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Nr.4/85 April
DM 6,50, sfr 6,50, 6S 50, Lit 5900, hfl 7,50
= FUR APPLE- Comes
aia nn
eS lBEaE
=
* Original
CoPytIGht by Son E.
EEO a ico
Graf-quattro
Ment-Generator,
Macros fiir 65C
Modem-Program
Apples Maus lernt Pascal
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Wiederverkaufer bitte nur schriftlich anfragen (Kopie der Gewerbeanmeldg beilegen).
Kein Thema wird momentan heftiger dis-
kutiert als das Kopierwesen in der EDV-
Branche, denn zur Zeit versucht die Soft-
ware-Industrie mit allen ihr zur Verfiigung
stehenden Mitteln (strafrechtlich: Haus-
durchsuchung, Beschlagnahme usw.; zi-
vilrechtlich: Abmahnung, Schadenersatz
usw.), den Raubkopierern auf den Pelz zu
rucken. Deshalb beginnt der vorliegende
Peeker mit einem Feature Uber Software
und Kopierrecht, wobei ich aber im Ge-
gensatz zu manchen anderen Darstellun-
gen nicht nur fir die Software-Urheber,
sondern auch flr die Software-Benutzer
Partei ergreifen werde, weil teilweise der
Versuch unternommen wird, aus dem Ur-
hebergesetz einen fiir Software geltenden
Sonderschutz herauszudeuteln, fur den es
de jure keine Grundlage gibt. Das EDV-Ur-
heberrecht steht aus zwei Griinden auf
sehr wackligen Beinen: Zum einen ist im
deutschen Urheberrechtsgesetz das sog.
»Computerwerk“ (= Computerprogramm)
mit keinem Wort erwahnt und damit auch
nicht gesondert geregelt. Zum anderen
gibt es fast keine Software-Streitfalle, die
in Form von Musterprozessen durch alle
Instanzen geboxt wurden. Deshalb kann
man in Detailfragen nur MutmaBungen
auBern, indem man die Paragraphen ,,ana-
log“ auslegt.
Beispiel: Programmiersprachen
Prof. Dr. H. Hubmann ist der Meinung, daB
Computerwerke den Sprachwerken zuzu-
ordnen sind: ,Gleichgiltig ist auch, wel-
che Sprache gewahlt wurde, ob die inlan-
dische oder eine fremde, ob eine lebende
oder eine tote, ob eine Kunstsprache, wie
Esperanto, oder eine Computersprache,
wie Algol usw. (,,Urheber- und Verlags-
recht“, S. 90). An anderer Stelle heiBt es:
»Die Methode und Technik des Schaffens
sowie die vom Inhalt losgeléste Formge-
bung als solche sind nicht Gegenstand
des Urheberschutzes; eine Sprache wie
Esperanto, eine Schrift wie Stenographie
oder eine Versform sind nicht geschiitzt".
(S. 86).
Was wilde daraus folaen? Wenn Compu-
terwerke Sprachwerke sind, dann sind
Computersprachen Sprachen. Da jedoch
weder Sprachen wie Englisch oder
Deutsch noch Dialekte wie Hessisch oder
Schwabisch Urheberschutz genieBen, wa-
ren auch weder Computersprachen wie
Pascal oder Basic noch Computerdialekte
wie Microsoft-Basic oder Wang-Basic ge-
schitzt. Und dies wirde konkret bedeu-
ten: Aus urheberrechtlicher Sicht wiirde
jedermann ohne Lizenz Applesoft-Basic
benutzen diirfen, wie auch jedermann
Hessisch benutzen darf.
Man k6nnte jetzt noch einen Schritt weiter-
gehen und auch die Betriebssysteme, die
Ublicherweise mit den Programmierspra-
chen verwoben sind, den Computerspra-
chen zuordnen. Folglich waren dann Disk-
Operation-Systems wie CP/M, MS-DOS,
Apple-Pascal, DOS 3.3 und ProDOS nicht
urheberrechtlich schutzfahig. Wenn dem
so ware, wiirde dies letztlich einer Sy-
stemfirma wie Microsoft, die iberwiegend
vom Verkauf selbstentwickelter Program-
mier- und Betriebssysteme lebt, die Exi-
stenzgrundlage entziehen, weil jedermann
die Microsoft-Sprachen unentgeltlich be-
nutzen diifte, wie dies ja auch bei Espe-
ranto der Fall ist. Mit dem gegenwartigen
deutschen Urheberrechtsgesetz kommt
man also hier keinen Schritt weiter.
| canted
[uw
Ulrich Stieht
Peeker
Magazin fir Apple-Computer
2. Jahrgang 1985
ISSN 0176-9200
© fr den gesamten Inhalt
einschieBlich der Programme
Dr. Alfred Huthig Verlag,
Heidelberg 1985,
\Verleger und Herausgeber:
Dipl.-kim. Holger Hithig
Geschaftsfahrung Zeitschriften
Heinz Melcher
Chetredakteur:
Ulrich Stieh! (us) Tel. (06221) 489352
(Bitte nur in redaktionelien Angelegenhelten
anrufen)
Anzeigenieitung:
Jirgen Maurer, Tel. (06221) 4892 18
2. Zt gilt Anzeigenpreisiiste Nr. 3
Vertriedsleitung:
Ruth Biller, Tel. (06221) 48.9280
Produktionsleitung: Gunter Sokollek
Gestaltung: Rainer Schmitt
Titelbild: Creative Computer
Service, Mannheim
Impressum
Kurzberichte
— Auf dem Abstellgleis: Steve Wozniak .
— AUGE und Apple-Miinchen
—ProDOS-Bicher und -Aufsatze .
— Erganzungen zu ,,ProDOS“
— Apple-Bicher im Preisvergleich .
Leserbriefe
Testberichte
Mailmerger und Appleworks
Erphi-Controller . ew. & koe &
INTERTEXT — Internationale Textautomation
— Akustikkoppler AK 300 .
— Akustikkoppler dataphon s-21-d .
— Parallelport-Karte flir Apple Il .
Quickies (Kurzprogramme)
SCREEN80 — Ile-80-Z/Z-Drucker-Dump
SCREENS80.SAVER — Ile-80-Z/Z-Disk-Dump :
INALL— INPUT fir DOS/ProDOS. . . .
PRODOS.READER - Textfile-TYPE-Routine
)
P
33
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20
30
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48
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67
EEkER
JAGAZIN FUR APPLE-COMPUTER
Knock, knock! Who’s there?
Software und Kopierrecht von Ulrich Stiehl
Graf-quattro
Kinstlerische Grafik flr jedermann
Teil 1: Wie ein Supereditor entsteht von N. G. Barbieri
Menii-Generator fiir den Apple Il
von Dr. H. Kersten
Macros fiir die neuen Befehle des 65C02
von Dipl.-Oec. Edgar Meyzis
Terminal-Programm fir den Apple Il
von Andreas Lecreux
ProDOS fiir Anfanger
Teil 2: Das definitorische Grundgerist von Ulrich Stiehl
Apples Maus lernt jetzt auch Pascal
von Jiirgen GeiB
CP/M fir Einsteiger
von Jérg Lange
Microsoft Basic leicht geMACht
Teil 3: Die Ein- und Ausgabe von Pit Capitain
Handler-Profil:
Orgasoft plant fiir die Zukunft
Veriag:
Dr. Alfred Huthig Veriag GmbH
Im Weiher 10, Postfach 102869
6900 Heidelberg
Telefon (06221) 489-1
Telex 4-6 1727 hued d.
Vertrieb Handel
8057 Eching b. Munchen,
Erscheinungsweise: 12 Hefte jahrlich,
Erscheinungstag jewells 1 Woche vor Monatsbeginn.
Jahresabonnement DM 58, einschiieBlich MwSt,
im Inland portofrei. Einzelheft OM 6,50
MZV — Modemer Zeitschriften Vertrieb GmbH
Bresiauer Str. 5, Postfach 1123,
Tel. 089/319 1067, Telex 0522656
Zahlungen: an den Dr. Alfred Huthig Verlag
GmbH, D-6900 Heidelberg 1: Postscheck-
konten: BRO: Karlsruhe 485 45-753
Osterreich: Wien 75558 88; Schweiz: Base!
40-24417; Niederlande: Den Haag 1457 28;
Bankkonten: Landeszentralbank Heidel-
berg 67 207 341; BLZ 67200000; Deutsche
Bank Heidelberg 02165041; BLZ
672 70003; Bezirkssparkasse Heidelberg
20451, BLZ 67250020.
Italien: Mailand 47718; Belgien:
Briissel 728026; Danemark: Kopenhagen
34969; Norwegen: Oslo 994.24;
‘Schweden: Stockholm 5477 76-5
Herstellung: Heidelberger Verlagsanstalt
Printed in Germany
Knock, Knock!
Who’s there?
Software und Kopierrecht
von Ulrich Stieht
Wenn es in diesen Tagen an der Tiir klopft,
ist es méglicherweise nicht der Brieftrager
(,The postman aiways rings twice...“,
Cain). Denn zur Zeit findet eine groB ange-
legte Hausdurchsuchungswelle bei mut-
maBlichen Raubkopierern statt. Polizisten
stirmen die Studentenbuden in Karlsruhe
und anderen Informatik-Hochburgen und
beschlagnahmen neben den vermuteten
Schwarzkopien auch Apple-Hardware als
»Raubkopiererwerkzeug“. Dabei soll es
dem Vernehmen nach zu peinlichen Ver-
wechslungen gekommen sein. So wurden
neben den ,,Handlern" auch die Kaufer
belangt. Ferner kassierte die Polizei in Un-
kenntnis der Sachlage offenbar teils Origi-
nalprogramme sowie Videobander, Ton-
bandkassetten u.a.m.
Wir sind der Meinung, daB das Kopierun-
wesen, das inzwischen groteske Formen
angenommen hat, unbedingt eingedammt
werden muB. Es ware jedoch ratsam,
wenn man etwas differenzierter vorginge.
Es genigt nicht, daB man nur die Schiller
und Studenten anschwarzt und zu den
Priigelknaben der Nation macht, denn
auch bei den_,offiziellen* Handlern wird
zuhauf kopiert. Nur spricht man hier nicht
von ,Schwarzkopien“, sondern verbra-
mend von ,,Sicherungs- und Arbeitsko-
pien".
