt werden.
Dazu muB lediglich eine zusatzliche Kerbe
in die Hille der Diskette gestanzt werden
(s. Bild 3), um das Schreiben auf der
Riickseite zu ermdglichen. Mit einem Lo-
cher und etwas Ubung ist das kein Pro-
blem. Die Kerbe sollte nicht kleiner als in
Bild 3 gezeigt sein. Es macht aber nichts
aus, wenn die Kerbe etwas gréBer ist.
Natirlich kénnen auch doppelseitige Dis-
ketten auf dem Apple verwendet werden.
In diese muB aber auch die zusatzliche
Kerbe gestanzt werden, wenn sie auf der
Riickseite verwendet werden sollen.
c. Spurdichte
Die Spurdichte wird in tpi (= tracks per
inch = Spuren pro Zoll) angegeben und ist
gleich dem Kehrwert des Spurabstandes.
Bei 8-Zoll-Disketten wird normalerweise
mit 48 tpi gearbeitet.
Bei 5,25-Zoll-Disketten sind zwei ver-
schiedene Spurdichten gebrauchlich. Die
normale (einfache) Spurdichte (single
track density) ist 48 tpi, was einem Spur-
abstand von ca. 0,5 mm entspricht. Die
doppelte Spurdichte (double track density)
ist 96 tpi (manchmal auch 100 tpi).
Bei Laufwerken mit doppelter Spurdichte
sollen 96-tpi-Disketten verwendet wer-
den. Bei Laufwerken mit einfacher Spur-
dichte, wie beim Apple, konnen 48- oder
96-tpi-Disketten verwendet werden, wo-
bei 48-tpi-Disketten meist billiger sind.
WW
Write Protect | is
(Schreibschutz) oN
Spiralscheibe
Write Request
(Schreib-Befehl) Schriteroton
Write Data Schreib-
(Schreib-Daten) alaktronik ‘Schreib-/Lesekopf
Diskettenandruck
Read Data 1 lanes
(Lese-Daten) elektronik, Disketten-
Antriebsmotor
90-63
Treiber
Enable Motor On Motor-
(Freigabe) (Motor Ein) | regelung
Bild 5: Aufbau eines Diskettenlaufwerks
d. Aufzeichnungsdichte
Die Aufzeichnungsdichte wird in fci oder
bpi angegeben.
Die Bezeichnung fei (flux changes per
inch = FluBwechsel pro Zoll) ist die Einheit
der FluBwechseldichte (flux density). Die
FluBwechseldichte ist gleich dem Kehr-
wert des kleinsten Abstandes zwischen
zwei FluBwechseln auf der innersten Spur.
Die iibliche Flu8wechseldichte ist 6536 fci
bei 8-Zoll-Disketten und 5536 fci bei 5,25-
Zoll-Disketten. Das entspricht einem mini-
malen Abstand zwischen zwei FluBwech-
sein von nur 0,004 mm bzw. 0,005 mm.
Die Bezeichnung bpi (bits per inch = Bits
pro Zoll) ist die Einheit der Bitdichte (bit
density). Die Bitdichte ist gleich dem
Kehrwert des Abstandes zwischen zwei
Bits auf der innersten Spur. Da je nach
Aufzeichnungsverfahren mehr oder weni-
ger FluBwechsel zur Aufzeichnung eines
Bits bendtigt werden, gibt es keine gene-
relle Umrechnung zwischen bpi und fei.
Bei dem Aufzeichnungsverfahren mit ein-
facher Dichte (FM; siehe weiter unten) ist
die Bitdichte halb so groB wie die FluB-
wechseldichte. Bei dem Aufzeichnungs-
verfahren mit doppelter Dichte (MFM) ist
die Bitdichte gleich der FluBwechsel-
dichte.
Entsprechend den zwei verschiedenen
Aufzeichnungsverfahren gibt es auch un-
12
terschiedliche Disketten fiir einfache (Auf-
zeichnungs-)Dichte (sd = single density)
und doppelte Dichte (dd = double densi-
ty). Fur den Apple sollten Disketten fur
einfache Dichte verwendet werden. Dis-
ketten fur doppelte Dichte sind teurer und
ftir das vom Apple verwendete Aufzeich-
nungsverfahren nicht erforderlich bzw.
nicht geeignet. Die neueren Disketten fur
sehr hohe Aufzeichnungsdichten (hd =
high density) diirfen im Apple auf keinen
Fail verwendet werden, da sie zu zahlrei-
chen Fehlern fihren.
e. Soft-/Hardsektorierte Disketten
Softsektorierte Disketten haben ein Index-
loch, das es dem Laufwerk auf einfache
Weise erméglicht, den Anfang einer Spur
zu erkennen
Hardsektorierte Disketten haben mehrere
Sektorlécher und ein Indexloch auf dem
gleichen Radius. Bei diesen Disketten ist
jede Spur in eine feste Anzahl von Ab-
schnitten (Sektoren) eingeteilt. Jedes der
im gleichen Abstand befindlichen Sektor-
lécher kKennzeichnet den Beginn eines
Sektors. Das Indexloch liegt zwischen
zwei Sektorléchern und markiert den An-
fang der Spur.
Da der Apple weder Index- noch Sektorl6-
cher benutzt, kénnen sowohl soft- als
auch hardsektorierte Disketten mit dem
Apple verwendet werden.
f. Verstarkungsring
Disketten werden mit oder ohne Verstar-
kungsring (hard hole) angeboten. Die Ein-
spannung der Disketten ist einer der kri-
tischsten Punkte in jedem Laufwerk. Die
Diskette muB fest gehalten und exakt zen-
triert werden, darf aber nicht im geringsten
beschadigt werden. Der Verstarkungsring
verringert die Gefahr von Beschadigungen
und ist deshalb durchaus zu empfehlen.
g. Formatierung
Fur verschiedene Computersysteme muB
auf der Diskette ein ganz bestimmtes For-
mat aufgezeichnet sein, bevor die Diskette
tiberhaupt benutzt werden kann. Es gibt
deshalb die unterschiedlichsten Disket-
tentypen, auf die jeweils das Format fur
einen bestimmten Computer aufgezeich-
net ist. Da beim Apple die Formatierung im
System selbst erzeugt wird, kénnen fir
den Apple Disketten ohne Formatierung
oder mit Formatierung fiir jeden beliebigen
Computer verwendet werden.
2. DAS LAUFWERK
Der prinzipielle Aufbau eines Disketten-
laufwerkes ist in Bild 5 gezeigt. Die Lauf-
Peeker 3/85
94444444494) hardware 44
werke der einzelnen Hersteller kénnen
sich mehr oder weniger von diesem Auf-
bau unterscheiden. Alle Disketten-Lauf-
werke miissen jedoch vier Grundfunktio-
nen erfllllen: Antrieb der Diskette, Positio-
nieren des Schreib-/Lesekopfes, Schrei-
ben auf die Diskette und Lesen von der
Diskette.
Die Funktionen des Laufwerks werden
tiber eine Reihe von Signalieitungen ge-
steuert, die zusammengefaBt als Schnitt-
stelle (Interface) bezeichnet werden. Die
meisten Disketten-Laufwerke verwenden
eine genormte Schnittstelle, die auch als
Shugart-Schnittstelle bezeichnet wird,
weil die Firma Shugart die ersten 8- und
§,25-Zoll-Disketten-Laufwerke auf den
Markt gebracht hat. Die Schnittstellen die-
ser Gerate haben sich allgemein in der
Industrie durchgesetzt und wurden spater
auch offiziell genormt. Flr 8-Zoll-Laufwer-
ke hat die genormte Schnittstelle 50 Lei-
tungen und flr 5,25-Zoll-Laufwerke 34
Leitungen. Zu dem Stecker mit den Si-
gnalleitungen kommt in beiden Fallen
noch ein bzw. zwei Stecker fur die Strom-
versorgung hinzu. Die Laufwerke von Ap-
ple bilden eine Ausnahme, da sie nicht die
Normschnittstelle verwenden. Bei ihnen
werden sowohl Signal- als auch Stromver-
sorgungsleitungen Uber einen gemeinsa-
men 20poligen Stecker gefuhrt.
a. Der Diskettenantrieb
Der Diskettenantrieb muB dafiir sorgen,
daB sich die Diskette mit konstanter Ge-
schwindigkeit dreht. Bei 8-Zoll-Disketten
ist die Solldrehzah! 360 und bei 5,25-Zoll-
Disketten 300 Umdrehungen pro Minute
(Upm). 300 Upm entspricht 5 Umdrehun-
gen pro Sekunde oder 200 msec pro Um-
drehung.
Bei den meisten 8-Zoll-Laufwerken erfolgt
der Antrieb mit einem Wechselstrom-Syn-
chronmotor, der direkt aus dem Netz ge-
speist wird. Bei neueren 8-Zoll-Laufwer-
ken und bei allen 5,25-Zoll-Laufwerken
erfolgt der Antrieb mit einem Gleichstrom-
motor. In diesem Fall sorgt eine elektroni-
sche Drehzahlregelung daftir, daB die Dis-
kette mit konstanter Drehzahl lauft. Die
Solldrehzahl laBt sich dabei meist mit ei-
nem Potentiometer einstellen. Uber eine
Schnittstellen-Leitung |aBt sich der Motor
ein- und ausschalten.
Der Antrieb der Diskette erfolgt meist Uber
einen Antriebsriemen. Einige neuere Lauf-
werke haben einen Direktantrieb, bei dem
die Einspannvorrichtung flr die Diskette
direkt auf der Motorwelle sitzt.
Peeker 3/85
b. Die Positionierung
Die Aufgabe der Positionierung ist es, den
Schreib-/Lesekopf auf den gewiinschten
Spurradius zu positionieren. Die Positio-
nierung erfolgt bei fast allen Laufwerken
mit einem Schrittmotor. Der Aufbau ei-
nes Schrittmotors ist in stark vereinfachter
Form in Bild 6 gezeigt. In diesem Beispiel
besteht der Motor aus zwei feststehenden
Statoren, die je eine Spule mit Mittelan-
zapfung tragen. Die Mittelanzapfungen
sind an die positive Versorgungsspannung
angeschlossen. Die Enden der Spulen
kénnen mit Hilfe der Transistoren TO bis
T3 nach Masse geschaltet werden. Zur
Steuerung dienen die Signale 20 bis 03
(Phase 0 bis 3). Der Rotor ist ein einfacher
permanenter Stabmagnet. In Wirklichkeit
haben Stator und Rotor mehrere Pole. Das
vereinfachte Modell reicht aber aus, um
die Funktion eines Schrittmotors zu erkla-
ren. Die Bilder 6a-e zeigen den Ablauf
einer Positionierung.
Bild 6a: Schrittmotor O 0 eingeschaltet
Gort ¢ Is,
Ei
ATEN
a —= " Hi
Sy Sa
vy Y +
ont, ote
Bild 6b: Schrittmotor @ 0 und @ 1 einge-
schaltet
In Bild 6a befindet sich der Kopf auf der
Ausgangsspur. Das Signal 20 ist positiv.
Dadurch ist der Transistor TO eingeschal-
tet und durch die Spule SO flieBt ein
Strom. Durch den Magneiflu8 entsteht am
oberen Statorpol ein Siidpol und am unte-
ren ein Nordpol. Die Stid- und Nordpole
ziehen sich gegenseitig an, wodurch der
Rotor in der gezeigten Stellung gehalten
wird.
S|
GOAT d TS
ry (ua
S2
wet
S183
avin’: #:.
iN]
ote dts
(ots
+. Va
on St
Sy S3
Ms Voe™ +
ot ott
Bild 6d: Schrittmotor @ 1 und @ 2 einge-
schaltet
Hinweis: Unsere Druckerei, HVA, hat kein richtiges Phi
Deshalb wurde das Durchmesserzeichen gesetzt.
In Bild 6b wird mit 1 zusatzlich T1 einge-
schaltet, wodurch der linke Pol auch noch
ein Stidpol wird. Der Nordpol des Rotors
wird jetzt von beiden Stidpolen gleich
stark angezogen, wodurch sich der Rotor
um 45 Grad nach links dreht und genau
zwischen den beiden Polen stehenbleibt.
im nachsten Schritt in Bild 6c wird der
Strom durch TO und SO ausgeschaltet.
13
—_—_—_
——
os Se eee eee eee
4800 BIELEFELD 14-OLPER STRASSE 10 CcCOMPute tt
Mikrocomputer @ Sys
IBS Euro Profi
Bestell-Nr.: B2945
NEC Monitor
Bestell-Nr.: B 2946
CSC Tastatur
—_—— Restell-Nr.B 2047
Mit dieser Ubersicht méchten wir Ihr Intere:
Ihr Computer mit Applebus durch Interfac
Bei mehr als 500 Handlern kénnen Sie Co1
Technologie aus Deutschland fur die Apy
Wir informieren Sie gerne und kostenlos.
Prozessorkarten
SPACE-SINGLEBOARDCOMPUTER
SPACE 84
Das Motherboard in der ,, Appleklas-
se” mit integrierter RAMFLOPPY,
zweifach EPROM-System — mit
FORTH und der Sprache Ihrer Wahl.
Voll applekompatibel bilden die
SPACE-Motherboards die Grundla-
ge fiir viele tausende von Computer-
systemen. SPACE 84 ist der ver-
niinftige Kompromi8 zwischen Preis
und Leistung. Es ist bereits wenige
Wochen nach seiner Einfiihrung
Mittelpunkt in Mikrocomputersy-
stemen erhéhter Leistungsanforde-
rung. Sie sollten nicht weniger als
SPACE 84 fiir Ihren Computer ver-
langen.
Bestell-Nr.: A 8400.
SPACE 85-1
Eine interessante Variante der App-
leklasse stellt das Board SPACE 85-1
dar. Als Einplatinencomputer bietet
er alles das, was man von einem Mi-
nimalsystem fordert. Seine Leistung
zeigt er aber erst so richtig als Sy-
stemmaster in einem Doppeleuro-
pakartensystem. Sein Standardbus
ist 64-polig, und er kann sieben wei-
tere Interfacekarten kontrollieren.
Das Besondere ist aber, daf jede
Karte wieder sieben ,normale APP-
LESLOTS” nachbilden kann. Da-
durch stehen in diesem System 49
Slots zur Verfiigung. Genug also, um
auch die kompliziertesten Aufgaben
zu lésen. Die Verwendung von iidi-
rekten Steckverbindern garantiert
héchstes MaB an Sicherheit fir Ihre
Daten und Steuerungsaufgaben.
Bestell-Nr.: A 8510
PREH COMMANDER Tastatur
Bestell-Nr.: B 2937
INTEMEX
CPU und RAM fiir den APPLEBUS.
Optimal kann man eine CPU nur dann nutzen, wenn sie ohne Einschrankung
arbeiten kann. Bereits 1981 entstand die erste INTEMEX-Karte fiir zusitz-
liche Prozessorleistung mit eigenem RAM bei IBS. Ein Prinzip, das danach
von vielen anderen Anbietern tibernommen wurde. Die beriihmte ,Nasen-
lange” bietet Ihnen in IBS einen Partner, dem Sie vertrauen kénnen,
ual
ed* jetzt 512 k-RAM
k
AP 10
INTEMEX mit der 6809 CPU und
64 k-RAM. Mit ihr begann die Ge-
schichte der INTEMEX-Serie. Diese
Karte eréffnet Ihnen den Zugang zu
dem groBen Angebot der FLEX-Soft:
‘ware.
Bestell-Nr.: A 1010
AP 20
INTEMEX mit 68 000 CPU und 128
k-RAM. Diese Karte macht aus Ihrem
Rechner mit ,,Applebus” cinen ech-
ten 16 bit-Rechner. Eine Zusatzkarte
(AP 26) erméglicht einen Arbeitsspei-
cher bis zu einem MByte und an Soft-
ware gibt es einiges. Z.B. stehen drei
Betriebssysteme und die wichtigsten
Hochsprachen zur Verfiigung.
Bestell-Nr. A 1020
AP 21
INTEMEX mit 6511 CPU und 64 k-RAM.
Diese Karte bietet Ihnen viele Még:
lichkeiten, 1/O-Probleme zu lésen. Ih1
Hauptrechner wird entlastet und
steht fiir Ihre Aufgaben schneller zu1
Verfiigung.
Bestell-Nr.: A 1021
AP 22
INTEMEX mit Z 80 B-CPU und 64
k-RAM. Wenn Sie einmal diese Karte
in Aktion gesehen haben, werden Sie
auch feststellen: ,Geschwindigkeit
ist keine Hexerei, man braucht nut
die AP 22". Mit dieser Karte wird Ihr
APPLE II zum z.Z. schnelisten CP/M-
Computer, und in Verbindung mit
dem SPACE 84 erhalten Sie Compu-
terleistung, die wirklich einmalig ist.
Wir vermitteln gerne eine Vorfiihrung.
Bestell-Nr. A 1022
read 0821-44032 - TELEX 932644 ibsd
2me @ Baugruppen @ Zubehor
wecken und Ihnen zeigen, wie leistungsfahig
yon IBS heute sein kann. SANYO 8112 Monitor
. a Bestell-Nr.: B 2848
iterleistung ,Made by IBS“ kaufen.
Nelt.
Tpenraddrucker JUKI 6100
Bestell-Nr.: B 2991
ail
=
-
Cs
Intekey Tastatur
Bestell-Nr.: B 2957
IBS Euro 1000 =
Bestell-Nr.: B 2845
Drucker ITOH 8510 A
Bestell-Nr.: B 2990
RAM-Karten Spezialentwicklungen
AP1
16 kB-RAM-Karte zur Erweiterung
aller 48 k-Applesysteme auf 64 k-Ar-
beitsspeicher. Alle Sprachen und
Systeme sind einsetzbar.
Bestell-Nr.: A 1001
AP 13 und AP 17
RAM-Karten zum Einsatz als Pseu-
dodisk unter CP/M, USCD und
APPLE-DOS. SpeichergréBe von
64 kByte bis 256 kByte.
Bestell-Nr.: A 1013 a-b
A1017 a-d
AP 33
RAMDISK der neuen Generation.
Fir besonders speicherintensive
Arbeiten ist der Ausbau in Stufen
von 64 kByte bis 1MByte méglich.
Bestell-Nr. A 1033
AP 26
Speicherkarte fiir den Einsatz als Ar-
beitsspeichererweiterung unserer
INTEMEX 68 000 bis 1 MByte.
Bestell-Nr.: A 1026
AP 14
Floppy-Controller fiir alle Anwen-
dungsfalle. 10 Laufwerke kénnen
gleichzeitig angeschlossen werden.
4 x 8" DSDD, 4 x 5%" DSDD und
zwei Apple-Standardlaufwerke.
Maximal ca. 10MByte im Direktzu-
griff.
Bestell-Nr.: A 1014
SPACE 85-2
Erméglicht den Einsatz aller Apple-
Interfaces an dem SPACE 85-1. Zu-
satzlich bietet SPACE 85-2 alle Ei-
genschaften der AP 21.
Bestell-Nr.: A 8520
48k-CMOS-RAM
Diese Karte ersetzt den dynami-
schen RAM-Bereich Ihres APPLE
durch 48k-CMOS-RAM.
Bestell-Nr. A 8648 15
Dadurch wird der obere und untere Pol
unmagnetisch. Der Nordpol des Rotors
wird jetzt nur noch vom Siidpol des linken
Pols angezogen, wodurch sich der Rotor
um die nachsten 45 Grad nach links dreht.
In Bild 6d wird mit 2 der Strom durch T2
und S2 eingeschaltet. Der Strom und da-
mit auch der MagnettfluB flieBt durch S2 in
umgekehrter Richtung von SO. Dadurch
enisteht der Siidpol jetzt am unteren Pol.
Der Nordpol des Rotors wird jetzt wieder
von zwei Siidpolen angezogen und dreht
sich damit um die nachsten 45 Grad nach
links.
Bild 6e: Schrittmotor @ 2 eingeschaltet
In Bild 6e wird der Strom durch T1 und S1
wieder ausgeschaltet, wodurch der Rotor
die gezeigte Endposition erreicht.
Se
el a
a
o3
6a | 6b | 6 | 6d | Ge
Bild 7: Zeitdiagramm der Positionierung
Bild 7 zeigt ein Zeitdiagramm fur den in
Bild 6a bis 6e gezeigten Abiauf. Dieser
entspricht Ubrigens beim Apple-Laufwerk
genau der Positionierung von einer Spur
zur nachsten. Einziger Unterschied ist,
daB sich der Schrittmotor wegen der gr6-
Beren Polzahl nicht um 180 Grad, sondern
nur um 15 Grad dreht.
Die Drehbewegung des Schrittmotors
muB8 schlieBlich noch in eine lineare Be-
wegung des Kopftragers umgewandelt
werden. Dies kann auf verschiedene Arten
erfolgen: mit Hilfe einer Spiralscheibe (wie
beim Apple), mit einer Gewindespindel
16
oder mit einem Stahlband, das um die
Welle des Schrittmotors gewickelt wird.
Die letzte Ausfiihrung erméglicht das
schneilste Positionieren.
Bei Laufwerken mit Normschnittstelle wird
das Positionieren mit den Signalen ,,Step“
und ,,Direction“ gesteuert. Jeder Impuls
auf dem ,Step“-Signal positioniert den
Schreib-/Lesekopf um eine Spur weiter.
Dabei wird die Richtung des Positionie-
rens mit dem _,,Direction"-Signal gesteu-
ert. Die Laufwerkselektronik enthalt einen
Aufwarts-/Abwartszahler mit nachgeschal-
teter Dekodierung zur Erzeugung der Pha-
sensignale. Beim Apple-Laufwerk liegen
die Phasensignale direkt auf der Schnitt-
stelle.
Bei 8-Zoll-Laufwerken werden normaler-
weise 77 Spuren aufgezeichnet. Die Spu-
ren werden von auBen mit 0 beginnend
nach innen bis 76 numeriert.
Bei 5,25-Zoll-Laufwerken werden bei 48
tpi je nach Laufwerk 35 oder 40 Spuren
und bei 96 tpi 80 Spuren aufgezeichnet.
Haben die Laufwerke 2 Schreib-/Lese-
kdpfe (um beide Seiten einer Diskette oh-
ne Umdrehen benutzen zu k6nnen), dann
sind die Spuren auf der Riickseite bei 48
tpi um 4 und bei 96 tpi um 8 Spuren nach
innen versetzt (in beiden Fallen ist das der
gleiche absolute Betrag). Der Radius aller
Spuren (bezogen auf die Spurmitte) kann
mit folgender Formel angegeben werden:
R = (57,150- (n+ 4-s-d) 25,4 : (48: d))
mm
In der Formel ist n die Spurnummer. Die
Numerierung der Spuren fangt auBen mit
n=0 an und steigt nach innen bis n=34
bzw. n=39 flr 48 tpi und bis n=79 fur 96
tpi.
Die Seite ist s=0 bei einseitiger Aufzeich-
nung oder bei der Vorderseite bei zweisei-
tiger Aufzeichnung. Fir die Riickseite bei
Aufzeichnung mit einem Doppelkopflauf-
werk ist s=1.
Der Wert d ist die Spurdichte, mit d=1 fur
48 tpi und d=2 fur 96 tpi.
Aus der Formel kann man sehen, daB die
Position aller geraden Spuren (0,2,4...) ei-
ner 96-tpi-Diskette mit den Spuren einer
48-tpi-Diskette tibereinstimmt. Das gilt so-
wohl fur die Vorder- als auch die Rick-
seite.
c. Das Schreiben
Die Bilder 8a und 8b zeigen das Prinzip
des Schreibvorgangs. Der Schreibkopf
besteht im wesentlichen aus einem ring-
férmigen Magnetkern mit einem Luftspalt.
Auf den Magnetkern ist eine Spule mit
Mittelanzapfung gewickelt. Die beiden En-
den der Spule kénnen wahlweise Uber je
einen Transistor nach Masse durchge-
schaltet werden. Die Mittelanzapfung liegt
Uber einen Vorwiderstand an der positiven
Versorgungsspannung. Die Gré8e des
Vorwiderstandes bestimmt die Héhe des
zum Schreiben verwendeten Stromes.
<— _Diskettenbewegung
Bild 8a: Schreibvorgang Magnetisierung
nach rechts
\m Bild 8a ist der linke Transistor einge-
schaltet, was einen Strom durch die linke
Spule zur Folge hat. Aus diesem Strom
resultiert ein Magnetflu8 durch den Ring-
kern in Uhrzeigerrichtung. Im Luftspalt des
Ringkernes schlieBt sich ein Teil des Ma-
gnetfeldes Uber die Magnetschicht der
Diskette. Wenn sich die Diskette dreht (im
Bild nach links), bleibt die Magnetisierung
in der Breite des Schreibkopfes in der
Magnetschicht der Diskette (Pfeile nach
rechts) erhalten (gespeichert).
<— Diskettenbewegung
Bild 8b: Schreibvorgang Magnetisierung
nach links
Peeker 3/85
Bild 8b zeigt den Schreibvorgang etwas
spater. Die nach rechts magnetisierten
Bereiche haben sich weiter vom Kopf ent-
fernt. Zu dem Zeitpunkt, als sich der mit
» FW" (FluBwechsel) markierte Punkt unter
dem Schreibkopf befand, wurde der linke
Transistor aus- und der rechte Transistor
eingeschaltet. Durch den anderen Win-
dungssinn der rechten Spule wurde die
Magnetisierungsrichtung durch den Ring-
kern und damit auch durch die Magnet-
schicht der Diskette umgekehrt.
Wenn die Diskette eine volle Umdrehung
gemacht hat, ist eine in sich geschlossene
magnetisierte Spur entstanden
Durch wechselweises Einschalten der bei-
den Transistoren kann die gewlnschte
Aufzeichnung auf der Diskette erzeugt
werden. Soll nicht geschrieben werden, so
werden einfach beide Transistoren ausge-
schaltet.