Aus diesem aktuellen AnlaB befassen wir
uns nachfolgend in extenso mit der ,,Ver-
vielfaltigung zum pers6nlichen Gebrauch“
(§ 53 UrhG) und zeigen auf, was nach dem
gegenwartigen Urheberrechtsgesetz er-
laubt und verboten ist. Als Quellen benut-
zen wir , Hubmann, Urheber- und Verlags-
recht, 4. Aufl., Beck-Verlag" (kurz Hub-
mann genannt) sowie ,Fromm/Norde-
mann, Urheberrecht, 5. Aufl., Kohlham-
mer-Verlag“ (kurz Nordemann genannt).
Die eingestreuten Schaubilder stammen
aus meinem _,,Verlagsbuchhandler", S.
66ff.
Zur Einstimmung in das Thema zunachst
einige Fakten zum Kopierunwesen, die
unbewiesen in den Raum gestelit werden.
Haken Sie einmal ab, was Ihnen bekannt
vorkommt!
1. Bibliotheken: ,,Bibliotheken haben in
den letzten Jahren Fotokopierautomaten
aufgestellt, mit denen jeder Bibliotheksbe-
nutzter fotokopieren kann, was und wieviel
er will.“ (Nordemann, S. 328)
2. Kopiershops: ,,Gewerbliche Fotoko-
pieranstalten fragen ebenfalls nicht nach
Zweck und Zahl, wenn ihnen Auftrage er-
teilt werden.“ (Nordemann, S. 328)
3. Schulen: ,,In vielen ... Schulen werden
.. aus dem Exemplar der Lehrerbiicherei
Peeker 4/85
oder gar aus einem kostenlosen Ansichts-
exemplar ganze Kapitel fotokopiert und im
Unterricht verwendet.“ (Nordemann, S.
328)
4. Computerclubs: Die einschlagigen
Treffen der AUGE usw. dienen meist we-
niger dem Erfahrungs- als vielmehr dem
Programmaustausch, wobei die kopierge-
schitzten Programme mittels ,,Kopien der
kopiergeschitzten Kopierprogramme ko-
piert“ werden. (,,Der Tag geht zu Ende,
Johnny Locksmith kommt...")
5. Hardwarehandler: Bei den Handlern
sind Kopien von Originalprogrammen oft
Zugaben zur kauflich erworbenen Hard-
ware (,Kommen Sie mal hinter. Hab’ da
noch was fiir Sie...“).
6. Kleinanzeigen: In Kieinanzeigen vieler
Zeitschriften werden unter Rubriken wie
»Verkaufe“ und ,Tausche" Kopien von
Originalprogrammen angeboten. (,,Wegen
Systemwechsel zu verkaufen...“).
1. WAS IST EIN COMPUTERWERK?
Das ,,Gesetz Uber Urheberrecht und ver-
wandte Schutzrechte“ (= Urheberrechts-
gesetz = UrhG) vom 9. September 1965
soll die Urheber von Werken der Literatur,
Wissenschaft und Kunst in bezug auf ihre
Werke bis zu 70 Jahre nach dem Tod des
Urhebers schitzen (§ 1 UrhG). Das UrhG
enumeriert in § 2, Absatz 1 u.a. folgende
Werkarten:
@ Sprachwerke
@ Musikwerke
anzkunstwerke
@ Kunstwerke
@ Lichtbildwerke
@ Filmwerke
»Computerwerke“ (= Computerprogram-
me) werden also nicht gesondert erwahnt.
Insoweit ist es fraglich, ob Computerpro-
gramme eine vom gegenwartigen Gesetz
noch nicht gesondert erfaBte spezielle
Werkkategorie darstellen oder den wis-
senschaftlichen Sprachwerken zu subsu-
mieren sind. Momentan wird man wohl das
letztere annehmen missen, so daB die
Kopier- und Zitierrecht-Paragraphen, die
vorwiegend auf wissenschaftliche Sprach-
werke abheben, analog anzuwenden sind.
Zumindest dirfte sich der in Druckform
oder als Datentrager erschienene Quell-
code eines Programms wegen der verba-
len Kommentare zweifelsfrei als wissen-
schaftliches Sprachwerk bezeichnen las-
sen. In Einzelfallen wird man ,Computer-
werke" auch den Kunstwerken oder Mu-
sikwerken zuordnen kénnen, z.B. bei mu-
sikalisch untermalten Computergrafikpro-
grammen.
4 gag recht gg
1.1. Pers6nliche geistige
Schépfung
Als Werk gemaB § 2, Absatz 2 gilt nur die
»pers6nliche geistige Schépfung":
Personlich besagt, daB das Werk von ei-
ner natirlichen Person erstellt werden
muB. Mechanisch, automatisch oder com-
putermaBig hergestellte Produkte sind
demzufolge keine urheberrechtlichen
Werke. So ist beispielsweise der mit Hilfe
eines Assemblers erstellte Quellcode ei-
nes Programms ein Werk. Ob jedoch der
auf dem Quellcode basierende Objekt-
code ein Werk darstellt, ist umstritten,
denn dieser wird bekanntlich nicht ,,per-
sOnlich“, sondern ,mechanisch“ per
Knopfdruck erzeugt. Wurde man dagegen
den Objektcode direkt in Maschinenspra-
che, d.h. onne Zuhilfenahme eines As-
semblers schreiben, so wirde auf alle Fal-
le ein ,persénliches“ Werk geschaffen
werden. Aus urheberrechtlicher Sicht be-
steht der Quellcode teils aus Befehiskiir-
zein, die in einer kinstlichen Program-
miersprache formuliert sind, sowie teils
aus Kommentaren, die in einer natiirlichen
Sprache geschrieben sind. Der aus dem
Quellcode durch Assemblierung oder
auch durch Compilierung entstandene
Objektcode ist lediglich eine Folge hexa-
dezimaler Zahlen, die vom Mikroprozessor
als Maschinenbefehle interpretiert wer-
den. Eine Zahlenfolge als solche, z.B. die
dezimale Folge 2, 3, 5, 7, 11, 13...(Prim-
zahlen), ist nicht automatisch ein Compu-
terwerk, wie auch eine Tonfolge, z.B. c, d,
e, f, g, a...(Tonleiter), nicht automatisch ein
Musikwerk ist. In beiden Fallen fehit die
»personliche“ Note. Der Objektcode ist
zwar formal betrachtet eine ,,Uberset-
zung“, doch zweifelschne keine Uberset-
zung im Sinne einer Bearbeitung (§ 3
UrhG), wie ja auch die Computertiberset-
zung, z.B. der Prawda ins Amerikanische,
kein Werk ist. So gesehen, ist wahrschein-
lich nur der Quellcode schutzfahig, und
gerade dieser befindet sich praktisch nie
auf den Schwarzkopien der Raubkopierer.
Geistig besagt, daB das Werk im ,,Ge-
hirn“ entstanden sein muB. Ein Lied ist ein
Werk, dagegen die Darbietung des Liedes
(= Gesang) nur eine Leistung (= ver-
wandtes Schutzrecht). Ob der Objekt-
code, wenn er schon, wie wir meinen, kein
Werk darstellt, so doch wenigstens eine
»Leistung" ist, ist ebenfalls umstritten.
Schon das normale Menschenverstand
sagt uns, daB die ,,Knopfdruck*-Assem-
blierung (fur Richter: Man tippt nur das
Kurzel ,ASM“. Damit hat sich die Lei-
stung) nicht in die gleiche Kategorie wie
die echten Leistungen (Gedichtsvortrag,
Gesangsdarbietung usw.) eingeordnet
werden dari.
Die Entdeckung eines Naturgesetzes (=
Erfindung) wird nicht vom Urheber-, son-
dern vom Patentrecht abgedeckt. Auch
mathematische und logische Gesetze so-
wie Algorithmen sind grundsatzlich nicht
schutzfahig. Beispielsweise ist der im Jah-
re 1962 von C.A.R. Hoare entwickelte
Quicksort-Algorithmus kein Werk.
Schdpfung besagt, daB etwas /ndividuel-
les geschaffen werden muB, das Uber das
Alltagliche hinausgeht und somit Werkcha-
rakter hat. So fehlit beispielsweise Ge-
schaftsbriefen meist die, Schépfungshd-
he“, wahrend Gedichte fast immer ,, Werk-
charakter“ haben. Im Gegensatz zum Pa-
tentrecht muB eine Schdpfung ,,neuartig",
aber nicht neu sein. Wahrend ein Patent
grundsatzlich nur dem Ersterfinder erteilt
wird, ware im Urheberrecht auch die
175ste Implementierung von Quicksort
schutzfahig. Wie vertragt sich dies jedoch
mit der obigen Aussage? Der theoretische
Quicksort-Algorithmus als solcher ist nicht
schutzfahig, wohl aber die individuelle,
pers6nliche und zugleich ,,neuartige" im-
plementierung in einer beliebigen Pro-
grammiersprache. Je unkomplizierter je-
doch ein Algorithmus, desto geringer ist
der Spielraum fur ,Eigenschépfungen". In
der Tat laBt ein korrektes Quicksort-Modul
kaum noch Raum fir Individualitat und
»Neuartigkeit“. Groteskerweise ware eine
fehlerhafte und eben dadurch ,,individuel-
le“ Quicksort-Implementierung stets ge-
schitzt, wahrend eine korrekte Implemen-
tierung eher gemeinfrei (= nicht schutzfa-
hig) ist. Im Gegensatz zur patentmaBigen
Erfindung muB ein urheberrechtliches
Werk nicht ,.stimmen"“. Bekanntlich beruht
die gesamte schéngeistige Literatur auf
»erdichteten Dingen“, die nicht wahr sind
im Sinne tatsachlicher Begebenheiten.
1.2. Geschiitzte ,Computerwerke“
Ein ,Computerwerk“ gilt als geschitzt,
wenn es erstens eine persdnliche geistige
Schdpfung darstellt und wenn zweitens
die Schutzfrist fir das Werk noch nicht
abgelaufen ist. Wegen des Algorithmen-
charakters wird man jedoch vielen ,Com-
puterwerken“ oder zumindest den algo-
rithmischen Teilen von ,,Computerwer-
ken“ (Sortierroutinen, Rechenroutinen
usw.) die Schutzfahigkeit absprechen
missen. Gleiches diirfte wohl flr reine
»Objektcode-Werke" gelten, d.h. fir Pro-
gramme, von denen nur der Objektcode
und nicht zusatzlich der Quellcode veréf-
fentlicht wird.