Voraussetzung fiir eine einwandfreie Auf-
zeichnung ist, daB die Diskette richtig am
Schreibkopf anliegt. Dies wird im Laufwerk
durch leichtes Andriicken von der Gegen-
seite (Uber einen Andruckfilz oder einen
zweiten Schreibkopf) erreicht. Das An-
driicken wird je nach Laufwerk durch ei-
nen besonderen Magneten (Kopfladema-
gnet) oder (wie beim Apple) durch Schlie-
Ben der Laufwerksklappe erreicht.
| 4 hardware BY
Die Breite einer geschriebenen Spur ist
0,300 mm bei 48 tpi und 0,146 mm bei 96
tpi. Damit verbleibt zwischen den Spuren
ein Sicherheitsabstand von nur ca. 0,23
mm bei 48 tpi und ca. 0,12 mm bei 96 tpi.
Die angegebenen Zahlenwerte zeigen,
wie genau ein Diskettenlaufwerk arbeiten
muB und wie sorgfaltig man deshalb mit
den Geraten umgehen muB, wenn sie zu-
verlassig arbeiten sollen.
Neben dem Schreibkopf gibt es noch ei-
nen Léschkopf, der einen schmalen Be-
reich zu beiden Seiten des Schreibkopfs
léscht. Dies ist erforderlich, um geringe
Abweichungen bei der Einspannung der
Diskette und der Positionierung auszuglei-
zusatzlichem Léschkopf, bei dem der Rest
der ersten Aufzeichnung geléscht wird
(schraffierte Flachen), so daB es zu keinen
Problemen kommt.
d. Das Lesen
Beim Lesen soll die aufgezeichnete Infor-
mation wieder von der Diskette gelesen
werden. Es ist jedoch nicht auf einfache
Weise mdglich, die Richtung der gespei-
cherten Magnetisierung zu ermitteln. Statt
dessen kann aber eine Richtungsaénde-
rung der Magnetisierung (FluBwechsel)
sehr leicht festgestellt werden. Dazu wird
OF reg
das Induktionsgesetz angewandt, nach
‘Nulidurch- Bidirek- |
Differen. |_© CAs
gangs: tionales
a dotektor Mono-Flop
Lesekopf —Verstarker
Bild 10: Blockschaltbild des Lesekreises
chen. Bild 9a zeigt, was ohne Loschkopf
passieren kénnte. Links im Bild ist eine
erste Aufzeichnung gezeigt. Rechts im
Bild ist die erste Aufzeichnung durch eine
zweite Aufzeichnung Uberschrieben. Da-
bei ist die Spurlage, z.B. auf einem ande-
ren Gerat, geringfuigig gegentiber der er-
sten Aufzeichnung verschoben. Dadurch
<— Diskettenbewegung
Bild 8c: Schreibvorgang
Stérung durch Staubkorn
Wird, wie in Bild 8¢ gezeigt, die Diskette
nur geringfiigig vom Kopf abgehoben, so
nimmt die Magnetisierung der Diskette ab
oder hért ganz auf, was Fehler beim Lesen
zur Folge hat. Hierzu reichen schon klein-
ste Staubkérnchen oder sogar ein Finger-
abdruck aus. Es ist deshalb von grdBter
Wichtigkeit, die Disketten sehr sorgfaltig
zu behandeln, sauber aufzubewahren (im-
mer in der Papierhiille) und niemals auf die
Magnetschicht zu fassen.
Peeker 3/85
2.Autzichnung
Lesen
Bild 9a: Uberschreiben ohne Léschkopt
bleibt ein Rest der ersten Aufzeichnung
stehen und wird nicht Uberschrieben. Wir-
de nun diese Aufzeichnung auf dem er-
sten Gerat mit der urspriinglichen Spurla-
ge wieder gelesen, so wirde der Lesekopf
eine Mischung aus erster und zweiter Auf-
zeichnung lesen, was zu Fehlern fiihren
wirde. Bild 9b zeigt das Verfahren mit
Léschung
SE
2,Aulzeichnung
1.Autzeichnung
Zz
{me
Bild 9b: Uberschreiben mit Léschkopt
dem jede Anderung eines Magnetfeldes in
einer Spule eine elektrische Spannung er-
zeugt.
Die Leseelektronik ist bei allen Disketten-
Laufwerken nach dem gleichen Prinzip
aufgebaut. In vielen Fallen wird sogar der
gleiche IC verwendet (MC 3470 von Moto-
rola). Ein Blockschaltbild der Leseelektro-
nik ist in Bild 10 gezeigt und ein Zeitdia-
gramm, das den Signalverlauf an verschie-
denen Stellen des Lesekreises zeigt, in
Bild 11
Zum Lesen wird der gleiche Kopf wie beim
Schreiben verwendet, der deshalb auch
Schreib-/Lesekopf genannt wird. Wird die
Diskette am Kopf vorbei bewegt, dann in-
duziert jede Anderung der in der Diskette
gespeicherten Magnetisierung eine Span-
nung in der Spule des Lesekopfes. Die
zunachst sehr kleine Lesespannung wird
Uber einen Verstarker auf eine gréBere
Amplitude verstarkt. Dann wird Uber ein
Filter der gewUnschte Frequenzbereich
ausgefiltert (z.B. werden hochfrequente
Stérungen unterdriickt). In Bild 11 ist in
Kurve A die in der Diskette gespeicherte
Magnetisierung gezeigt. Die Magnet-
schicht ist immer voll in die eine oder voll
in die andere Richtung magnetisiert. Kurve
B zeigt das verstarkte und gefilterte Lese-
signal fiir verschiedene typische FluB-
wechselabstande. Jedesmal, wenn die
Magnetisierungsrichtung von links nach
rechts wechselt, wird ein positiver Span-
nungsimpuls (in Kurve B) erzeugt. Ent-
17
Sane | |
Bild 11: Signalverlauf im Lesekreis
sprechend wird bei einem umgekehrten
Wechsel ein negativer Spannungsimpuls
erzeugt. Je dichter die Flu8wechsel zu-
sammenricken, um so mehr verschmel-
zen die Spannungsimpulse ineinander.
Wirden die Flu8wechsel noch weiter zu-
sammenriicken, dann wirde die Amplitu-
de des Lesesignals abnehmen.
Wie man sieht, hat jeder Spannungsimpuls
seinen gréBten Wert genau zu dem Zeit-
punkt, zu dem der Wechsel der Magneti-
sierungsrichtung stattfindet. Die Aufgabe
der weiteren Schaltung ist es, zu genau
diesem Zeitpunkt einen kurzen digitalen
Impuls abzugeben. Da die Amplitude der
Lesesignale sehr unterschiedlich sein
kann (z.B. je nach Spurradius), kann man
nicht einfach mit einem Komparator arbei-
ten, der einen Impuls abgibt, wenn ein
bestimmter Spannungswert Uberschritten
wird. Statt dessen arbeitet man mit einem
sog. Differentiator. Das Ausgangssignal
des Differentiators ist in Kurve C gezeigt.
Der Differentiator hat die Eigenschaft, daB
sein Ausgangsignal um so gré8er (positi-
ver) ist, je steiler sein Eingangssignal an-
steigt. Entsprechend wird das Ausgangs-
signal um so negativer, je steiler das Ein-
gangssignal abfallt. Verlauft das Eingangs-
signal waagerecht, dann ist das Ausgangs-
18
signal genau null. Jedesmal, wenn das
Lesesignal (Kurve B) seinen héchsien po-
sitiven oder negativen Wert erreicht, lauft
es fiir einen ganz kurzen Moment waage-
recht. Genau zu diesem Zeitpunkt geht
entsprechend das differenzierte Signal
(Kurve C) durch null
Jetzt braucht man nur noch eine Schal-
tung, die diese Nulldurchgange erkennt
und zu jedem Nulldurchgang einen Aus-
gangsimpuls liefert. Als ein solcher Null-
durchgangsdetektor eignet sich ein
Komparator, bei dem der Vergleichsein-
gang auf null gelegt wird. Bei dem Kompa-
rator ist der Ausgang immer logisch 1,
solange der Signaleingang positiver als
der Vergleichseingang ist. Ist der Signal-
eingang negativer als der Vergleichsein-
gang, dann ist der Ausgang logisch 0.
Damit wechselt der Ausgang des Kompa-
rators (Kurve D) jedesmal von 0 nach 1,
wenn der Signaleingang (Kurve C) die
Nullinie von negativen Werten zu positiven
Werten Uberschreitet. Umgekehrt wech-
selt der Ausgang des Komparators von 1
nach 0, wenn der Signaleingang die Nulli-
nie von positiven nach negativen Werten
berschreitet.
Als letzter Baustein folgt jetzt nur noch ein
bidirektionales Mono-Flop. Dieses Mo-
no-Flop erzeugt an seinem Ausgang (Kur-
ve E) jedesmal dann einen Impuls, wenn
an seinem Eingang eine Flanke auftritt. Im
Gegensatz zu normalen Mono-Flops wird
jedoch der Ausgangsimpuls sowohl bei
positiven (ansteigenden) als auch bei ne-
gativen (abfallenden) Flanken erzeugt.
Mit dem Ausgangssignal des Mono-Flops
(Kurve E) ist schlieBlich das gewiinschte
Signal erzeugt worden. Wenn man die
Kurven A und E vergleicht, dann sieht
man, daB genau zu jedem Flu8wechsel ein
Ausgangsimpuls erzeugt wird.
e. Sonstiges
Bei den meisten Systemen kénnen meh-
rere Diskettenlaufwerke an einen Control-
ler angeschlossen werden (beim Apple bis
zu zwei). Die Auswahl des gewlinschten
Laufwerks erfolgt durch die Leitung ,Se-
lect" bzw. ,,Enable".
Bei Geraten mit zwei Schreib-/Lesekép-
fen (Doppelkopf-Laufwerken) wird Uber
die Leitung ,,Head Select“ der gewUnsch-
te Kopf ausgewahit. Das Apple-Laufwerk
hat nur einen Schreib-/Lesekopf.
Zur Abfrage, ob eine Diskette schreibge-
schitzt ist oder nicht, verfligen die Lauf-
werke Uber eine Lichtschranke oder einen
Schalter. Das Apple-Laufwerk verwendet
einen Schalter. Bei Geraten mit Licht-
schranke muB die Kerbe in der Disketten-
hille natiirlich mit einem lichtundurchlassi-
gen Material zugeklebt werden
Die Diskettenlaufwerke mit Normschnitt-
stelle verfligen Uber einen Schalter oder
eine Lichtschranke zur Erkennung, ob der
Schreib-/Lesekopf auf Spur 0 steht. Das
» Track 0“-Signal (Spur 0-Signal) wird nur
aktiviert, wenn der Schreib-/Lesekopf auf
Spur 0 steht. Auf allen anderen Spuren ist
das Track O“-Signal inaktiv. Die Apple-
Laufwerke haben keine Erkennung fur
Spur 0.
Gerate mit Normschnittstelle haben
schlieBlich noch eine Lichtschranke zur
Erkennung der Index- und Sektorlécher.
Jedesmal, wenn ein Index- oder Sektor-
loch die Lichtschranke passiert, wird der
Phototransistor der Lichtschranke leitend
und ein Impuls auf der _,,Index“-Leitung
erzeugt. Die Apple-Laufwerke haben kei-
ne Lichtschranke zur Index-/Sektor-Er-
kennung.
3. DER DISKETTEN-CONTROLLER
Der Controller stellt die Verbindung zwi-
schen Disketten-Laufwerk und Computer
her. Aufbau und Funktion des Controllers
ist von System zu System sehr unter-
schiedlich. Zahlreiche Controller benutzen
hochintegrierte IC’s zur Steuerung der
Peeker 3/85
meisten Funktionen. Beim Apple ist der
Controller hardwaremaBig relativ einfach
aufgebaut, was dadurch erreicht wird, daB
die meisten Funktionen per Software aus-
geflihrt werden. Die erforderlichen Routi-
nen sind im Betriebssystem enthalten.
Beim DOS 3.3 sind diese Routinen in der
sog. RWTS-Routine (= Read/Write Track/
Sector = Spur/Sektor Lesen/Schrei-
ben) zusammengefaBt. Wenn nachfolgend
die Funktionen eines Controllers allge-
mein beschrieben werden, so bezieht sich
das beim Apple auf Controller-Hardware
und RWTS-Software zusammen.
a. Das Selektieren
Unter Selektieren versteht man die Aus-
wahl eines Laufwerks, wenn mehrere
Laufwerke an den Controller angeschlos-
sen sind. Dazu wird dem Controller die
Laufwerksnummer tibergeben. Der Con-
troller aktiviert dann das zugehdrige ,Se-
lect“- bzw. ,,Enable“-Signal, wodurch das
gewiinschte Laufwerk eingeschaltet wird.
Das selektierte Laufwerk fiihrt die Uber die
Schnittstelle tbertragenen Befehle aus
und sendet die Ergebnisse Uber die
Schnittstelle an den Controller zuriick.