Nach Ablauf der Schutzfrist — d.h. norma-
lerweise 70 Jahre nach dem Tod des Ur-
hebers — wird das Werk gemeinfrei und
darf dann von jedermann benutzt werden.
Das deutsche Urheberrechtsgesetz
schitzt selbstverstandlich zunachst nur
deutsche Staatsangehérige (§ 120). Auf-
grund internationaler Urheberrechtsab-
kommen (insbesondere Welturheber-
rechtsabkommen und Revidierte Berner
Ubereinkunft) werden Auslander im Inland
wie Inlander geschitzt (Assimilations-
prinzip, s. Hubmann, S. 21ff.). Wie vielen
Lesern sicherlich bekannt ist, sind ,Com-
puterwerke“ im amerikanischen ,,Copy-
right Act" inzwischen gesondert geregelt.
Diese Regeiungen kommen jedoch auf-
grund des Assimilationsprinzips in der
Bundesrepublik nicht zur Anwendung,
weil sich sonst der amerikanische Urheber
in Deutschland besser stellen wirde als
der deutsche Urheber selbst. Ubrigens sei
an dieser Stelle erwahnt, daB sich das
eingekreiste ,c © aus deutscher Sicht
auf das Welturheberrechtsabkommen be-
zieht (Artikel Ill: ,,...bear the symbol ©
accompanied by the name of the copyright
proprietor and the year of first publica-
tion..."). In Deutschland selbst sind derar-
tige Formalitaten nicht erforderlich.
In den USA liest man oft von Public-Do-
main-Software, d.h. vom Autor als ge-
meinfrei erklarten und damit von jeder-
mann benutzbaren Programmen. In
Deutschland ist demgegeniiber zumindest
das sog. Urheberpersénlichkeitsrecht (§
11 UrhG) unverauBerlich, so daB_ bei-
spielsweise eine Urheber, der einem
Computerclub seine Programme kosten-
los zur Verfiigung gestellt hat, wegen ge-
wandelter Uberzeugung seine Werke wie-
der zuriickziehen kann (§ 42 UrhG).
1.3. ,,Geheimwerke*
Vorab eine begriffliche Klarung: ,,Schit-
zen“ hat im Rechts- und Computerwesen
eine unterschiedliche Bedeutung. Ein
»geschitztes Urheberwerk“ ist eine
Schutz genieBende persénliche geistige
Schépfung. Ein ,geschiitztes Computer-
werk“ (= ,,Geheimwerk“) ist ein kopier-
geschiitztes Programm. Ein geschitztes
Computerwerk ist nicht notwendigerweise
ein geschiitztes Urheberwerk.
Ein Verlag, der ein Sprachwerk verlegt, ist
aufgrund des jeweiligen Landespressege-
setzes verpflichtet, 1 Vervielfaltigungs-
stiick an die entsprechende Landesbiblio-
thek sowie dartiber hinaus 1 weiteres Ver-
vielfaltigungsstiick an die Deutsche Biblio-
thek in Frankfurt in lesbarer Form abzulie-
fern (Pflichtabgabegesetz). Folglich kann
jeder Urheber anhand des fremden
Sprachwerkes priifen, ob sein eigenes
Werk in urheberrechtlichem Konflikt zu
dem hinterlegten steht. Dagegen gehdrt
es zu den Abnormitaten der ,,Computer-
werke", daB diese haufig in doppelt unles-
barer Form verGffentlicht werden: Erstens
erscheint anstelle des Quellcodes vielfach
nur der unlesbare Objektcode. Zweitens
erscheint anstelle des ungeschitzten
Codes vielfach nur der kopiergeschitzte
und mithin unlesbare Code. ,,Computer-
werke" werden somit zu ,,Geheimwer-
ken“. Sind jedoch ,Geheimwerke* Uber-
haupt schutzfahig?
Beispiel 1
Ihr holden Schwane,
Und trunken von Kiissen
Tunkt ihr das Haupt
Ins heilig-niichterne Wasser
Beispie! 2
You lovely swans,
and drunk with kisses
you dip your heads
into the sacred sober water
Beispiel 3
AO BO C1 24 BC BD BE BF
00 80 20 30 14 2A 2A3C
AO 10 11 FF 7B 2B 2A 20
DO EO 1F 3A 4C ED FD 60
Beispie/ 7 ist ein Auszug eines Gedichtes
von Hélderlin (,,Halfte des Lebens“). Wur-
de Hdlderlin noch leben, so wirde es als
Originalwerk voll unter den Schutz des
Urheberrechtsgesetzes fallen. Analoges
wirde fiir die englische Ubersetzung in
Beispiel 2 gelten, die eine Bearbeitung im
Sinne von § 3 UrhG in Verbindung mit § 23
UrhG darstellen wirde. Wie steht es je-
doch mit Beispiel 3? Handelt es sich hier-
bei um eine weitere Ubersetzung in eine
nur dem Urheber bekannte Geheimspra-
che oder um ein eigenstandiges Produkt in
der Form eines _,,unchiffrierten Geheim-
werkes", das den vollen Schutz des Urhe-
berrechts genieBt?
Nehmen wir als fiktiven Rechtsfall an, daB
ein ,Schwarzkopierer“ dieses vom _,,Ur-
heber“ veréffentlichte Werk“ (= Beispiel
3), weil er dachte, es sei ,ungeschiitzter
Quatsch“, ohne Einwilligung kopierte und
auf dem ,,Markt“ zu verkaufen versuchte,
worauf der Urheber gegen den Schwarz-
Peeker 4/85
PRO
* METRIC”
IST
DA!
B2-Motherboard mit 6502, 65C02C, Z80B, V24, Parallel-Schnittstelle, 80-Zeichenkarte,
RGB-Ausgang, 192 KB RAM DM 2299,-—
B3-Motherboard, wie B2, zusitzlich 256 KB Pseudofloppy DM 2899,--
Prometric® B2 Tischgerat ab DM 3349,--
Prometric® B3 Tischgerat ab DM 3999,--
Prometric® Portable B2, Monitor 9” ab DM 4449,--
Prometric® Portable B3, Monitor 9” ab DM 4999,--
Neu von DRV: C-DOS, das 80-Track DOS fiir B2 und Kompatible, verarbeitet Integer, DOS 3.3 und
Prodos-Files DM 149,-—
= CALVADOS, deutsche Textverarbeitung DM 299,-—
TEAC FD55F DM 499,-— YE-DATA 480 DM 694,——
TEAC FD 55 B DM 449, ERPHI-Controler DM 298,—
FDC4-Controler DM 179, SUPER-Controler DM 510,-—
Shugart-Bus-Kabel DM 45, IBM-look Gehause DM 218,-—
PREH-Commander AK87 DM 279,-— Monitor 15A
MONITOR 12A, 22 MHZ DM 355,—— 32K-PRINTER-BUFFER
M100-DRUCKER DM 825,—~ MOTHERBOARD 64 KB + Z80
Graphik-Par.- Interface DM 125,—— PSEUDO-FLOPPY 256 KB
OPERATOR 2-Tastatur DM 580,—— 80-Track-Patch CP/m 3.0
Super COM-Tastatur TIMER PLATINE
(deutsche Belegung) DM 369,-—
STEP Impuls Verdoppler
Schaltnetzteil 7 Ampere
(VDI gepr.)
Z 80 B-Karte 6 MHz (AL 5 comp) DM 799,——
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(Vererbung)
(b) Erbe (6) Vermiicht-
nisnehmer
(b oder c tritt an die Stelle von a)
(g) Einriumung eines einfachen
Nutzungsrechts
(z.B. Lizenzvertrag mit mebreren
Buchgemeinschaften g I, g II usw.)
(g I, g Il usw. verwerten neben d)
(2) Urheberrecht
Einriumung des
/ Ss, Riickrufsrecht
Nutzungsrechts
(d) ausschlie&- —_() einfaches
liches Nut- Nutzungs-
zungsrecht recht
(z.B. Verlags- —(z.B. Auffiih-
recht an einen rungsrecht an
Verlag) mebrere Thea-
(d verwertet ter) (e verwer-
allein) tet neben a)
(f) Ubertragung des Nutzungs-
rechts
(z.B. Verkauf des Verlages)
(z.B. Lizenzvertrag mit einer
Buchgemeinschaft)
(f trite an die Stelle von d oder e)
a) Unterlassung
bei nicht schuld- oder
a) Vernichtung
Urheberrechtsverletzung
Der Kliger hat Anspruch auf
an |
ae
Bekanntmachung
des Gerichtsurteils auf
haftem Verhalten, b) Uberlassung Kosten des Beklagten
oder der Vervielfalti-
b) Schadenersatz gungsstiicke und
bei Vorsatz oder Druckformen
Fahrlassigkeit
Kopieren zum eigenen Gebrauch aus Schriftwerken
(Bis 2u 7 gleiche Kopien, keine Verbreitungsbefugnis)
Persénlicher Gebrauch
a) Natiirliche Personen
b) Hiuslicher, privater, nichtbe-
ruflicher Werkgenu8
©) Werk braucht nicht erschienen
zu sein
d) Es kénnen ganze Werke ko-
piert werden
©) Keine Vergiitungspflicht
——
Wissenschaftlicher Gebrauch
a) Studenten, Privatgelehrte
b) Rein wissenschaftlicher Zweck;
nicht gegeben bei Populirwis-
senschaft (Sachbuch) oder Lite-
ratur
c) Es kénnen ganze Werke ko-
piert werden, soweit geboten
4) Werke brauchen nicht erschie-
nen zu sein
¢) keine Vergiitungspflicht
Hinweis: Eine Novellierung des Kopierrechts (UrhG § 53, 54) wird vor-
aussichtlich in naher Zukunft durchgefiihrt werden.