Sind an den Controller Laufwerke mit zwei
Schreib-/Leseképfen angeschlossen, wird
zusatzlich Uber die Leitung ,, Head Select“
der gewtinschte Kopf ausgewahit.
b. Das Positionieren
Zum Positionieren wird dem Controller die
gewinschte Spurnummer tbergeben. Der
Controller erzeugt daraus die erforderli-
chen Schnittstellensignale (bei Geraten
mit Normschnittstelle ,Step“ und ,,Direc-
tion“ oder beim Apple direkt die vier Pha-
sensignale)
c. Das Positionieren auf Spur 0
Das Positionieren auf Spur 0 (Rezero, Re-
calibrate, Restore) ist eine besondere Po-
sitionierroutine, die benutzt wird, wenn
das System nicht wei8, auf welcher Spur
der Schreib-/Lesekopf steht, wie z.B.
beim Einschalten oder Urladevorgang
(Booten).
Beim Positionieren auf Spur 0 wird solan-
ge nach auBen positioniert, bis die Spur 0
erreicht ist. Bei Geraten mit Normschnitt-
stelle ist das der Fall, wenn das ,, Track 0“-
Signal aktiv wird. Von da an hat der
Schreib-/Lesekopf eine bekannte Posi-
tion, und der Controller kann jede ge-
winschte Spur gezielt anfahren.
Das bekannte ,,Rappeln“ beim Einschal-
ten des Apple riihrt daher, daB das Apple-
Peeker 3/85
43 hardware 44
Laufwerk keine Erkennung fur die Spur 0
hat. Der Apple macht deshalb soviele
Schritte nach auBen, daB auch im ungiin-
stigsten Fall die Spur 0 erreicht wird. Wenn
der Kopf nicht ganz innen stand, wird die
Spur 0 schon eher erreicht und der Posi-
tioniermechanismus stdBt solange gegen
einen mechanischen Anschlag, bis die
vorgegebene Anzahl von Schritten ausge-
fhrt ist.
d. Das Formatieren
Aus Zeit- und Speicherplatzgriinden ist es
unzweckmaBig, immer eine ganze Spur
einer Diskette auf einmal zu schreiben
oder zu lesen. Man unterteilt deshalb jede
Spur in mehrere Abschnitte, die Sektoren
genannt werden.
Bei hardsektorierten Disketten ist die Lage
und Lange der einzelnen Sektoren durch
die Sektorlécher festgelegt.
Bei softsektorierten Disketten wird die Un-
terteilung in Sektoren durch die Formatie-
rung vorgenommen. Jeder Sektor besteht
aus zwei Teilen, dem AdreBfeld (address
field, header, ID record) und dem Daten-
feld (data field, data field record). Die
AdreBfelder enthalten u.a. die Spur- und
Sektornummer des betreffenden Sektors
und eine Prifsumme. Die Datenfelder ent-
halten u.a. die Benutzerdaten (die eigentli-
che Nutzinformation) und ebenfalls eine
Prufsumme. Die Priffsumme im AdreB-
tenfelder ist fiir das FM- und MFM-Auf-
zeichnungsverfahren ausfUhrlich in dem
Aufsatz von Klein, R. D.: ,,Floppy-Disk-
Aufzeichnungsverfahren“, mc 7/1984, S.
38ff., beschrieben. Fiir das beim Apple
verwendete Aufzeichnungsverfahren folgt
die Beschreibung in einem spateren Teil
dieser Artikelserie,
Wahrend der Formatierung werden die
AdreBfelder fiir alle Sektoren auf die Dis-
kette geschrieben, Zwischen den AdreB-
feldern wird der erforderliche Platz fir die
Datenfelder freigehalten. Bei der spateren
Benutzung der Diskette werden die
AdreBfelder nicht wieder Uberschrieben,
sondern nur die Datenfelder, Beim Apple
DOS 3.3 ist das Formatieren eine Teilfunk-
tion des Initialisierens (INIT-Befehl).
e. Das Aufzeichnungsverfahren
Unter Aufzeichnunsverfahren _versteht
man die Umsetzung (Codierung) der Da-
ten in die Aufzeichnung auf der Diskette
und zurlick. Vom System her werden die
Daten parallel in 8-Bit-Bytes oder 16-Bit-
Worten tbertragen. Vom Controller wer-
den sie zunachst in eine serielle Bitfolge
umgewandelt. Dabei wird meist das
héchstwertige Bit (MSB = most significant
bit) zuerst Ubertragen. AnschlieBend wer-
den die Datenbits Uber die Hardware des
Controllers und des Laufwerks in eine Fol-
ge von FluBwechseln umgesetzt.
Bitzelle
Daten ht me) etiam ran! ext | eco | cre | waetean|
ee so ee
Leseimpulse ee ee
5,25 Zoll | 4us [2-8 us—>|
8 Zoll >| us f—4us—m}
Bild 12: FM Aufzeichnungsverfahren
und Datenfeld wird bei der Aufzeichnung
nach einem bestimmten Verfahren aus
den Daten errechnet und unmittelbar nach
den Daten aufgezeichnet. Beim Lesen
wird erneut die Priifsumme aus den gele-
senen Daten errechnet und mit der aufge-
zeichneten Priifsumme verglichen. Stim-
men beide Werte Uberein, so ist das be-
treffende AdreB- bzw. Datenfeld mit sehr
groBer Wahrscheinlichkeit fehlerfrei gele-
sen worden.
Das genaue Format der AdreB- und Da-
Die gebrauchlisten Aufzeichnungsverfah-
ren sind FM (frequency modulation = Fre-
quenzmodulation) fur einfache Dichte und
MFM (modified frequency modulation =
modifizierte Frequenzmodulation) flr dop-
pelte Dichte.
Bild 12 zeigt die Codierung bei FM. Die
erste Zeile enthalt die zu codierenden Da-
ten. Jedem Bit ist eine feste Zeit, die sog.
Bitzelle, zugeordnet. Bei 5,25-Zoll-Dis-
ketten und FM ist jede Bitzelle nominal
8usec lang. Die zweite Zeile zeigt die Ma-
19
|
|
|
gnetisierung der Diskette und die dritte
Zeile die Lesesimpulse.
In der Mitte jeder Bitzelle erfolgt ein FluB-
wechsel, wenn das betreffende Datenbit
eine 1 ist. Wenn das Datenbit eine 0 ist, so
ist in der Mitte der Bitzelle kein Flu3wech-
sel. Zusatzlich erfolgt an jeder Grenze zwi-
schen zwei Bitzellen ein FluBwechsel. Die
FluBwechsel in der Mitte der Bitzellen wer-
den auch als DatenfluBwechsel bezeich-
net, da sie direkt den Daten zugeordnet
sind. Die Flu8wechsel an den Grenzen der
Bitzellen werden als TaktfluBwechsel be-
zeichnet, da sie zur Erzeugung eines Takt-
signales benutzt werden. Wie man aus der
Zeichnung sieht, kommen bei FM FluB-
wechselabstande von 4usec und 8usec
vor.
Bitzelle
Sore?
pater fi ft folilololit
Magneti-
Seria ee [= — |
ey ih
impulse
>| 4us f-Bus—>] Gus fe
BZoll = >| 2ys fe—-4us—>] Sus fo
Bild 13: MFM Aufzeichnungsverfahren
(doppelte Dichte)
5,25 Zoll
Bild 13 zeigt die Codierung fiir MFM bei
gleichen Daten. Die Definition der Daten-
fluBwechsel ist die gleiche wie bei FM.
TaktfluBwechsel erfolgen bei MFM jedoch
nur an den Grenzen zwischen zwei aufein-
anderfolgenden 0 Bits. Bei 5,25-Zoll-Dis-
ketten und MFM ist jede Bitzelle nur 4usec
lang (deshalb auch doppelte Dichte). Da-
mit ergeben sich, wie Bild 13 zeigt, mégli-
che FluBwechselabstande von 4yusec,
6usec oder 8usec. Wichtig ist, daB bei
MFM der gleiche Bereich (4usec bis
8usec) wie bei FM benutzt wird, d.h. bei
gleicher Flu8wechseldichte hat MFM die
doppelte Bitdichte.
Bei 8-Zoll-Laufwerken sind alle Zeiten bei
der Aufzeichnung genau halb so lang wie
bei 5,25-Zoll-Laufwerken.
Beim Apple wird weder FM noch MFM
benutzt, sondern ein eigenes Aufzeich-
nungsverfahren, das ausflihrlich in einem
spateren Teil der Artikelserie beschrieben
wird
f. Das Schreiben und Lesen
Das Schreiben auf die Diskette ist relativ
einfach. Dazu brauchen nur die Datenbits
— je nach Aufzeichnungsverfahren — in die
entsprechenden FluBwechsel umcodiert
20
und dann die Schreibelektronik des Lauf-
werkes entsprechend angesteuert zu
werden
Das Lesen ist sehr viel kompiizierter. Das
Laufwerk liefert dem Controller lediglich
eine endlose Folge von Leseimpulsen mit
unterschiedlichem Abstand, aus denen
der Controller die urspriingliche Informa-
tion zuriickgewinnen muB. Die Aufberei-
tung erfolgt in mehreren Stufen. Bei FM
und MFM muB zunachst unterschieden
werden, welche Impulse von TaktfluB-
wechseln und welche Impulse von Daten-
flu8wechsein herriihren. Wenn die Unter-
scheidung festliegt, werden die Taktimpul-
se unterdriickt und die Datenimpulse wei-
ter ausgewertet. Die Trennung von Takt-
impulsen und Datenimpulsen wird auch
als Datenseparierung (data separation)
bezeichnet. Die verwendete Methode und
Schaltung bestimmt weitgehend die Zu-
verlassigkeit eines Disketten-Systems.
Nachdem Takt und Daten voneinander ge-
trennt sind, muB als nachstes gefunden
werden, wo innerhalb des seriellen Daten-
stroms jeweils ein Byte beginnt. Als letztes
muB schlieBlich noch der Anfang der
AdreB- und Datenfelder gefunden werden.
Die Erkennung von Byte-, AdreBfeld- und
Datenfeldanfang erfolgt iber Flu8wechsel-
muster, die sonst nirgendwo in der Auf-
zeichnung vorkommen.
Auf der Ebene des Controllers erfolgen
Schreiben und Lesen sektorweise. Um ei-
nen bestimmten Sektor zu schreiben oder
zu lesen, muB der Schreib-/Lesekopf zu-
nachst auf die gewlinschte Spur positio-
niert werden.
Danach muB der Controller den ge-
winschten Sektor finden. Bei hardsekto-
rierten Disketten geschieht das einfach
durch Abzahlen der Sektorlécher. Bei
softsektorierten Disketten mu8 der Con-
troller die AdreBfelder der am Schreib-/
Lesekopf vorbeikommenden Sektoren le-
sen. Stimmen Spur- und Sektornummer
mit den vorgegebenen Werten berein, ist
der richtige Sektor gefunden.
Beim Schreiben wird das Datenfeld unmit-
telbar hinter dem gefundenen AdreBfeld
auf die Diskette geschrieben, wobei das
Datenfeld, das vorher an diesem Platz
stand, Uberschrieben wird.
Beim Lesen wird das Datenfeld, das un-
mittelbar hinter dem gefundenen AdreB-
feld steht, gelesen und zum System Uber-
tragen.
g. Die Zugriffszeit
Die Leistungsfahigkeit von Computersy-
stemen hangt sehr stark davon ab, wie
lange es dauert, Daten von externen Spei-
chermedien (z.B. Disketten) zu lesen oder
darauf zu schreiben. Als Zugriffszeit (ac-
cess time) wird die Zeit bezeichnet, die
vom Erteilen des Befehls zum Schreiben
oder Lesen eines Sektors bendtigt wird,
bis der Befeh! ausgeftihrt ist.
Die Zugriffszeit setzt sich aus folgenden,
durch die Mechanik bedingten Zeitab-
schnitten zusammen:
— Die Zeit vom Start des Disketten-An-
triebsmotors bis zum Erreichen der vollen
Drehzahl.
— Bei zahlreichen Laufwerken wird der Ma-
gnet zum Andriicken der Diskette an den
Schreib-/Lesekopf eingeschaltet, nach-
dem der Motor seine volle Drehzahl er-
reicht hat. Von da an wird die Kopf-Lade-
Zeit (head load time) bendtigt, bis die Dis-
kette richtig angedriickt wird.
— Die Zeit zum Positionieren des Schreib-/
Lesekopfes auf die gewUnschte Spur (po-
sitioning time). Um Zeit zu sparen, kann
die Positionierung gleichzeitig mit dem
Starten des Antriebsmotors erfolgen. Fir
die Zugriffszeit maBgebend ist dann die
langere der beiden Zeiten.
— Nach dem letzten Schritt des Positionie-
rens schwingt das Positioniersystem auf
Grund seiner Masse noch etwas weiter.
Die Zeit, die gewartet werden muB, bis das
Positioniersystem zur Ruhe gekommen
ist, wird als Beruhigungszeit (settling
time) bezeichnet.
— Erst jetzt kann der Controller anfangen,
den gewiinschten Sektor zu suchen. Die
Zeit, die vergeht, bis der Sektor den Kopf
erreicht, wird als Latenzzeit (latency time)
bezeichnet. Im unginstigsten Fall ist sie
gleich der Umdrehungszeit der Diskette.