Sonstiger cigener Gebrauch
a) Natiirliche oder juristische
Personen
b) Kopien kann man durch Ko-
pieranstalten herstellen lassen
©) Eigener Gebrauch (z. B. firmen-
interner Gebrauch)
d) Beruflicher/gewerblicher
Zweck erforderlich
Nicht-wissenschaftlicher, rein
informatorischer Gebrauch
a) Es diirfen nur Werkteile oder
ganze Zeitschriftenaufsicze ko-
piert werden
b) Das kopierte Werk mu er-
schienen sein
c) Falls ein Werk vergriffen ist,
darf es auch als ganzes Werk
kopiert werden
d) Fir gewerbliche Unternehmen
(Industrie- und Handelsfirmen,
nicht freie akademische Berufe,
wie Rechtsanwalte) besteht Ver-
giitungspflicht
Neu im Hiithig Software Service
SUPERPLOT
Double-Hires-Utility
von Karl-Walter Bott, Programmdiskette und Manual, DM 48,—
SUPERPLOT ist eine neue, ungewoéhnlich kompakte und schnelle Ampersand-Utility fir Double Hires, die einschlieBlich eines
volistandigen ASCIl-Shape-Zeichensatzes wahlweise in Bank 1 oder Bank 2 der Language Card liegt und damit sowohl unter
ProDQS als auch unter DOS 3.3, falls letzteres in die LC-Bank geschoben wurde, benutzt und in eigene Applesoftprogramme
integriert werden kann. SUPERPLOT unterstiitzt die tblichen HGR-Befehle, denen \ediglich ein & vorangestellt werden muB,
also z. B. & HPLOT 500, 100 TO 500, 150 usw. SUPERPLOT ist speziell fiir das Plotten von beschrifteten wissenschaftlichen
Funktionskurven mit hoher Auflésung gedacht und weniger flr HGR-Spiele.
Hiithig Software Service - Postfach 102869 - 6900 Heidelberg 1
10
Peeker 4/85
APPLE ||
PASCAL
Betriebssystem
D
APPLE |I
PASCAL
Sprache
Apple II Betriebssystem,
272 Seiten, DM 49,—
Apple II Sprache,
216 Seiten, DM 39,—
Pascal 1.2 Addendum, etwa 100 Seiten,
DM 36, (1. Quartal '85)
B APPLE Il -
Anwenderhandbuch
(L. Poole)
Erst mit Hilfe dieses Leitfadens werden
E IL PASCAL
Betriebssystem und
Sprache
Erstes deutsches Referenzwerk samtlicher Befehle
und Systemroutinen von Apple II Pascal — mit Adden-
dum einschlielich Version Pascal 1.2!
Giiltig fiir Apple I, II Plus, He einschlieRlich der
128K/80 Zeichen-Konfiguration.
Betriebssystem kommentiert ausfiihrlich und in
Deutsch Funktion und Benutzung der fast 60 System-
routinen des Apple II Pascal Betriebssystems.
Sprache ist das vollstandige, deutsche Referenzwerk
der ,,Apple Pascal-Programmiersprache mit u. a. Infor-
mationen tiber professionelle Pascal-Programmierung,
Turtlegraphics, Programmbibliothek etc.
In Vorbereitung: Addendum Pascal 1.2, ein
Zusatz zum Buch ,,Betriebssystem* fiir 1.2-Benutzer in
Deutsch
Nach Unterlagen von Appie Deutschland hergestellt
te-wi Verlag GmbH
Theo-Prosel-Weg 1
8000 Miinchen 40
tai
LOGO -
deder kann programmieren
(Daniel Watt)
Sie Buch des Jahres in den USA. Fiir die
PASCAL
APR II
Unterhaltsam und leicht verst
Thren Apple I] erfoigreich einsetzen, denn
# Text und Bildmaterial gehen weit tiber das
hinaus, was herstellerseitig an Literatur
angeboten wird.
416 Seiten, Softcover, DM 56,—
APPLE II PASCAL —
Eine praktische Anleitung
(A. Luehrmann, H. Peckham)
Unentbehrlich fiir alle, die die Programmier-
sprache PASCAL lernen wollen und
Zugang zu einem Apple-Computer haben
544 Seiten, Softcover, DM 59,
3 Computer fiir Kinder
(Sally Greenwood Larson)
Ein Bu Kinder, ihre Lehrer
und Eltern,
Computer fiir Kinder* richtet
sich an Kinder im Alter von 8 bis
13 Jahren, fir deren Interesse an
Computern dieses Buch bewubt
geschrieben wurde
lich,
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wns BD cure
iz APPLE
MASCHINEN
‘SPRACHE
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und T1-99.
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APPLE Il - Bewegte 3D-Graphik
(Phil Cohen)
Selbstentworfene Graphiken und Dia
gramme — animiert oder als Standbilder -
eben oder réumlich: alle erforderlichen
BASIC-Programme mit Erklarung finden
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ca. 190 Seiten, Softcover, DM 49,-
Apple Maschinensprache
Fur BASIC-Programmierer der einfachste
Zugang zur Muttersprache des Apple. Wesent.
| lich schnellere Maschinenprogramme, direkte
Manipulation des Mikroprozessors 6502 im
Apple — als Briicke dorthin bendtigt dieses
Buch nur die drei BASIC-Befehle, POKE,
CALL, PEEK. D. InmaniK. Inman. DM 49, -
kopierer Anzeige erstattete. Es kommt zu
einer Beschlagnahme von_,,Schwarzko-
pien“ und anschlieBend zum ProzeB. Der
Schwarzkopierer behauptet, das Werk sei
eine ,,Folge von mechanischen Chiffren“,
wahrend der Urheber entgegnet, es han-
dele sich um ein ,,Hdlderlin-Ubersetzung“
in einem unknackbaren Code“. Wir wiirde
der Richter den Fall beurteilen, wenn er
das ,Geheimwerk“ nicht ~—_-vorher
»knackt"?
Aus dieser Persiflage lernen wir, daB bei
»Geheimwerken” niemand zweifelsfrei
nachpriifen kann, ob sie schutzfahig sind
oder nicht. Folglich kann auch niemand
aufgrund des Urheberrechtsgesetzes
(wohl aber u.U, aufgrund anderer Geset-
ze) zur Rechenschaft gezogen werden,
denn sonst wirde der Willkdr Tur und Tor
ge6ffnet. Man stelle sich einmal vor, das
Urheberrechtsgesetz selbst ware seiner-
zeit im Bundesgesetzblatt in chiffrierter
Form ver6ffentlicht worden! Wer hatte sich
dann danach richten kénnen? Man stelle
sich ferner plastisch vor, alle Bucher und
Zeitschriften wurden in codierter Form er-
scheinen! Wer wirde dann noch von
schutzwirdigen _,Kulturgiitern“ —_spre-
chen?
Obgleich das Pflichtabgabegesetz mit dem
Urheberrechtsgesetz direkt nichts zu tun
hat, ist es dringend an der Zeit, daB auch
fir ,Computerwerke” eine Pflichtabgabe
als Quellcode gesetzlich vorgeschrieben
wird, weil dann jedermann bei der Deut-
schen Bibliothek oder der jeweiligen Lan-
desbiblicthek in die ,Computerwerke“
Einsicht nehmen kann, womit allererst ent-
schieden werden kann, ob ein Werk im
Sinne des Urheberrechtsgesetzes vor-
liegt. Denn man merke sich: Nicht jedes
» Computerwerk“ ist automatisch ein urhe-
berrechtlich geschutztes Werk. Vielmehr
besteht bei kopiergeschtitzten Werken
stets der Verdacht, daB sie nicht urheber-
rechtlich geschiitzt sind.
Der Grund, warum , Computerwerke“ kei-
ne ,Geheimwerke* sein dirfen, wird kla-
rer, wenn man sich die zwei Seiten eines
»Computerwerks“ naher ansieht. Die au-
Bere Seite ist das Computerprogramm als
Erscheinung und Leistung, und die innere
Seite ist das Computerprogramm als
Werk. Urheberrechtlich schutzfahig ist
normalerweise nur die innere Seite. Ein
einfaches Beispiel: Auf der kopierge-
schitzten Demo-Diskette ,,A Guided Tour
of Macintosh“ der Firma Apple ist ein klei-
nes Programm, das ein stark vereinfachtes
Klavier simuliert, auf dem man mit der
»Maus“ spielen kann. Die Grafik der Ta-
sten wird man kaum als ein Kunstwerk
bezeichnen kénnen. Und da das Pro-
gramm keine Melodie enthalt, liegt auch
kein Musikwerk vor. Was der Anwender
sieht, also die auBere Seite des Pro-
gramms, ist damit Uberhaupt kein Werk,
wie ja auch ein echtes Klavier kein Werk
im Sinne des Urheberrechts ist. Wie steht
es dagegen mit der inneren Seite oder dem
Programm selbst? Da die ,,Guided-Tour*-
Diskette kopiergeschitzt ist, kann man
sich die innere Seite nicht ansehen und
damit auch nicht entscheiden, ob eine per-
s6nliche geistige Schdpfung vorliegt. Das
Klavierdemo kénnte theoretisch sogar ein
Plagiat sein, das die Firma Apple bei ir-
gendeinem anderen Autor ,,abgekupfert“
hat. In diesem Fall ware dann der Macin-
tosh-Kaufer zugleich Erwerber einer
Raubkopie. Da die Firma Apple eine Vor-
liebe flr Abmahnungen hat, hatte sie hier
endlich eine Handhabe, um die gesamte
eigene Kundschaft abzumahnen... Aber
SpaB beiseite: Dieses triviale Beispiel
Zeigt bereits auf das deutlichste, daB der
Kaufer eines , Geheimwerkes* nicht tiber-
priifen kann, ob er ein Plagiat erworben
hat.
Bei gréBeren Programmpaketen fallen ei-
nem immer wieder ahnliche Leistungen
auf: Sortierroutinen, Mergeroutinen, Bild-
schirmroutinen, Rechenroutinen, Druck-
routinen usw. Wenn man solche ,Compu-
terwerke" dann ,,knackt", stellt man fest,
daB oft nicht nur die Leistungen dieser
Programme 4hnlich sind. Man nehme das
Sort-Modu! des Autors X, das Merge-Mo-
dul des Autors Y, den Maskengenerator
des Autors Z, kleide das ganze in eine
neue auBere Form und mache dann alles
so kopiergeschitzt, daB man sich Quellen-
angaben sparen kann — und fertig ist
das neue Programmpaket. Manch ein
Richter wirde vom Ledersessel fallen,
wenn er die Quellcodes diverser kopierge-
schiitzter Programmpakete detailliert ver-
gleichen wurde. Im Gegensatz zu wissen-
schaftlichen Werken, die reichlich Zitate
aus fremden Werken enthalten (was im
Ubrigen rechtens ist), findet man bei den
kommerziellen Computerprogrammen
praktisch nie Zitate. Dies kann zweierlei
bedeuten: Entweder sind die Programm-
autoren so genial, daB sie jedes Programm
von Grund auf neu schreiben, oder sie
wiegen sich in der Hoffnung, daB keiner
merkt, bei wem sie ,abgekupfert“ haben,
weil sie ihre Programme nachtraglich ko-
piergeschitzt machen.
Ein Beispiel: Nehmen wir an, Sie kaufen
das Diskettenkopierprogramm B, das sich
mit der Bildschirmmeldung ,,Insert Disks.
Press any key to continue“ meldet. Neh-
men wir ferner an, daB Sie bereits ein
Alteres Kopierprogramm A besitzen, das
sich mit der gleichen Meldung vorstellt
und im Ubrigen die gleiche Funktion des
Diskettenkopierens erfullt. Da Phrasen in
der Art ,,Press any key to continue“ ohne-
hin keinen Urheberrechtsschutz genieBen
und da die Kopierleistung des Programms
ebenso wie die Kopierleistung eine Photo-
kopiergerates nicht schutzfahig ist, wer-
den Sie sich fragen, ob Sie nicht einem
Plagiator zum Opfer gefallen sind. Schutz-
fahig waren namlich nur die Kopierpro-
gramme selbst, genauer gesagt die per-
sOnlich-geistig-schdpferische Art und
Weise der Implementierung der Program-
me. Aber davon sehen Sie nichts, wenn
diese kopiergeschitzt sind.
Wer Banknoien erhalt, mu8 selbst oder
durch einen geeigneten Experten nach-
prifen lassen kénnen, ob die Scheine
»Bliten* sind. Ahnlich muB auch der Er-
werber einer Software selbst oder durch
einen Experten in Erfahrung bringen k6n-
nen, ob die Software ein Plagiat ist. Dies
ist jedoch bei kopiergeschiitzten Werken
per definitionem nicht méglich. Wahrend
also Buchautoren ihre Manuskripte, Kom-
ponisten ihre Noten und Kiinstler ihre Ge-
malde fiir jedermann nachpriifbar offenba-
ren, zeigen viele Software-Entwickler nur
»Geheimwerke“ vor, die mit groBer
Selbstverstandlichkeit als Urheberwerke
ausgegeben werden, obwohl sie es wahr-
scheinlich oft gar nicht sind. Aufgrund die-
ser unbefriedigenden Rechtslage ergibt
sich nur eine sinnvolle Empfehlung:
Grundsatzlich_sollten nur diejenigen
»Computerwerke“ Urheberrechtsschutz
genieBen, deren Quellcodes ver6ffentlicht
oder Offentlich hinterlegt werden.
2. WAS IST EINE WERKKOPIE?
Der § 53 UrhG lautet auszugsweise wie
folgt:
Vervielfaltigung zum persGnlichen Ge-
brauch:
(1j Zulassig ist, einzelne Vervielfaltigungs-
stiicke eines Werkes zum pers6nlichen
Gebrauch herzustellen.
(2) Der zur Vervielfaltigung Befugte darf
die Vervielfaltigungsstticke auch durch ei-
nen anderen herstellen lassen,...
(3) Die Vervielfaltigungsstucke durfen we-
der verbreitet noch zu 6ffentlichen Wie-
dergaben benutzt werden.
(4).
(5) Ist nach der Art eines Werkes zu erwar-
ten, daB es ... durch Ubertragung von ei-
nem Bild- oder Tontrager auf einen ande-
ren zum persénlichen Gebrauch vervieifal-
Peeker 4/85
tigt wird, so hat der Urheber des Werkes
gegen den Hersteller von Geraten, die zur
Vornahme solcher Vervielfaltigungen ge-
eignet sind, einen Anspruch auf Zahlung
einer Vergutung fur die durch die VerauBe-
rung der Gerate geschaffene Mdglichkeit,
solche Vervielfaltigungen vorzunehmen.
... Der Anspruch kann nur durch eine Ver-
wertungsgeselischaft geltend gemacht
werden. Als Vergiitung steht jedem Be-
rechtigten ein angemessener Anteil an
dem vom Hersteller aus der VerauBerung
der Gerate erzielten Erlés zu; die Summe
... darf finf vom Hundert dieses VerauBe-
rungserloses nicht libersteigen.
§ 53 UrhG regelt den ,,persdnlichen Ge-
brauch“ und § 54 UrhG den ,,sonstigen
eigenen Gebrauch“. ,,Ersterer ist ein be-
sonders begiinstigter Unterfall des letzte-
ren“ (Hubmann, S. 158). Aus Platzgriin-
den beschranken wir uns auf den_,per-
s6nlichen Gebrauch“.
Es gibt folgende Arten von ,,Computer-
werk-Exemplaren“ (allesamt in der Regel
in Diskettenform):
a) Primaroriginal = Quellcode
b) Sekundaroriginal = Objektcode
c) Originalwerkstlck = von (b) hergestell-
te Kopie
d) Primarvervielfaltigungsstiick = von (c)
hergestellte Kopie
e) Sekundarvervielfaltigungsstick = von
(d) hergestelite Kopie
Die Originalwerkstiicke zeichnen sich in
der Regel durch ein entsprechendes Eti-
kett auf der Diskette aus. Raubkopien re-
krutieren sich aus Primar- und noch haufi-
ger aus den Sekundarvervielfaltigungs-
stiicken, doch ist — wie wir gleich sehen
werden — keineswegs jedes Vervielfalti-
gungsstiick automatisch eine Raubkopie.
2.1. Beispielfalle
Anstelle akstrakter Definitionen erlautern
wir das, was nach dem Kopierrecht (un)-
zulassig ist, anhand von Beispiel(zitat)en:
1. Originale: Mit Originalwerkstiicken
kann man machen, was man will. Man
kann sie ,an Verwandte und Freunde wei-
tergeben“ (Hubmann, S. 158). ,Nach der
Erschépfungstheorie ist es sogar gestat-
tet, Werkstiicke weiterzuverkaufen“ (Hub-
mann, S. 158).
2. Einzelexemplare: Es ist ,,zulassig, e/n-
zeine Vervielfaltigungsstiicke eines Wer-
kes ... Zum personlichen Gebrauch herzu-
stellen“ (Hubmann, S. 158). Aufgrund des
sog. Bremer Schulbuchprozesses, bei
dem es darum ging, da8 Bremer Schulen
Peeker 4/85
ganze Klassensatze vervielfaltigt hatten,
ist der Begriff ,einzelne Sticke“ als maxi-
mal 7 Exemplare auszulegen (weil eine
Schulklasse in der Regel mehr als 7 Schii-
ler umfaBt). Konkret gesprochen heiBt
dies, daB man z.B. ,Appleworks" kaufen
und im Anschlu8 daran maximal 7 Kopien
an maximal 7 Freunde verteilen kann.
3. Beliebige Dritte: ,Personlicher Ge-
brauch liegt vor, wenn durch die Vervielfal-
tigung lediglich dem Hersteller (gemeint:
Kopierer) oder dem mit ihm durch ein per-
sOnliches Band verbundenen Bekannten-
kreis der WerkgenuB vermittelt werden
soll“ (Hubmann, S. 158). Unzulassig ist es
also, wenn fiir beliebige Dritte Kopien her-
gestellt werden. Wenn mir also mein
Freund eine Kopie seines als Original-
werkstiick erworbenen ,,S-C-Macroassem-
blers“ mitbringt, so ist dies (aus der Sicht
meines Freundes) zulassig, weil wir durch
»ein persénliches Band“ verbunden sind.
Wenn aber ein Apple-Handler einem
Macintosh-Kaufer eine Kopie vom neuen
»Finder 1.1“ in die Hand driickt, dann ist
dies (aus der Sicht des Handlers) unzulas-
sig, denn ein Gewerbetreibender handelt
per definitionem nie aus ,,privater Verbun-
denheit"
4. Kopieranstalt: ,Der zur Vervielfalti-
gung Befugte darf die Vervielfaltigung
auch durch einen anderen, sogar durch
einen Gewerbebetrieb, herstellen lassen“
(Hubmann, S. 159). Man kénnte also eine
»Knackerfirma“ beauftragen, _,Prolok“-
geschitzte Originalprogramme zu dupli-
zieren
5. Weiterverbreitung: GemaB § 53, Ab-
satz 3 diirten Vervielfaltigungsstiicke nicht
verbreitet, d.h. entgeltlich oder unentgelt-
lich weitergegeben werden. Der Verkauf
oder Tausch von Vervielfaltigungsstlcken
durch Anzeigen in Zeitschriften ist dem-
nach stets verboten, zumal sich eine An-
zeige an beliebige Dritte wendet, mit de-
nen man natirlich nicht durch ein_,,per-
sOnliches Band“ verbunden sein kann.
»Ebenso ist der Verkauf ... mittels Zei-
tungsanzeige unzulassig; auch ein
Tausch unter den gleichen Bedingungen
wirde gegen Absatz 3 verstoBen* (Norde-
mann, S. 324). (Der Verkauf oder Tausch
von Originalwerkstticken ist indes stets er-
laubt.) Andererseits heiBt es bei Norde-
mann, S. 323: ,Ein zur persénlichen Be-
nutzung hergestelltes Werkstiick (ge-
meint: Vervielfaltigungsstlick) darf man je-
doch spater verauBern, wenn man es nicht
mehr braucht". Das heiBt im Extremfall:
el RECHT 44
Wenn die (bis zu 7fache) Vervielfaltigung
des ,,Visicalc“-Originals ,von vornherein
mit der Absicht geschieht, das Vervielfalti-
gungsstiick zu verkaufen“ (Nordemann,
S. 323), so ist dies unzulassig. Braucht
man jedoch das Originalwerkstiick und die
bis zu 7 Vervielfaltigungsstiicke von ,,Visi-
calc" spater nicht mehr, so kann man sie
nunmehr verkaufen. Nimmt man als weite-
ren Extremfall an, daB man — ahnlich wie
bei Heiratsanzeigen — ,, auf diesem Wege“
ein ,,persOnliches Band“ mit zunachst
»unpersonlichen Fremden“ herstellt, de-
nen man spater aus nunmehr _,,privater
Verbundenheit" eines der ,,Visicalc“-Ver-
vielfaltigungsstiicke im Wege des ,,freund-
schaftlichen Tausches“ zukommen |aBt,
dann wird klar, daB das urheberrechtliche
Kopierrecht so viele Locher wie der
Schweizer Kase hat.