Werden mehrere Sektoren kurz hinterein-
ander gelesen oder geschrieben, so kann
sich die Zugriffszeit flr die nachfolgenden
Sektoren wesentlich verkiirzen:
— Nach dem Schreiben bzw. Lesen eines
Sektors wird der Disketten-Antriebsmotor
meist nicht sofort abgeschaltet. Wenn der
Motor beim nachsten Sektor also noch
lauft, entfallt die Wartezeit flr das Starten
des Motors und das Andrticken der Dis-
kette.
— Die Positionierzeit und Beruhigungszeit
kann entfalien, wenn der nachfolgende
Sektor auf der gleichen Spur wie der vor-
hergehende steht. Im glinstigsten Falle
werden alle Sektoren einer Spur ohne da-
zwischenliegende Positionierung nachein-
ander gelesen. Weiterhin kann die Positio-
nierzeit verringert werden, indem die er-
forderlichen Positionierwege so kurz wie
mdglich gehalten werden.
Peeker 3/85
— Die Latenzzeit kann durch die Sektor-
Schachtelung (interleaving, interlacing,
skewing) verringert werden. Dazu werden
die Sektoren nicht in der Reihenfolge ihrer
Nummern auf die Diskette geschrieben,
sondern so, daB der nachste Sektor gera-
de dann den Schreib-/Lesekopf erreicht,
wenn der Controller ihn lesen kann.
Zu den bisher erlauterten, durch die Me-
chanik bedingten Zeiten, kommen noch
weitere Zeiten hinzu:
— Die Zeit zur Ubertragung des Sektors.
Sie hangt von der Sektorlange und der
Zeit pro Bitzelle ab.
— Die Verarbeitungszeit des Betriebssy-
stems und des Benutzerprogramms.
~ Nach dem Schreiben erfolgt meist noch
ein Priflesen, das eine bestimmte Zeit
erfordert. Zum Priiflesen werden die ge-
schriebenen Sektoren nochmals gelesen
und die gelesenen Daten mit denen im
Speicher verglichen oder nur die Priifsum-
me kontrolliert.
— Im Falle von Schreib- oder Lesefehlern
wird der betreffende Vorgang mehrfach
wiederholt, wobei ggf. auf die gewlinschte
Spur neu positioniert wird.
Oftmals wird als KenngroBe die Ubertra-
gungsrate (transfer rate) angegeben. Da-
bei muB man zwischen zwei verschiede-
nen Werten unterscheiden.
Die Block-Ubertragungsrate (burst
transfer rate) ist die Geschwindigkeit, mit
der die Daten wahrend des Schreib- bzw.
Lesevorgangs Ubertragen werden. Sie ist
gleich dem Kehrwert der Zeitdauer einer
Bitzelle. Bei 5,25-Zoll-Disketten ist die
Block-Ubertragungsrate bei FM 1/(8usec)
= 125 kBit/sec und bei MFM 1/(4usec) =
250 kBit/sec. Bei 8-Zoll-Disketten ist die
Block-Ubertragungsrate bei FM 1/(4usec)
= 250 kBit/sec und bei MFM 1/(2usec) =
500 kBit/sec.
Die mittlere Ubertragungsrate (average
transfer rate) ist der Mittelwert der Uber-
tragungsrate Uber einen langeren Zeit-
raum einschlieBlich Positionierung und al-
ler Wartezeiten. Er wird errechnet als
Quotient aus der Summe der Uibertrage-
nen Daten, geteilt durch die daflir bendtig-
te Zeit.
h. Die Kapazitat einer Diskette
Bei der Angabe der Kapazitat einer Disket-
te wird zwischen unformatiert und forma-
tiert unterschieden
Die unformatierte Kapazitat gibt an, wie-
viele Bytes insgesamt (ohne Unterteilung
Peeker 3/85
4g hardware 44
in Sektoren) auf eine Diskette geschrieben
werden konnten. Sie errechnet sich aus
folgender Formel:
Ku =U-N-S:(B-8)
In der Formel ist Ku die unformatierte Ka-
pazitat in Bytes, U die Umdrehungsdauer
der Diskette, N die Anzahl der Spuren, S
die Zahl der Seiten und B die Zeitdauer
einer Bitzelle.
Fir eine einseitige 8-Zoll-Diskette mit 77
Spuren und einfacher Dichte betragt die
unformatierte Kapazitat:
Ku = 166,7 msec: 77-1: (4usec : 8) =
166667ysec - 77 : 32usec = 401042
Die unformatierte Kapazitat betragt also
ca. 400 kBytes. Bei zweiseitiger Aufzeich-
nung und doppelter Dichte ist sie viermal
so hoch, namlich ca. 1,6 MBytes.
Fir eine einseitige 5,25-Zoll-Diskette mit
35 Spuren und einfacher Dichte (FM) er-
rechnet sich die unformatierte Kapazitat
Zu:
Ku = 200 msec - 35 - 1 : (8usec - 8) =
200000usec « 35 : 64usec = 109375
Die unformatierte Kapazitat betragt also
ca. 109 kBytes.
Nach dem gleichen Verfahren kann man
die unformatierte Kapazitat fiir alle ande-
ren Disketten ausrechnen, So ist bei-
spielsweise die maximale unformatierte
Kapazitat einer 5,25-Zoll-Diskette bei dop-
pelseitiger Aufzeichnung mit 80 Spuren
und doppelter Dichte (MFM) genau
1000000 Bytes bzw. 1 MByte.
Die formatierte Kapazitat gibt an, wievie-
le Benutzerdaten auf einer Diskette ge-
speichert werden kénnen. Sie errechnet
sich nach der Formel:
Kf=B-M-N-S
In der Formel ist Kf die formatierte Kapazi-
tat in Bytes, B die Anzahl der Bytes pro
Sektor, M die Anzahl der Sektoren pro
Spur, N die Anzahl der Spuren und S die
Zahl der Seiten.
8-Zoll-Disketten werden meist mit dem
sogenannten IBM-Format benutzt. Dieses
Format benutzt 26 Sektoren pro Spur. Bei
einfacher Dichte (FM) enthalt ein Sektor
128 und bei doppelter Dichte (MFM) 256
Datenbytes. Damit ist z.B. die formatierte
Kapazitat einer einseitigen 8-Zoll-Diskette
mit einfacher Dichte:
Kf = 128 -26-77-1 = 256256
Die formatierte Kapazitat betragt also rund
256 kBytes. Die Ausnutzung der Diskette
— das Verhaltnis zwischen formatierter und
unformatierter Kapazitat — ist:
Kf : Ku = 256256 : 401042 = 0,639 =
63,9%
Die restlichen 36,1% der Diskettenkapazi-
tat sind fiir die Formatierung (AdreBfelder
usw.) benétigt worden. Die Ausnutzung ist
um so besser, je langer die Sektoren sind,
da entsprechend weniger AdreBfelder
usw. bendtigt werden.
Ubliche Werte fur B und M bei 5,25-Zoll-
Disketten und FM sind 16 Sektoren zu 128
Bytes oder 9 Sektoren zu 256 Bytes. Bei
MFM sind 16 Sektoren zu 256 Bytes oder
9 Sektoren zu 512 Bytes Ublich. Manchmal
werden statt 9 auch 10 Sektoren auf einer
Spur untergebracht.
Bei einer einseitigen 5,25-Zoll-Diskette
mit 35 Spuren und 16 Sektoren zu 128
Bytes betragt die formatierte Kapazitat:
Kf = 128-16-35-1 = 71680
Die formatierte Kapazitat betragt also nur
ca. 72 kBytes. Die Ausnutzung der Disket-
te ist:
Ku = 71680
65,5%
109375 = 0,655 =
Fur eine doppelseitige Diskette mit 80
Spuren und 9 Sektoren zu 512 Bytes be-
tragt die formatierte Kapazitat:
Kf = 512-9- 80-2 = 737280
In diesem Fall ist die formatierte Kapazitat
also ca. 737 kBytes bei einer Ausnutzung
von 73,7%.
Beim Apple werden normalerweise 35
Spuren mit 16 Sektoren zu 256 Bytes
benutzt. Das ergibt bei einseitiger Auf-
zeichnung eine formatierte Kapazitat von:
Kf = 256- 16-35-14 = 143360
Die Apple Disketten haben somit eine for-
matierte Kapazitaét von ca. 140 kBytes bei
einseitiger Benutzung und ca. 280 kBytes
bei doppelseitiger Benutzung
21
Da unbestritten ist, daB in der Legasthenietherapie dem Ein-
satz von Schreibmaschinentastaturen eine nicht zu unter-
schatzende Bedeutung zukommt, sollte auch hier der Ver-
such eines Einsatzes von Computern (Apple Ile) gemacht
werden. Da es bislang keine fur unsere Arbeit brauchbaren
Programme gibt, muBten eigene geschrieben werden; eines
davon sei hier vorgestellt.
Testgenerator fur
Legastheniker
1. Ausgangssituation
Grundsatzliche Uberlegungen gingen da-
von aus, daB haufig beklagte Mangel hin-
sichtlich der Méglichkeiten des Computer-
einsatzes zu berticksichtigen und zu ver-
meiden seien:
4. Das Programm soll méglichst flexibel
gehalten werden, damit ein Schiller indivi-
duell und hinsichtlich seiner besonderen
Schwache damit arbeiten kann.
22
2. Die Bedienung muB sowohl flr den
Lehrer als auch besonders fiir den Schiller
einfach und unproblematisch sein. Es dir-
fen bei beiden keine Kenntnisse in Pro-
grammierung vorausgeseizt werden. An
jeder Stelle muB transparent bleiben, was
der Anwender tun soll
3. Das Programm soll nicht den Lehrer
ersetzen, sondern ihn fur individuelle Be-
treuung freisetzen, obwohl in einer Grup-
pe gearbeitet wird.
von Dr. Wolfgang Kersken
4. Das Programm muB so gesialtet sein,
daB es Bedienungsfehler nicht Ubelnimmt
und aussteigt.
5. Es soll zumindest ein wenig gesichert
sein, so daB allzu problemloses Manipulie-
ren des Programms und der Ubungstexte
(= Textfiles) durch ,bése Buben" nicht
einfach ist.
6. Der Computer darf nur Hilfsmittel, allen-
falls Stimulanz sein, kein modernistischer
Selbstzweck. Der Schiller darf sich nicht
Peeker 3/85
alleingelassen oder abgeschoben vorkom-
men (vgl
Fernsehen).
7. Das Programm und der Computer dir-
fen nicht ablenken von dem, was eigent-
lich zu geschehen hat.
»élektronische +GroBmutter“
Fur uns im Landerziehungsheim Schule
Marienau (éstlich von Liineburg) ist Aus-
gangssituation: In Gruppen von etwa finf
Schiilern werden unsere Legastheniker
betreut. Zwar werden diese Gruppen
sorgfaltig zusammengestellt, doch kann es
nicht ausbleiben, daB ein einzelner in die-
ser Gruppe eine besondere Problematik
aufweist, die gemeinsam mit allen nicht
angegangen werden kann, da die anderen
sie nicht haben. So ist dann der Ubungsteil
der Therapie weitgehend orientiert an ei-
nem Durchschnittswert, der die ganze
Gruppe betrifft. Das Programm TESTGE-
NERATOR schafft hier insofern Abhilfe, als
es jetzt mdglich ist, in der Ubungsphase
statt der Gruppenarbeit Einzelbetreuung
vorzunehmen, da jeder Schiller ,seine“,
das hei8t inm angemessene Ubungsauf-
gaben erhalt und bearbeiten kann.
2. Praktischer Teil
Der Schiiler legt ,seine“ Diskette ins
Laufwerk ein und startet das System. Ein
kurzer Hinweistext gibt die wichtigen Er-
lauterungen; er wird spater von den mei-
sten Schilern schnell tibergangen. Nun
weist das Programm alle Textfiles aus, die
zur Verfiigung stehen und in diesem Ar-
beitsabschnitt behandelt werden sollen.
Der Schiiler gibt den Namen des Files ein,
den er sich vornehmen will. Hierbei ist
wichtig, daB der Schiller sich bei der Ein-
Peeker 3/85
; 4 schule 44
gabe exakt an die Vorlage halt; tut er dies
nicht, erhalt er einen Hinweis auf seinen
Fehler, und er kann seine Eingabe korri-
gieren. Der Ubungstext wird von der Dis-
kette geladen. In den Satzen des Textes
findet der Schiller Fehler, die er korrigie-
ren soll; die Anzahl der Fehler wird mitge-
teilt. Die Reihenfolge, in der der Schiler
die Fehler — jetzt korrekt geschrieben —
eingibt, ist beliebig. Das Programm ver-
gleicht und gibt dem Schiler an, wieviele
Fehler er entdeckt hat, und gibt inm die
richtige Schreibweise vor. Zu weiteren
Ubungszwecken oder aber auch zur Do-
kumentation seines Erfolges kann der
Schiller die gerade gemachte Ubung auch
ausdrucken lassen. Hier erhalt er ebenfalls
die Textvorgabe, seine eigene Fehlerkor-
rektur, die korrekte Schreibweise und die
Anzah! der Fehler, die er gefunden hat.