2.2. Ein fairer KompromiB
In § 53, Absatz 5 wurde fir Musik- und
Videobander (einschlieBlich Kassetten
und Schallplatten) eine Gerateabgabe ein-
gefihrt, weil der Gesetzgeber hier von der
Erwartung ausging, daB diese Bild- und
Tontrager liblicherweise zum persénlichen
Gebrauch vervielfaltigt werden. Dies gilt in
vollem Umfang auch fir Software. Deshalb
wurde meines Erachtens die ideale L6-
sung des Kopierdilemmas darin bestehen,
daB man flr Diskettenlaufwerke (abstrakt:
Datentragervorrichtungen) eine Gerateab-
gabe und/oder fiir Leerdisketten (abstrakt:
Datentrager) eine Diskettenabgabe ein-
fuhrt. Diese Abgaben sollten — wie bei
Tonbandgeraten usw. — 5% des Fabrikab-
gabepreises nicht Ubersteigen und durch
eine neue Wahrnehmungsgesellschaft
(analog zur GEMA) vereinnahmt und dann.
an die Software-Autoren verteilt werden.
(Ahnliches sollte im Uibrigen auch fiir Pho-
tokopiergerate gelten). Damit wurde dann
die Vervielfaltigung zum pers6nlichen Ge-
brauch nicht mehr diskriminiert oder gar —
wie bei der gegenwartigen ,,Verhaftungs-
welle“ — kriminalisiert werden. Aus Griin-
den der Rechtsklarheit bei gewerbsmasi-
gen Raubkopierern sollte der Verkauf von
Vervielfaltigungsstiicken urheberrechtlich
grundsatzlich unzulassig sein. Und
schlieBlich sollten nur Primarvervielfalti-
gungen (von Originalwerkstiicken) zuge-
lassen werden.
=
13
Graf-quattro ....
Kiinstlerische Grafik fir jedermann
Teil 1: Wie ein Supereditor entsteht
1. DIE GRUNDLAGEN
Es hat alles vor etwa 16.000 Jahren ange-
fangen. Da nagte Flintstone jr. an einem
vom Vater mitgebrachten Bisonrippchen
und wollte endlich wissen, wie wohl ein
ganzer Bison aussehen mag. Flintstone
sen. versuchte dies zuerst mit viel Grun-
zen, Herumspringen und Armewedelin zu
erklaren, aber der Gesichtsausdruck des
Filius war und blieb ziemlich verdattert.
Plétzlich hatte Flinstone sen. einen gewal-
tigen Geistesblitz und machte die beste
Erfindung seit dem Feuer. Er besorgte sich
Lehm in verschiedenen Farben und malte
einen Bison in seiner ganzen Pracht an die
Hohlenwand, der heute noch in Altamira
zu bewundern ist
1.1, Ohne Input kein Output
Wie macht man aber Bilder mit dem Com-
puter? Wie kommt Onkel Dagobert auf die
Mattscheibe? Auch im Falle der Compu-
tergrafik gilt das eiserne Gesetz: Ohne
Input kein Output!
Computergrafik kann grob in zwei Katego-
rien eingeteilt werden: Die eine nennt man
Vektorgrafik. Hierbei handelt es sich
hauptsachlich darum, eine mehr oder we-
niger komplexe Informationsdatei zu ver-
walten. Die zweite Kategorie heiBt Raster-
grafik, und in diesem Fall wird nur ein
Bitmuster verandert und verwaltet. Diese
Beitragsserie wird sich nur mit dieser
zweiten Grafikkategorie befassen.
Neben dem Grafiktablett, dem klassischen
In jedem steckt ein Durer
Eingabegerat der Computergrafik, kann
die Videokamera oder ein Digitizer den
grafischen Input ganzer Bilder besorgen.
Mihseliger ist der Input mittels Paddle,
Joystick oder Trackball. Auch kommt hier
das ,Tablett des armen Mannes“, die
Maus, in Frage. Die alphanumerische Ta-
statur, unterstitzt von geeigneter Softwa-
re, ist als Input und Verarbeitungswerk-
zeug ebenfalls nicht zu verachten.
Der Output auf dem Monitor ist bei der
Computergrafik selbstverstandlich. Hard-
copies (Printouts, Ausdrucke) kénnen mit
einem grafikfahigen Drucker hergestellt
werden, z.B. mit dem hervorragenden
Programm von Jlirgen und Dieter GeiB im
Peeker Heft 1/84. Gliickliche Besitzer ei-
nes Plotters konnen mit einem geeigne-
tem Grafik-Dump-Programm weitaus bes-
sere Ergebnisse erzielen. Foto, Film und
Videoband k6nnen sich als weitere Me-
dien anbieten
Wenn wir den Input mit einer Kakacbohne
und den Output mit einer fertigen Tafel
Schokolade vergleichen, wird sofort klar,
daB dazwischen eine ganze Menge pas-
sieren mu8. Man braucht sozusagen
Werkzeuge, um eine Transformation des
urspriinglichen Werkstoffes in das fertige
Produkt zu erreichen, und zwar die richti-
gen! Versuchen Sie einmal, eine Kuckucks-
uhr mit Vorschlaghammer und Rohrzange
zu reparieren. Also muBte fir unsere
Zwecke erst einmal ein Raster-Grafik-Edi-
tor erstelit werden. Sie werden hier viel-
leicht einwenden, daB bereits E-Z Draw,
Alphaplot und viele andere Editoren vor-
handen sind. Stimmt! Ich kenne sie alle,
und doch habe ich es mit diesen Editoren
noch nie geschafft, ein kiinstlerisches Bild
in die Welt zu setzen. Was mir vorschwebt,
ist der ,,Totale Editor“, die komplette Ma-
nipulation einer Grafikseite.
Peeker 4/85
3.
4.
Bild 2: Graf-quattro-Seite und Pilotseite. Was auf der Pilotseite angezeigt ist, wird von
Graf-quattro automatisch in die Grafikseiten geholt.
1.2. Programmstruktur
Bevor ich auf die Vorzlige eines solchen
Supereditors eingehe, einige Worte zum
Gesamtkonzept oder zur ,,Programm-
struktur“, wie Informatiker sagen wiirden.
Zuallererst: Ein solches Programm ist so
groB, daB der gesamte Speicher des Ap-
ple nicht reichen wiirde. Deshalb muB das
Gesamtprogramm in Moduie aufgeteilt
werden. Jedes dieser Module wird bei Be-
darf von der Diskette geladen und gezielt
eingesetzt. Um die Daten braucht man
sich keine Sorgen zu machen, denn bei
der Rastergrafik sind es eben nur eine
Menge Bits, die auf einer der Grafikseiten
gut aufgehoben sind. Jedes Modul ist also
ein Teilprogramm, das eine bestimmte
Verarbeitung der Grafik erlaubt. Wenn alle
notwendigen Module erstellt sind, braucht
man nur noch ein ,, Hauptmeni“ zu schrei-
ben.
Jedes Modul wird aus einem Applesoft-
Programm und einer Reihe von Assem-
blerroutinen, die die eigentliche Arbeit
schnell und effizient erledigen, bestehen.
Jede Assemblerroutine wird so gestaltet,
daB sie eine einzige Aufgabe erfilllt und
auch einzeln, d.h. unabhangig vom Ge-
samtprogamm, anwendbar ist. Auf diese
Weise kann der Leser die Assemblerrouti-
nen je nach Bedarf in eigene Programme
einbauen. Ich werde versuchen, in den
Beitragen jeden einzelnen Programmteil
so zu kommentieren, daB auch der As-
sembler-Anfanger folgen kann.
1.3. Speicherverteilung
Bevor man mit einem Progamm beginnt,
sollte man sich immer einen Uberblick
Uber den vorhandenen Speicher und des-
Peeker 4/85
sen Aufteilung in die bendtigten Bereiche
verschaffen.
Der verfiigbare RAM-Speicher wird in vier
Bereiche eingeteilt:
@ Der untere Teil von $0800 (2048) bis
$1FFF (8191) ist fur Applesoft reserviert.
Keines unserer Applesoft-Progamme darf
also gréBer als 6042 Bytes werden, ein-
schlieBlich der Variablen und Strings.
@ Der mittlere Bereich von $2000 (8192)
bis $5FFF (24575) ist von den zwei Grafik-
seiten belegt. Die erste Grafikseite (HGR)
wird unsere Arbeitsseite sein, die zweite
Grafikseite (HGR2) benutzen wir als Gra-
fikhilfsseite, sozusagen als Schmierbogen
oder Ablegeplatz fur Hilfsmittel.
@ Der obere Bereich ab $6000 (24576)
besteht wiederum aus zwei Teilen. In dem
unteren Teil werden die jeweils notwendi-
gen Assemblerroutinen untergebracht.
Oberhalb des Assemblerbereichs werden
wir, je nach Bedarf, andere Werkzeuge
bereithalten, wie z.B. Shape-Tabellen und
Fonts fiir die Beschriftung der Grafikseite.
@ Der kleine Bereich von $0300 (768) bis
$03CF (975) ist wie geschaffen, um Infor-
mationen sicher aufzubewahren, die von
einem Modul zum anderen zu Ubertragen
sind. AuBerdem werden wir hier Variablen
und Pointer fiir den Assemblerteil unter-
bringen.
@ In der Zeropage $0000 (0) bis $OOFF
(255) sind noch eine ganze Menge Stellen
frei, die das Betriebssystem Uberhaupt
nicht benutzt. Diese werden natiirlich auch
zum Einsatz kommen, um die Assem-
blerroutinen schneller und kompakter zu
gestalten.
2. DIE MODULE
Kommen wir nun zu den einzelnen Modu-
len. So wie jede Assemblerroutine auch
allein einsetzbar ist, ist jedes Modul prak-
aoralik gg
tisch ein in sich geschlossenes Programm.
Wer also ein bestimmtes Modul nicht
braucht, kann es weglassen.
Die Aufteilung in einzelne Module mit ge-
nau definierten Aufgaben hat auch den
Vorteil, daB jeder Anfanger das Ganze
besser verfolgen kann.
2.1. Page-Editor
Das ist im Grunde genommen nichts Neu-
es. Page-Editoren gibt es inzwischen wie
Sand am Meer. Ich werde aber versuchen,
etwas extrem Bequemes mit einer Menge
zusatzlicher Funktionen zu schaffen. Also
nicht nur Punkte, Linien, Vierecke, Boxen,
Kreise, Ellipsen, Bogen usw., sondern
auch die Méglichkeit, Teile der Grafik zu
transponieren, zu verdoppein, Strukturen
zu wiederholen usw. Der Page-Editor kann
wie alle anderen Module eingesetzt wer-
den, um das Vierfache der auf der Apple-
Grafik verfigbaren Grafikpunkte zu editie-
ren, und zwar mit dem folgenden Modul.
2.2. Graf-quattro
Dieses Modul entstand, weil ich mich ge-
€rgert habe. Als ich meinen ersten Apple
kaufte (beinahe in der Steinzeit), war es
schon ein kleines Wunder, 280 x 192
Punkte als Hires-Grafik zur Verfligung zu
haben. Spater kamen die anderen und
protzten mit ihrer gréBeren Aufldsung. Zu-
erst war ich neidisch, doch dann habe ich
mir gesagt: Was die anderen kénnen, kann
auch mein Apple, wenngleich auf Um-
wegen.
Also, wenn man vier Grafikseiten im Qua-
drat zusammenklebt, verfiigt man Uber ei-
ne Grafik mit 560 x 384 Punkten. Selbst-
verstandlich kann man solch eine Grafik
nicht auf einmal im Bildwiederholspeicher
unterbringen. Ein beliebiger Ausschnitt
davon geht aber schon. Demgegeniber
kann mit einem Plotter oder mit einem
Drucker der ganze Bereich gedumpt wer-
den. Fir den Printerdump sind vielleicht
die oben zitierten Autoren so nett, eine
modifizierte Version ihres wirklich sehr gu-
ten Programms den Peeker-Lesern anzu-
bieten. Ich stelle mir vor, daB erst die
Abschnitte eins und zwei (siehe Bild) je-
weils in die erste und zweite Grafikseite
geladen und dann parallel gedumpt wer-
den. danach folgen die Abschnitte drei und
vier, so daB das komplette, zusammen-
hangende Bild auf Papier gebracht werden
kann. Falls eine Language-Card vorhan-
den ist, konnte man ein gemovtes DOS
einsetzen und somit Platz genug fir alle
vier Grafikseiten schafften, und zwar von
$2000 bis $9FFF.
Zu den vier Grafikseiten wird eine flunfte
angelegt, die eine geschrumpfte Version
aller vier Seiten enthalt und als Kontrolisei-
te dient. Das Graf-quattro-Modul arbeitet
folgendermaBen:
Auf der Diskette werden zuerst flinf Gra-
fikseiten angelegt. Die vier Seiten der ei-
gentlichen Grafik konnen ebensowohl leer
sein oder bereits Teile der Grafik enthal-
ten. Mit einem Digitizer konnte man sogar
ein Grundmotiv in der Gesamtaufldsung
als Basis flr die Grafik abtasten. Diese
Seiten bekommen einen beliebigen Datei-
namen, gefolgt von den Zahlen 1 bis 5. Die
Aufgabe des Graf-quattro-Moduls ist es,
mit Hilfe der fiinften Seite, die wir Pilotsei-
te nennen wollen, aus den vier Seiten
einen beliebig zu plazierenden Ausschnitt
von 280 x 192 Punkten herauszuholen.
Danach bringt das Graf-quattro-Modul den
editierten Ausschnitt in die vier Grafiksei-
ten zuriick. Die Pilotseite wird automatisch
entsprechend geandert oder erganzt. Wer
eine RAM-Karte besitzt und als Pseudo-
Disk benutzt, kann dies alies sehr schnell
wahrend des Editiervorgangs erledigen.
bos
38400 $9600
Shapes
+
Fonts
2 VAY 2
Maschinensprache
Patches
24576 $6000
HGR2
16384 $4000
HGR
8192 $2000
Basic
2048 $0800
975 03CF
Variable + Pointer *
768) $0300
255) SOOFF
Zero-Page
0 $0000
Bild 1: Speicherverteilung bei Graf-quattro
16
2.2.1. Spezialroutinen
Scrunch: (to scrunch = wortlich ,,stau-
chen"; auch ,to crunch") Die Assem-
blerroutinen dieses Moduls werden schon
fur das Graf-quattro-Modul eingesetzt.
Diese Funktion ist als separates Modul
sehr nitzlich, um eine Grafikseite linear
um die Halfte zu verkleinern, so daB das
Ganze oder Telie davon in anderen Grafi-
ken Verwendung finden kénnen.
Zoom: (to zoom = wortlich ,,auseinander-
ziehen“) An sich findet dieses Modul we-
nig Verwendung, da beim Aufblasen von
einem Teil der Grafik die ganze Struktur
vergrébert wird, so daB jeder Punkt in ein
Biéckchen von vier Punkten verwandelt
wird. In einzeinen Fallen kénnte ein ge-
zoomter Ausschnitt aber von Nutzen sein.
Retusche mit Lupe: Damit wird eine feine
und sehr genaue Punktretusche der Gra-
fikseite ermdglicht. Um die Augen nicht
UbermaBig zu strapazieren, nutzt das Mo-
dul den Zoomeffekt als bewegliche Lupe.
Pinsel: Dieses Modul liefert uns eine Rei-
he von Hires-Pinseln, vom feinen Retu-
schepinsel bis zur dicken Quaste, und ei-
nen Radiergummi. Damit kann man die
Grafikseite frei gestalten oder erganzen,
z.B. kann man sie mit Schattierungen oder
Strukturen versehen.
Turtle: Dies ist eine Emulation der Turtle-
grafik, die aber mit einigen zusatzlichen
Funktionen ausgestattet ist. Man kann
nicht nur eine Linie bilden und drehen,
sondern sie auch in jeder Richtung ver-
schieben. Die Fahigkeiten des Page-Edi-
tors werden so erheblich erweitert.
Spiegeln: Die ganze Seite oder ein belie-
biger Ausschnitt davon kann, egal! ob links/
rechts oder oben/unten, gespiegelt wer-
den. Der Editor wird viel variabler, und Tei-
le der Grafik k6nnen flr eine Weiterver-
wendung vorbereitet werden
Drehen: Ein beliebiger Ausschnitt der
Grafikseite bis zu max. 192 x 192 Punkten
kann jeweils um 90 Grad gedreht werden.
Dies erganzt das Spiegelmodul, um z.B
Umrandungen oder Ornamentik anzubrin-
gen.
Fill: Eine komplizierte Assemblerroutine
besorgt das punktgenaue Fillen jeder ge-
schlossenen Flache, gleichgiltig wie sie
gestaltet ist.
Kollage: Hier geht es nicht darum, vierek-
kige Grafikausschnitte Ubereinander zu
bringen; das kann schon jeder Macintosh-
Rechner. Es ist vielmehr das exakte, kon-
turierte Aufkleben von Grafikteilen auf
eine darunterstehende Grafik gemeint!
Peeker macht's eben mdglich.
Shapes: Das Modul wird alle Geheimnis-
se der Apple-Shapes enthilllen. Fir Gra-
fikanfanger wird dieser Beitrag besonders
interessant sein, da sie sich erfahrungsge-
maB mit den Apple-Shapes immer schwer
tun.
2.3. Editor mit Shapes
Dies ist der normale Shape-Editor.
2.4. Editor mit Autoshapes
Dieses Modul wird eine groBe Uberra-
schung werden. Einfach einen beliebigen
Ausschnitt auf einer Grafikseite definieren,
und der Inhalt wird automatisch in ein
Shape verwandelt, das dann nicht nur ge-
dreht, sondern auch links/rechts und
oben/unten gespiegelt werden kann. Und
es kommt noch mehr: Die normalen Apple-
Shapes brauchen drei Bits, um einen Vek-
tor zu definieren. Das macht die Sache
umstandlich und erlaubt normalerweise
nur, zwei Vektoren in einem Byte unterzu-
bringen. (Die restlichen zwei Bits sind sel-
ten zu gebrauchen, es sei denn, sie be-
inhalten einen Vektor mit ,, Move to“.) Das
Auto-Shape-System, das ich vorhabe, be-
notigt nur zwei Bits pro Vektor, so daB
immer vier Vektoren in einem Byte Platz
finden. Wer das nicht glaubt, soll es abwar-
ten. Das System wird auBerdem erheblich
schnellere Shapes als das Applesoft-
Shape-System bieten.
2.5. Font-Editor
Mit diesem Modul kann jeder seine eige-
nen Schriften entwerfen. Es handelt sich
hier nicht um einen Abklatsch von
HIGHER TEXT, wo jeder Buchstabe genau
dasselbe Bléckchen belegt. Bei diesen
Fonts werden die Buchstaben eine belie-
bige GréBe bekommen, und jeder Buch-
stabe wird in der Breite genau seinen zu-
gewiesenen Platz belegen. Das nennt man
variable Schrittbreite (oder drucktechnisch
»Dickte“, Anm. d. Red.), d.h. das ,1" ist
schmaler als das ,M".
Bild 3: ,, Fipsi“
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BASIC-Programme, die die be-
schriebenen Grafikkonzepte
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~ beschreibt "Hidden Line"- und
Hidden Surfece’-Methoden,
Skelierung, Rotation und Trans-
lation von Grefiken
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Animationstechnik
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komplett mit Disk DM 69,
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Sicanteieniem erreenen serrrey | APPLE IT
Stanton funrt in die Eigenarten der | Raster Grafik
hochauflosenden Apple-Grefik ein
El und prasentiert schiteptich eine Jettrey Stanton
Reihe extrem schneller Assembler-
fy Routinen, mit denen Sie viele Effek-
te bekennter Spiele selbst program-
mieren konnen. Gute BASIC-Kennt-
nisse werden vorausgesetzt, eine
Einfuhrung in Assembler-Program-
mierung wird gegeben
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] komplett mit Disk OM 89,--
22 Pescal-Programme, mit denen
Sie die Grofik-Moglichkeiten ihres
Apple voll ausschopfen
DESIGNER” ermoglicht es Ihnen, e1-
gene Zeichensatze zu entwerfen,
GREDIT” unterstutzt Sie beim Ent-
werfen kompletter Bildschirm-
Grafiken,
PRINTFOTO" bringt thre Entwurfe
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OU31 — 1383
Auch auf de Hannover- Hesse!