SchlieBlich wird er gefragt, ob er noch eine
Ubung machen oder lieber aufhéren
médchte. Drei bis vier Ubungen im Zusam-
menhang haben sich als durchaus sinnvoll
erwiesen. Wahrend dieser Zeit hat der
Lehrer Gelegenheit, mit dem einzelnen zu
arbeiten, und gleichzeitig hat jeder in der
Gruppe ,,seine“ speziellen Aufgaben.
Der Lehrer kann nach Eingabe des von
ihm selbst bestimmten Passwortes in ei-
nen Eingabemodus gelangen. Hier gibt er
seine Ubungssatze mit den Fehlern ein,
die korrekte Schreibweise und die Anzahi
der Fehler; anschlieBend wird sein Textfile
auf der Diskette gespeichert und zur Kon-
trolle ausgegeben. Es ist nicht erforderlich,
fiir jeden Schiler eine spezielle Diskette
anzulegen. Jede Diskette kann alle Text-
files enthalten. Sie mUssen lediglich im
Einzelfall ungeschiitzt (UNLOCK) werden,
um nicht im CATALOG zu erscheinen. So
sind dann zwar die Disketten fiir alle Schi-
ler identisch (leichteres Kopieren!), jeder
Schiler hat aber lediglich ,,sein“ Inhalts-
verzeichnis.
3. Allgemeine Programm-
beschreibung
Das Programm TESTGENERATOR hat
zwei Aufgaben:
1. Einmal soll es in einem kombinierten
Ein- und Ausgabeteil méglich sein, Text-
files auf die Ubungsdiskette zu schreiben,
alte zu Uberarbeiten oder zu léschen. Die-
ser Teil ist durch ein Passwort geschitzt.
Es ist einzugeben, wenn auf dem Bild-
schirm die Frage ,Alles klar (J/N)“ er-
scheint. Jede andere Eingabe auBer dem
Passwort fiihrt in den Ausgabemodus fiir
den Schiller,
2. Ein zweiter Teil dient der Ausgabe und
Bearbeitung von Textfiles durch den
Schiler. Aus dem CATALOG, der nur
Textfiles anzeigt und keine Programme,
wahit er den File aus, den er bearbeiten
méchte oder gibt den an, den er bearbei-
ten sollte.
Jeder einzelne Textfile kann aus bis zu
zehn Aufgaben bestehen. GréBere Aufga-
benpartien haben sich als ungiinstig er-
wiesen; sinnvoll sind drei oder vier Aufga-
ben pro Textfile.
Der Vorteil gegeniiber den landlaufigen
Ubungsdiktaten oder Schreibroutinetibun-
gen liegt darin, daB auf einen bestimmten
Schiller und seine besondere Problematik
hin Ubungsaufgaben erstellt werden kén-
nen, daB gleichzeitig mehrere Schiller so
gezielter arbeiten k6nnen und der Lehrer
dadurch freigesetzt wird, sich individueller
um den einzelnen kimmern zu kénnen.
DaB gerade Legastheniker, besonders
auch im gymnasialen Bereich, durch die
Bedienung einer Schreibmaschinentasta-
tur zusatzlich iiben, ist klar; und auch die
Attraktivitat des Computers“ ist nicht zu
unterschatzen und sollte durchaus als Sti-
mulanz in den LRS-Unterricht eingebracht
werden. In der Méglichkeit, einen einzel-
nen Schiller und seine besondere Proble-
matik ansprechen zu kénnen, sehe ich die
Leistungsfahigkeit des TESTGENERA-
TORs.
Dabei ist das Programm so gegliedert, daB
es durchaus tiber den LRS-Unterricht hin-
aus auch in anderen Fachern eingesetzt
werden kann. Dazu miissen vor dem
Compilieren einzelne Zeilen der neuen
Aufgabe angepaBt werden:
23
Die Programmdefinitionen von Zeile 1940
bis 1980 sind zu andern:
1940 Titel: Hier ist der gewtinschte Titel
einzugeben, z.B. Test Geographie.
1950 Satz/Fehler: Statt dieser Paarung
kann Frage/Antwort oder Aufgabe/Losung
treffender und damit sinnvolier sein. Ana-
log dazu sollten Sie in 1370, 1440 und
1450 Anpassungen vornehmen, wenn es
sinnvoll scheint.
1960 Fehlerzahler: Diese Routine gibt an,
wieviele Fehler der Schiller erkannt hat. Es
kann in anderem Zusammenhang durch-
aus richtig sein, hier die Héchstzahl zu
hinterlegen. Hinsichtlich der Motivations-
verstarkung scheint die gewahlte Form fiir
den LRS-Unterricht sinnvoll. Sie diirfen
bei einer Anderung nicht vergessen, auch
Zeile 1630 anzupassen, denn jetzt ware ja
zu vermindern, also: 1630 Z = Z - 1:
RETURN.
1970 Leerdatei: Programminterner Name
zum Schutz vor versehentlichen Léschun-
gen; sollte nicht geandert werden.
1980 Passwort: Derzeit gilt als Passwort
»LEPGM* (= LEhrerProGramM); bitte an-
dern, Dieses Passwort schiitzt Sie zumin-
dest ein wenig davor, daB ein Unbefugter
in Ihren ausgearbeiteten Textfiles herum-
hantiert. Ihr Passwort kann beliebig lang
sein und aus GroB- und Kleinbuchstaben
bestehen (Bitte nicht zu kompliziert; Sie
vergessen’s sonst selbst).
Folgende Modifikationen sollten Sie nicht
vornehmen: Erhdhen Sie nicht die Aufga-
benzahl pro Textfile; ich arbeite im Regel-
fall mit 3 bis 4 Aufgaben pro File. Ein
Versuch, das Programm zu beschleuni-
gen, bringt nichts ein, da der Schiller die
Pausen zwischendurch, besonders beim
Einlesen von der Diskette, braucht. Die
80-Zeichen-Karte ist nicht aktiv: Leg-
astheniker haben ohnehin schon genug
Schwierigkeiten beim Lesen. ,,Beladen“
Sie fiir die Anfangszeit den CATALOG
nicht mit mehr als 20 sichtbaren Eintragen,
damit der Schiller wenigstens in der er-
sten Zeit das Wort, das er eingeben soll,
noch sieht (und daB Sie ihn nicht mit Ctri-
Tasten argern, versteht sich von selbst!)
4. Erstellen der Ubungsdisketten
1. Nehmen Sie als erstes alle Anderungen
am Programm vor, die Sie als flr Ihre
Aufgabenstellung nétig erachten.
2. Compilieren Sie das Programm. Heben
Sie sich auf jeden Fall das Applesoft-Pro-
gramm auf, falls Sie noch andere Modifika-
tionen vornehmen wollen.
3. Kopieren Sie auf eine Ubungsdiskette
24
die Library des TASC-Compilers namens.
RUNTIME und das compilierte Programm;
sprechen Sie beide durch z.B. folgendes
HELLO-Programm an:
10 VTAB (13): HTAB(10): PRINT “LRS-
TESTS“
20 PRINT CHR$ (4) + “BLOAD RUN-
TIME“ + CHR$ (13) + CHR$ (4) +
“BRUN TESTGENERATOR"
4. Geben Sie danach die Textfiles auf die
Disketten, die Sie fur bestimmte Schiler
vorgesehen haben. Sie kénnen auch bei
identischen Disketten fiir Schiller mit
LOCK und UNLOCK arbeiten. Die Text-
files auf einer Diskette kénnen unter-
schiedlich lang sein, da die Anzahl der
Aufgaben mit abgespeichert wird. Im Lau-
fe der Zeit werden Sie eine Bibliothek von
Files erhalten, aus der Sie auswahlen k6n-
nen. HELLO, RUNTIME und TESTGENE-
RATOR diirfen nicht geLOCKt sein; hinge-
gen missen die Textfiles geLOCKed wer-
den (wichtig fiir den CATALOG-Aus-
druck). Geben Sie die Textfiles im Einga-
bemodus vom TESTGENERATOR ein, so
werden diese automatisch geLOCKt.
5. Kopieren Sie “ese Diskette fir jeden
Schiller.
Ich wiinsche Ihn:, ‘el Erfolg.
In jeder Form, die rich kommerziell ist,
sondern Schiilern zugute kommt, darf die-
ses Programm verwendet werden. Insbe-
sondere in der Schule kann dieses Pro-
gramm ohne jede Einschrankung einge-
setzt werden. Das Programm von Disket-
ten zu kopieren und weiterzuverwenden,
ist ausdriicklich erlaubt.
Wollen Sie sich das Eintippen des folgen-
den Listings ersparen, so kénnen Sie von
uns eine Diskette mit dem Quell-Code,
dem compilierten Programm und Beispiel-
files aus verschiedenen Unterrichtsfa-
chern beziehen. (Die Peeker-Sammeldis-
kette enthalt die nicht-compilierte Ap-
plesoft-Version sowie 5 Beispielfiles
»Bahnfahrt", ,Zu“, Tun und sollen“, ,,Ir-
gend“ und ,Satze“. Anm. der Red.).
5. Detaillierte Programm-
beschreibung
0 ff.: Der Listschutz durch POKE 214,130
soll unndétiges ,Spielen“ und uner-
wiinschte Manipulation an den Tests er-
schweren; dem dient auch das Passwort
und das ,,Verbergen“ von Programmen im
CATALOG.
140 ff.: Wollen Sie in den (geschiitzten)
Eingabemodus, geben Sie hier Ihr Pass-
wort ein.
250 ff.: Die Programmverzweigung in Zei-
le 250 trennt zwischen einem reinen Aus-
gabeteil fur den Schiller und einem kombi-
nierten Ein- und Ausgabeteil flr den Leh-
rer. Dazu ist ein Passwort einzugeben, das
in Zeile 1980 festgelegt werden kann; der-
zeit gilt ,LEPGM“. Wahrend der Eingabe
werden fur jedes Zeichen Nullen ausge-
druckt (Zeile 260).
350 ff.: Bei Modifikationen hinsichtlich des
Einsatzes ist ,,Aufgaben“ in Zeile 510 und
»Antworten“ in 660 méglicherweise anzu-
passen und zu &ndern, vgl. auch weiter
unten. Die Anzahl der Aufgaben ist iden-
tisch mit der Anzahl der Fehler.
520 ff.: Haben Sie bei Ihrer Eingabe einen
Fehler entdeckt, nachdem Sie RETURN
gedriickt haben, kénnen Sie Ihre Eingabe
durch ESCAPE léschen.
560 ff.: Hinterlegen Sie an dieser Stelle
die korrekte Schreibweise bzw. die Ant-
wort, die der Schiller zu geben hat. Beach-
ten Sie, daB der Computer zwischen
»Kéin", ,KOLN* und , Koein“ unterschei-
det; geben Sie ,KOLN* als richtig ein, so
liegt der Schiller mit K6ln falsch!
670 ff.: Soll oder kann kein Drucker ver-
wendet werden, sind die Zeilen 1070 bis
1090 zu léschen.
1140 ff.: POKE 44513, 67 zeigt im CATA-
LOG nur geLOCkKte Files an.
1370 ff.: ,Fehler* in Zeile 1370, , Antwor-
ten“ in 1440 und ,,L6sungen“ in 1450 sind
gegebenenfalls der Aufgabenstellung des
Programms anzupassen.
1380 ff. und 1540 ff.: Diese Subroutine
soll verhindern, daB das Programm bei
den am haufigsten auftretenden Fehlbe-
dienungen aussteigt.
1940 ff.: Der Titel in Zeile 1940 ist eigenen
Bedirfnissen anzupassen. ,,Satz“ und
»Fehler“ in Zeile 1950 kénnen ersetzt
werden durch z.B. ,,Frage“/, Antwort";
»Aufgabe"/,,L6sung", je nach Aufgaben-
stellung. Das Passwort in Zeile 1980 sollte
vor einer Compilierung neu bestimmt
werden.
2000 ff.: Dieses Unterprogramm ab Zeile
2000 kann entfallen, wenn ein Drucker
nicht eingesetzt werden soll oder kann;
auch Zeile 1720 ist dann zu léschen.
Beispiel eines Textfiles
Ein stiickeschreibender Autor wollte einen
feuerspeienden Berg besuchen. Eine
Schmerz lindernde und Blut stillende Arz-
nei gab man nach dem Unfall dem Hecke
schneidenden Gartner. Ein Fleisch fres-
sender Hund traf eine fleischfressende
Pflanze. (Haben Sie die drei Schreibfehler
gefunden?) é
Peeker 3/85
APPLE
MASCHINEN
SPRACHE
Der Einstieg iiber BASIC!
Die Idee: Maschinenbefehle des Mikroprozessors
6502 tiber die BASIC-Befehle POKE, CALL, PEEK im
Apple abspeichern, ablaufen lassen und Ergebnisse in
das BASIC-Programm zurticklesen. Grundkenntnisse
in Basic sind erforderlich. Anschauliche Darstellung der
6502-Funktionen, der Speicher im Apple und der
Wirkungen von Maschinenbefehlen — verbunden mit
Experimentierprogrammen zur Grafik, Akustik, Arith-
metik, Textdarstellung, Verbindung von Bild und Ton
sowie zum Aufruf der zahlreichen, bereits vorhandenen
Maschinenprogramme im Apple.
Der Héhepunkt: Eine schrittweise Einfithrung in die
professionelle Entwicklung von Maschinenprogram-
men mit APPLE SYSTEM-MONITOR und APPLE
MINI ASSEMBLER.
Von D. Inman/K. Inman, 224 Seiten, Softcover,
DM 49,-
ei
te-wi Verlag GmbH
Theo-Prosel-Weg I
8000 Miinchen 40
APPLE Il -
Anwenderhandbuch
(L. Poole)
Erst mit Hilfe dieses Leitfadens werden Sie
A thren Apple Il erfolgreich einsetzen, denn
H ‘Text und Bildmaterial gehen weit tiber das
hinaus, was herstellerseitig an Literatur
angeboten wird
416 Seiten, Softcover, DM 56;
APPLE II PASCAL -
Eine praktische Anleitung
(A. Luehrmann, H. Peckham)
Unentbehrlich far alle, die die Programmier
sprache PASCAL lernen wollen und
Zugang zu einem Apple-Computer haben
544 Seiten, Softcover, DM 59,
iL |
Computer fiir Kinder
(Sally Greenwood Larson)
Ein Buch fiir Kinder, ihre Lehrer
und Eltern.
Computer fiir Kinder“ richtet
sich an Kinder im Alter von 8 bis
13 Jahren, fiir deren Interesse an
Computern dieses Buch bewukt
Raed ceschrieben wurde.
Unterhaltsam und leicht verstandlich,
A4 quer, Fadenheftung, DM 29,80
| sore BB ore
woke
ED
us
MACINTOSH
PRORRATEER
pose
LOGO -
Jeder kann programmieren
(Daniel Watt)
Buch des Jahres in den USA. Fur die
Computer C64, ATARI, APPLE II, IBM-PC
und TE99.
Hochwertiges Textbuch fiir Logo-Kurse ftir
zu Hause und im Lehrbereich
Ad, DM 59, (4, Quartal 84)
APPLE II - Bewegte 3D-Graphik
(Phil Cohen)
Selbstentworfene Graphiken und Dia
gramme — animiert oder als Standbilder —
eben oder réumlich: alle erforderlichen
BASIC-Programme mit Erklarung finden
Sie in diesem Buch.
ca. 190 Seiten, Softcover. DM 49,
(2. Quartal 85)
Macintosh Programmier-Handbuch
(David Lien)
Macintosh ~ Pionier des graphischen
Computerdialogs ~ benuizt MICROSOFT
BASIC. D. Lien’s Buch ist eine souverane,
zuverlassige Einfiihrung und Referenz zu
Macintosh’s Basic.
450 Seiten, DM 59,- (4. Quartal 84)
Noch im Programm: 6502 — Programmieren in Assembler DM 59,-
f
iCalc, 50 Programme auf Diskette,
M 79.
TESTGENERATOR
100
110
120
125
130
140
150
160
169
170
180
190
200
210
220
POKE 214,150: REM Listschutz
REN +48 ee eeeanecesenneenaeineee
REM * Testgenerator, Vers. LRS +
REM ¢ Wolfgang Kersken, Marienau 1984 #
REM * getestet Marquard, Hamburg *
REM Steeler E EE
GOSUB 1920: REM Definitionen
DIM S$(300) ,R$(300)
ONERR GOTO 1820
REM Titel Bildsohirm
TEXT : HOME
INVERSE : VTAB 13: HTAB ((39 - LEN (TE$)) / 2)
PRINT TES: NORMAL
PRINT : PRINT " Wolke 1984"
PRINT ; PRINT "Schule Marienau, 2121 Dahlem -
Narienau"
GOSUB 2180: REM Anlage Leerdated
229
230
240
250
260
270
280
290
300
310
320
330
REM Programmverzweigung
VTAB 22: PRINT "
GET INS
PRINT JN; :PNS = PN + JNS
IF JN = CHRS (13) THEN 290
Goro 250
IF PN$ = CODE$ + CHR$ (13) THEN 350
IP PNS = "N" + CHRS (13) THEN 330
IF PNS = "J" + CHRS (13) OR PNS = "" + CHRS (13)
THEN 930
GoTo 930
HONE : VTAB 12: HTAB 14: PRINT "Bitte melden! ™: END
Alles klar (J/N) 2";
359:
340
349
360
360
370
380
390
400
410
420
430
440
450
460
470
473
480
490
500
510
520
530
540
550
560
570
580
590
600
610
620
630
640
650
660
670
680
690
700
no
720
730
40
750
760
770
780
790
800
REM Hauptprogranm
REM Ein— Ausgabe
HOME ; INVERSE :
VTAB 8: PRINT "
PRINT : PRINT "1
PRINT "LEHRER-PROGRAMM": NORMAL.
Méchten Sie"
Neue Tests eingeben oder"
PRINT : PRINT "2 => Tests ausgeben (ohne Hinweis)"
PRINT : PRINT "3 => (mit Hinweis)"
PRINT : PRINT "4 —> Textfiles léschen"
PRINT : PRINT " (a= 4) 5
CET FS
IF FS = "1" OR FS ="
460
Goro 430
F = VAL (FS)
ON F GOTO 480, 1120,930,2250
OR F$ = "5" OR FS = "4" THEN
REM Eingabe von Textfiles
ONERR GOTO 1820
HOME : PRINT "Maximal 10 Satze 1": PRINT
INPUT "Wie viele Aufgaben 7 "; AF
IF AF > 10 THEN AF = 10
GOSUB 1920: REM Definitionen
HOME
PRINT "<ESC> = Neueintrag"
FOR I = 1 TO AF
PRINT ; PRINT 1;"'.";TW$;":"
PRINT
GET AS
IF A$ = CHR§ (27) THEN 2230
IF A$ = CHRS (13) THEN 640
PRINT AS; :S$(I) = S8(I) + AS
GoT0 590
PRINT : NEXT I
PRINT
PRINT : PRINT "Welche Antworten erwarten Sie? ":
PRINT
FOR I = 1 TO AP
PRINT I; "02"
GET BS
IF B$ = CHR (13) THEN 730
PRINT BS; :RS(I) = RS(I) + BS
GoTo 690
PRINT : NEXT I
PRINT : INPUT "Test—Name:
GOTO 1650: REM Kontrolle
PRINT DS; "OPEN"; NNS
PRINT DS; "WRITE" ; NNS
PRINT AF
FOR I= 170 AF
PRINT S$(I)
NNS
810
820
850
840
850
860
870
880
890
900
910
920
929 :
930
940
950
960
970
980
930
1000
1010
1020
1030
1040
1050
1060
1070
1080
1090
1100
1110
11g
1120
1130
1140
1150
1160
1170
1180
1190
1200
1210
1220
1230
1240
1260
1260
1270
1280
1289
1290
1300
1310
1320
1330
1340
1360
1360
1370
1380
1390
1400
1410
1420
1430
1440
1450
1460
1470
1480
1490
1500
1510
1520
1529 :
1530
1540
1550
1559
1560
1570
1580
1589
NEXT I
FOR I = 1 TO AF
PRINT R§(I)
NEXT I
PRINT
PRINT D$; "CLOSE" ;NNS
PRINT D$; "LOCK" ; NNS
HOME
INPUT "Weitere Eingaben J/N?";FFS
IF FF§ = "J" OR FF§ = "j" THEN RUN 480
IF FF$ = "N" OR FF$ = "n" THEN 1290: REM Probelauf
coro 890
REM Hinweise fir Schiiler
HOME : INVERSE : PRINT "SCHULER-PROGRAMM
PRINT ; PRINT "HINWEISE:": NORMAL : PRINT
PRINT "Hier kannst du deine Rechtschreibkennt-"
PRINT “nisse dberprifen, Suche dazu gleich aus"
PRINT "der Auswahl den kurzen Text, den du be-"
PRINT “arbeiten willst. In jedem Text sind”
PRINT "Fehler, die du finden sollst. Gib die"
PRINT “richtige Schreibweise ein und beende"
PRINT “jede Antwort mit <RETURN>. Die Reihen-
PRINT "folge deiner Antworten ist beliebig."
PRINT : PRINT "Am Ende sage ich dir, welche
Antworten"
PRINT "richtig waren, und zeige dir die Lésun—"
PRINT "gen."
PRINT : PRINT "Wenn ein Drucker angeschlossen ist, "
PRINT "kannst du auch einen Ausdruck zur wei-"
PRINT “teren (bung erhalten."
PRINT : PRINT "Viel Erfolg und SpaB!"
GOSUB 1560
REM Ausgabe
HOME : PRINT
POKE 44515,67: PRINT CHR$ (4); "CATALOG"
PRINT : INPUT "Titel: ";NNS
PRINT DS; "OPEN" ; NNS
PRINT D$; "READ"; NNS
INPUD AF
FOR I = 1 TO AF
GET AS:S$(I) = S$(I) + AS: IF AS = CHR (13) THEN
1230
Goro 1200
INPUT S§(T)
NEXT I
PRINT
FOR I = 1 TO AF
INPUT _R§(I)
NEXT I
PRINT DS: "CLOSE" ;NNS
REM Textausdruck Bildschirm
HOME
PRINT "Bearbeite jetzt bitte '";NNS;"'I"
PRINT "—
PRINT
FOR I= 170 aF
PRINT S$(I)
NEXT I
PRINT : PRINT "Im Text sind ";AF;" Fehler: "
PRINT
FOR J = 1 TO AF
PRINT J;"_ => "ji INPUT ANS(J)
X$ = ANS(J): GOSUB 1590:
NEXT J
PRINT
PRINT "Du hast ";Z;" Antworten gewuBt!"
PRINT "Die richtigen Lésungen heigen: "
FOR I = 1 70 aF
PRINT R§(T)
NEXT I
GOSUB 1560
GOSUB 1690
CLEAR : GOSUB 1920
GoTo 1130
REM Zahlung,
REN AHeAREN EHH EH RMN EMR ASeOrHE SIRS
REM « Subroutinen .
REN *kt+aceeteesetsesserennnannnaneenees:
REM Fortsetzung
INVERSE : VTAB 24: INPUT “WEITER MIT <RETURN> "
NORMAL
HOME : RETURN
26
Peeker 3/85
aminmon PIPBBMBDEEKER 94
Abonnement bestelit MAGAZIN FUR APPLE-COMPUTER
Ja, ich méchte »peeker« abonnieren.
Liefern Sie mir »peeker« ab der nachsten Ausgabe zum Einfiihrungspreis von
nur DM 58,~. 1985 erscheinen 11 Ausgaben (1 Doppelheft). Ich spare dabei
gegeniber dem Einzelkauf genau DM 13,50. Es entstehen mir keine weiteren
Kosten. Die Lieferung erfolgt frei Haus. Porto, Verpackung und Zustellgebuhren
Ubernimmt der Verlag. Der Einfilhrungspreis fiir das Ausland betragt DM 58,-
zuztiglich Versandspesen.
Ich wiinsche jahrliche Berechnung
0 durch Verlagsrechnung oder (] Abbuchung von meinem Bank- bzw.
Vertrauensgarantie:
Ich habe davon Kenntnis genommen,
daB ich die Bestellung schriftlich durch
Mitteilung an den Verlag innerhalb von
7 Tagen widerrufen kann. Zur Frist-
wahrung geniigt die rechtzeitige Ab-
sendung des Widerruts.
Postscheckkonto
peeker
Leserservice
Postfach 10 28 69 Bank/Pocha
6900 Heidelberg 1 —" =
Deane Unterschrift
@& Abo-Karte
MAGAZIN FUR APPLE-COMPUTER
Fir Ihre Unterlagen ceker
Folgende Bucher bestellt:
Bitte senden Sie mir gegen Rechnung folgende Bucher:
[1 Apple Assembler, DM 34,-
CO Apple I Basic Handbuch, DM 32,-
C Apple DOS 3.3, DM 28,-
(J Apple Il leicht gemacht, DM 28,-
CO Apple Maschinensprache, DM 49,-
am: Ui Apple ProDOS, Band 1, DM 28,-
bei: OC Arbeiten mit dem Macintosh, DM 54,-
CO BASIC-Ubungen fiir den Apple, DM 38,-
peeker
Versandbuchhandlung
Postfach 102869
6900 Heidelberg 1
Fir Ihre Unterlagen cel KER
Folgende Disketten
und Programme bestellt:
MAGAZIN FUR APPLE-COMPUTER
Datum Unterschrift
@ Buch-Shop
Bitte senden Sie mir
gegen Rechnung folgende Apple-Programme:
GB 5 Peeker-Sammeidiskette, Heft 1-2, 1 Apple DOS 3.3, Begleitdiskette, DM 28,—
w 1984, DM 28,— CO Apple ProDOS, Band 1, Begleitdiskette,
' CO Peeker-Sammeldiskette, Heft 1-2, DM 26.
@ 1985, DM 28,- O Apple Assembler, Begleitdiskette, DM 28,—
1 Peeker-Sammeldiskette, Heft 1-2, 7 Hea 1:05 al DM 68
1985, Steuererklérung 1984, CP/M, © MMU 2.0, Programm, -
am: DM 28,— CO INPUT 2.0, Programm, DM 98,—
Ps © Softbreaker 1.0, Programm, DM 48,—
belt 0 DB-Meister, Programm, DM 290,—
peeker Superplot, Programm, DM 48,—
Softwareabteilung
Postfach 10 28 69 Datum Unterschrift
6900 Heidelberg 1 a
Firma
Rbteilung
PLZ/Ort
Vertrauensgarantie:
Ich habe davon Kenntnis genommen, daB ich die Bestellung
sschriftich durch Mittellung an den Verlag innerhalb von
7 Tagen widerrufen kann. Zur Fristwahrung geniigt die
techtzeltige Absendung des Widerruts.
Datum
Unterschritt
Vertagshinweis:
Das Abonnement verléngent sich zu den jeweils giltigen
Bedingungen um ein Jahr, wenn es nicht 2 Monate vor
Jahresende schrittch gekUndigt wird.
fo WS bitte volistandig ausfillen
Vorname, Name
Sho
Firma
i we Buch
g
Fi
e
Telefon mit Vorwahl
|
Karte bitte vollstandig ausfiillen
Vorname, Name
Firma
Strafie
PLO
Telefon mit Vorwahl
~~ Software-Karte
POSTKARTE
peeker
Leserservice
Postfach 10 28 69
6900 Heidelberg 1
POSTKARTE
peeker
Versandbuchhandlung
Postfach 10 28 69
6900 Heidelberg 1
POSTKARTE
peeker
Softwareabteilung
Postfach 10 28 69
6900 Heidelberg 1
REM Fehlerzéhlung
FOR I = 1 70 aF
IF X$ = R$(I) THEN 1630
NEXT I: RETURN
Z= 2+ 1: RETURN
REM Frage Prifung
PRINT : PRINT “Alles korrekt (J/N) ":: INPUT WFS
IF WF§ = "J" OR WFS = "j" THEN HOME : GOTO 760
IF WF = "N" OR WFS = "n" THEN HOME ; GOTO 2240
GoTo 1650
REM Weiter/Ende
HOME
VTAB 11: PRINT " neuer Text"
PRINT : PRINT“ _D = Ausdruck des letzten Textes"
PRINT : PRINT" E = Ende": PRINT
PRINT " "
GET WES: IF WES =
RETURN
IF WE = "D" OR WES = "a" THEN 2000
IF WE$ = "E" OR WES = "e" THEN 1790
GOTO 1690
HOME : VTAB 15: HTAB 14: PRINT "Tschii8 ... ": FOR I
= 170 1500: NEXT
HOME
END
REM Fehler
FE = PEEK (222)
IF FE
IF FE
GOTO 1880
IF FE = 11 THEN GOTO 1120
FES = "BITTE AUFPASSEN!”
PRINT CHR$ (7): HOME : VTAB 15: FLASH
PRINT FES
FOR I = 1 TO 3000: NEXT : NORMAL
PRINT D$; "DELETE" ;NN$: GOSUB 1920: GOTO 1130
REM Definitionen
D$ = CHRS (4)
TES = "LEGASTHENIKERTESTS": REM Programmtitel
TRS = " SATZ":TX$ = " FEHLER”
2 = 0: REM Fehlerzéhler
NNS = "Leerdatei"
CODES = "LEPGM": REM Passwort
RETURN
REM Ausgabe Drucker
PR# 1
PRINT “TESTNAME: ";NNS
PRINT : PRINT "DIE VORGABEN:": PRINT
FOR I= 170 AF
PRINT I;", Satz:"
PRINT S$(I)
NEXT I
PRINT : PRINT "RICHTIG WAR: ": PRINT
FOR I = 1 10 aF
PRINT I;". ";R$(I)
NEXT I
PRINT : PRINT "DEINE ANGABE: ":
FOR T= 170 aF
PRINT I;". ";ANS(I)
NEXT I
PRINT : PRINT "RICHTIG: "32,
PR# 0: HOME : GOTO 1500
REM Anlage Prifdatei
PRINT D$; "OPEN" ; NNS
PRINT D$; "WRITE" ; NS
PRINT D$;"CLOSE" ; NNS
RETURN
REM Fehlerkorrektur Eingabe
CLEAR : GOSUB 1920: GOTO 480
REM Textfiles léschen
HOME
W" OR WES = "w" THEN HOME
PRINT
: PRINT
PRINT DS; "CATALOG"
PRINT
VTAB 23: INPUT "Welches File léschen ? ";NMS
HOME : VTAB 12: PRINT "Sie léschen jetzt '™;NMS;""
(3/N)":
INPUT ASS
IF AS$ = "J" OR AS$ = "j" THEN 2370
IF_AS$ <> "J" OR ASS <> "j" THEN 350
PRINT CHR$ (4); "UNLOCK"; NMS
PRINT CHR$ (4); "DELETE"; NMS
GOTO 350
Peeker 3/85
DB-MEISTER
AdreB- und Schemabriefprogramm
Der DB-Meister ist ein in Assembler
geschriebenes, ungewéhnlich schnel-
les, unkompliziertes und zugleich
»narrensicheres“ AdreB-, Datei- und
Schemabriefprogramm.
Der DB-Meister dient zum Anlegen,
Pflegen, Sortieren, Selektieren und
Ausdrucken von Dateien aller Art. Als
Apple-Benutzer wissen Sie, wie lang-
sam viele Programme dieser Art sind.
Nicht so der DB-Meister!
Drei Beispiele:
— Jeder beliebige von 560-999 Re-
cords wird nach Indexfeldern in 0,2
Sekunden gefunden.
— Eine komplette Datendiskette mit
z.B. 600 Records !aBt sich in 1
Minute nach 3 Feldern sortieren
und untersortieren. Dabei ist die
Zeit flr Diskettenzugriff bereits mit-
gerechnet.
— Das Einlesen eines 50 Sektoren
langen Programm-Moduls dauert
nur 3,5 Sekunden.
Technische Daten des DB-Meisters
— Recordlange bis zu 230 Zeichen
— 560 bis 1000 Records pro Daten-
diskette
— Maximal 25 Felder pro Record
— 4 Datentypen (String, Integer, Dezi-
malizahl, Real)
— Suche nach 3 Indexfeldern — je 4
Zeichen lang — mit Wildcard-Funk-
tion
— Sortieren und Filtern (kumuliertes
Selektieren) geschieht nach den
Index-Feldern
— Ausdruck der Dateien als Etiketten,
Listen und Schemabriefe (mit Fel-
der- und Tastatureinschiiben an be-
liebigen Stellen des Formbriefes)
— normal kopierbare Programmdisket-
te, unterteilt in Hauptprogramme
und diverse Hilfsprogramme
— einsatzfahig auf Apple lle oder lic.
(Achtung: Brief-Modul lauft nicht mit
Videx-Karte!)
— 256K RAM-Disks verwendbar
Gesamtpreis 290,— (2 Disketten +
gedrucktes Manual)
U. Stiehl
c/o Dr. A. Hiithig Verlag
Postfach 10 28 69 - 6900 Heidelberg
9449449444454 Schule 44
29
Applesoft hat nur eine 9stellige Mantisse. Wie man trotzdem
eine héhere Prazision bei den Grundrechenarten in Basic
erreichen kann, zeigt der nachfolgende Aufsatz, der speziell
fiir den Informatikunterricht in der Schule gedacht ist.
Hohere Prazision
bei den vier
Grundrechenarten
von Konrad Steinmeier
Applesoft speichert reelle Zahlen mittels
eines einigermaBen komplizierten Verfah-
rens, auf das in diesem Aufsatz nicht ein-
gegangen werden soll. Nach erfolgter Um-
formung wird die reelle Zahl schlieBlich
durch eine Folge von 5 natiirlichen Zahlen
aus dem Bereich von 0 bis 255 dargestellt
Diese werden im AnschluB an den Varia-
blennamen, der zwei Speicherplatze in
Anspruch nimmt, abgelegt, so daB eine
reelle Variable insgesamt 7 Bytes bendtigt.
Die Tatsache, daB zusatzlich Integer-Va-
riablen eingefiihrt wurden, ist unverstand-
lich. Einerseits filhrt deren Verwendung
nicht, wie man zunachst annehmen mag,
zur Einsparung von Speicherplatzen. Sie
lassen sich zwar durch zwei Bytes darstel-
len, belegen aber nichtsdestoweniger ge-
nausoviel Platz wie reelle Variablen. Die
zur Darstellung nicht bendtigten Bytes
werden mit Nullen gefillt und sind somit
verschwendet. (Das Gesagte gilt nur fur
die einfachen Integer-Variablen. Dimen-
sionierte integer-Variablen = Integer-Ar-
rays benétigen nur je 2 Bytes pro Zahl. Der
Vorteil von Integer-Variablen kommt nur
bei Compilern zum Tragen. Anm. d. Red.)
Ferner tragen sie auch nicht zur Beschleu-
nigung des Programmablaufs bei. Da sie
30
vor der Verarbeitung jedesmal in FlieB-
kommazahlen umgewandelt werden miis-
sen, wird der Programmablauf sogar ver-
langsamt. Man kann das leicht an einfa-
chen Beispielen nachpriifen:
Beispiel 1
101 = 1: FOR X = 1 TO 12634:
J = ll: NEXT
Beipiel 2
10 1% = 1: FOR X = 1 TO 12634:
J% = 1% * 1%: NEXT
(1) wird in 50s abgearbeitet, (2) dagegen
braucht 65s, also eine um 30% langere
Zeit!
Die bisherigen Ausfiihrungen machen ver-
standlich, daB Applesoft — wie nicht anders
zu erwarten — mit beschrankter Genauig-
keit arbeitet. Nun kénnte aber durchaus
gelegentlich der Fall eintreten, da8 das
Ergebnis einer Berechnung mit gro8erer
Genauigkeit gewiinscht wird. Dazu dient
das nachfolgende Programm MULTIPRE-
CISION. Es behandelt die vier Grund-
rechenarten, wobei es den folgenden Be-
schrankungen unterworfen ist. Um dem
40-Spalten-Format des Bildschirms ge-
recht zu werden, werden nur Zahlen verar-
beitet, die aus maximal 18 Zeichen beste-
Peeker 3/85
4) schule 44
hen. Eingaben, die langer sind, werden
automatisch auf 18 Zeichen gekiirzt. Addi-
tion, Subtraktion und Multiplikation lassen
Dezimalbriiche zu. Negative Zahlen wer-
den nicht akzeptiert. Allerdings darf das
Ergebnis einer Subtraktion auch negativ
sein. Die Division wird nur in der Menge
der natlirlichen Zahlen durchgefuhrt, wo-
bei auch der Divisionsrest ausgegeben
wird. Diese Einschrankungen wurden vor-
genommen, um mehrere Methoden ein-
bringen zu kénnen und um das Programm
nicht unnotig zu komplizieren. Sie sind
also nicht grundsatzlicher Natur. Immerhin
werden aber in allen Fallen die Ergebnisse
in vollstandiger Genauigkeit, d. h. mit ma-
ximal 36 Ziffern, ausgegeben.
Es folgt eine kurze Beschreibung der ver-
wendeten — eher primitiven — Techniken.
1. Eingabe der Operanden
(ab Zeile 7001)
Die Operanden werden als Strings einge-
geben und anschlieBend ziffernweise in
den Speichern der Arrays S1(I) und S2(I)
abgelegt. Der Vorgang ist relativ umstand-
lich, da die Operanden flr die verschiede-
nen Operationen in unterschiedlichen Po-
sitionen plaziert werden miissen. Der
Grund hierflir wird spater ersichtlich. Zu-
dem miissen Vor- bzw. Nachkommaziffern
getrennt abgespeichert werden, da sich
anderenfalls, insbesondere beim Multipli-
kationsalgorithmus, gewisse Schwierig-
keiten ergeben wurden (7080-7130). Zu-
dem wurde dafiir Sorge getragen, daS
auch dann korrekte Ergebnisse geliefert
werden, wenn die Variable DYM (siehe
Tabelle 4) mit einer gréBeren Zahl belegt
wird, so daB Eingaben mit mehr als 18
Zeichen mdglich sind. GréBenvergleiche
(7150-7190) konnten sich daher nicht der
VAL-Funktion bedienen. Das Programm
wird dadurch etwas umfangreicher (und
langsamer). Andererseits ist aber so die
Zeichenzahl der Operanden nur den fir
Strings geltenden Beschrankungen unter-
worfen.
2. Sicherung gegen Eingabefehler
(ab Zeile 6001)
Zunachst werden fuhrende Nullen besei-
tigt (6020). Zahien, die kleiner als 1 sind
und in amerikanischer Art (ohne Vorkom-
manull) eingegeben wurden, werden dann
in deutsche Darstellungsweise umgewan-
delt (6030). Dann werden Eingaben, die zu
lang sind, auf 18 Zeichen gekiirzt (ohne
Peeker 3/85 31
|
Rundung; 6110). Strings, die
Showing the first 100000 of 324298 characters.