Apple urd Macintosh aed eingehagere Wlsenzeichen der Apple Cupuler Sve.
2.6. Text-Editor
Unter Verwendung der zu diesem Zweck
geschaffenen Fonts kann man die Grafik-
seite horizontal oder vertikal beschriften.
Das ist in groben Ziigen das, was die Graf-
quattro-Serie bieten wird.
3. DIE XPLOT-ROUTINE
Und nun, um den Beitrag nicht so trocken
ausgehen zu lassen, hier der erste Patch.
Applesoft kann zwar den HPLOT-Befehl in
verschiedenen mehr oder weniger
brauchbaren Farben ausfihren. Das Wich-
tigste wurde aber auBer acht gelassen: der
»Exklusiv-oder“-Modus. An sich ware es
eine Kleinigkeit gewesen, ein HCOLOR =
8 einzufiigen. Platz genug war vorhanden,
auch ohne andere Routinen zu beschnei-
den, wie z.B. die HFIND ($F5CB), die von
Applesoft sowieso nicht benutzt wird. Es
hatte geniigt, die zwei Patches fiir DRAW
und XDRAW verninftiger zu gestalten,
womit man Platz fir XPLOT sowie ein paar
andere Kleinigkeiten geschaffen hatte.
Aber ROM ist eben ROM, und uns bleibt
nichts anderes Ubrig, als das Fehlende
hinzuzufiigen. Eine XOR-Linie braucht
keine Farbbestimmung, weil sie immer
zum vorhandenen Hintergrund negativ
dargestellt wird. Es gibt selbstversiandlich
mehrere Méglichkeiten, dies zu bewerk-
stelligen, auch effizienter als im Applesoft-
Interpreter. Ich habe mich aber fiir eine
modifizierte Applesoft-Routine entschie-
den, da sie kiirzer ist und in bekannter Ari
und Weise arbeitet.
Die Routine - XPLOT.ROUTINE genannt
—ist 181 Bytes lang, belegt den Speicher-
platz unmittelbar nach der zweiten Grafik-
seite, also von $6000 (24576) bis ein-
schlieBlich $60B4 (24756), und kann fol-
gendermaBen angesprochen werden:
Vom Applesoft aus zuerst CALL 24576
und danach HPLOT-Befehle wie Ublich bis
zum Ende der Programmzeile oder zum
nachsten Doppelpunkt. Der CALL fangt
sozusagen die darauffolgenden. HPLOT-
oder HPLOT-TO-Befehle ab und verarbei-
tet sie selber. Damit kann man in Applesoft
wie gewohnt programmieren. Ich kénnte
auch den Ampersand (&) strapazieren, ha-
be dies aber bewuBt nicht getan, da es
eben nur ein kurzer Patch ist. Sind genug
Patches fiir ein erstes Modul zusammen,
kann man immer noch eine Tabelle mit
samtlichen &-Applesoft-Befehlen bastein
Das kleine Applesoft-Testprogramm —
XPLOT.DEMO genannt - illustriert, wie es
gemacht wird. Nur einige Worte zur letzten
Applesoft-Zeile. Wer es nicht bereits weiB:
Dies ist ein Trick, um die Grafikseite mit
einer bestimmten Farbe zu filllen. In Spei-
cherstelle 28 wird die sogenannte Color-
Mask gepokt, und der CALL fiillt die Seite
mit der gepokten Farbe. 127 bedeutet hier
weiB = 1. Im einzelnen gilt:
schwarz 1 = 0
griin = 42
purpurrot = 85
weiB 1 = 127
orange = 170
blau = 213
weiB 2 = 255
Selbstverstandlich kénnen auch andere
Werte gepokt werden, die dann aber ver-
schiedene Streifenmuster erzeugen.
Fir angehende Assembler-Freaks eine
Aufklarung: Grafikpunkte und Linien funk-
XPLOT.DEMO
1 REM XPLOT.DEMO
40
50
60
2: NEXT
79 CALL XP
CALL 62454: RETURN
20 HIMEM: 8192:XP = 24576: HGR
POKE ~ 16392,0:¢ = 0:A = -1
‘30 PRINT CHRS (4);"BLOAD XPLOT. ROUTINE"
XL = 138:X2 = 140:X3 = x2:X4 = XI
2:Y2 = ¥2 - 2:Y3 = ¥3 + 2.
GoTo 49
HPLOT X1,¥1 70 X2,¥2 TO X3,¥3
70 X4,¥4 TO X1,Y1: RETURN
90 REM Das ist ein Trick!
99 C= 9 + 127 * (c= 0)
POKE 28,C
18
tionieren unter Verwendung aller drei A-,
X- und Y-Register mit Hilfe einer Routine
namens HPOSN, die die Aufgabe hat, ei-
nen unsichtbaren Cursor auf der Grafiksei-
te zu positionieren. AuBerdem wird der
Zuletzt geplottete Punkt zwischengespei-
chert, so daB anschlieBende Linien mit
» TO“ gerufen werden kénnen. Die drei
Register reichen aus, da der X-Koordina-
tenwert zwar mehr als acht Bits braucht,
fur den Y-Koordinatenwert 8 Bits aber vél-
lig gengen (max. 191). Merkwiirdigerwei-
se gilt fur die Cursorpositionierung
(HPOSN) und das evtl. folgende HPLOT
folgende Registerbelegung:
(1)
Im A-Reg. der Y-Wert
Im X-Reg. der X-Low-Wert
Im Y-Reg. der X-High-Wert
Nach der Positionierung des Cursors oder
nacn einem ersten HPLOT fur eine darauf
folgende Linie ist statt dessen folgende
Belegung vonnéten:
(2)
Im A-Reg, der X-Low-Wert
Im X-Reg. der X-High-Wert
Im Y-Reg. der Y-Wert
Fur den Assemblerprogrammierer bietet
die XPLOT-Routine drei Entry-Points, die
im Source-Listing mit EP1, EP2 und EP3
markiert sind.
EP1 = $601D ist XPOINT, und die Regi-
sterbelegung ist die tibliche wie bei (1).
EP2 = $6039 ist XLINE mit derselben
Registerbelegung wie XPOINT. Die dar-
auffolgenden Zeilen besorgen den nétigen
»Swap".
EP3 = $603F ist XLINE mit der Ublichen
Applesoft-Registerbelegung, wie unter
(2).
Das war es vorlaufig.
Bild 4: ,, Die zarteste Versuchung...“
Peeker 4/85
6000
6002
6905
6007
600A
6900
oor
6911
6014
6915
p18
epla:
epic:
eo1p:
6020:
6922:
6924.
6027:
6028
6028
602E
6030
6032
6933:
6036:
6039:
6038
osc:
693D
SESS
XPLOT.ROUTINE
9 3A
20 CO DE
a9 93
29 co DE
20 BT 0
cg cL
FO 22
20 BO FE
48
20 B7 00
co cL
FO OB
68
20 11 F4
29 7F
4c 60 F4
20 11 F4
20 87 00
cg cL
FO 91
20 CO DE
20 BO F6
84 9D
48
8A
a6 9D
co)
w©oIoueane
ORG $6000
XPLOT. ROUTINE
1985
Eine modifizierte Version der
Applesoft-HPLOT-Routine, um
* von N.G.Barbieri,
* XPLOT zu erméglichen
COLON © EQU
HPLOT — EQU
70 EQU
CHRGOT = EQU
SYNCHR — EQU
HENS == EQU
HPOSN — EQU
LFTRT — EQU
UPDOWN — EQU
.
LDA
JSR
LDA
JSR
JSR
cuP
BEQ
JSR
PHA
JSR
uP
BEQ
PLA
A-Reg
X-Reg
Y-Reg
eee eee
XLINEL PLA
JSR
XLINE2 JSR
CMP
BEQ
RIS
DOLINE JSR
JSR
A-Reg
X-Reg
Y-Reg
feneeee
sty
TAY
TxA
LDx
S3A
$93
scl
$87
$DECO
$F6B9
$P4ll
$r465
SF4D3
#<cOLON
SYNCHR
#<HPLOT
SYNCHR
CHRGOT
470
DOLINE
HENS
cHRGOT
#<T0
XLINEL
XPOINT ~ Reg.—Belegung:
Y-Wert
= XL-Wert
= XH-Wert
HPOSN
$30
+S7F
Sra6o
HPOSY
CHRGOT
#70
DOLINE
‘SYNCHR
HFNS
XLINE 1 - Reg.-Belegung.
Ywert
xL-Wert
= XHWert
s9D
9D
A-Reg.
X-Reg.
Y-Reg
ee nenee
XL-Wert
= xHWert
Yert
PHA
SEC
SBC SED
PHA
Token
:Token
Parse
:Syntax
:Check
EPL
ijetat
iXPOINT
:XPLOT
:Beginn
:XPLOT TO
HEP2
Rog.
2Swap
XLINE 2 - Reg.—Belegung:
6044: BA
6045: ES EL
6047: 85 DS
6049: BO A
6048: 68
6oac: 49 FF
604E,
6050:
6951: A 09
6053: E5 D3
6055: 8&5 D1
6057: 85 DS
6059: 68
605A: 85 DD
605C: 85 DA
605E: 68
605F: 85 ED
6061: 86 EL
6063: 98
6064
6065:
6067: 99 04
6069: 49 FF
606B: 69 FE
606D: 85 D2
606F: 84 E2
6071: 66 DS
6073: 38
6074: B5 DO
6076: AA
6077: AQ FF
6079: B5 D1
6078: 85 1D
607D: Ad ED
607F: BO 95
6081: OA
eoe2:
eves: 38
6086: A5 D4
e088: 65 D2
608A: 85 D4
698C: AS DS
GO8E: E9 00
6990: 85 DS
6992: A5 30
6994: 29 7F
6996: 51 26
6998: 91 26
609A: EB
609B: DO 4
609D: ES 1D
609F: FO 8A
OAL: AS DS
60A3: BO DC
6OA5: 20 DS
pas: 18
609: AS D4
6OAB: 65 DO
6OAD: 85 D4
6OAF: A5 D5
60B1: 65 D1
6083: 50 DB
181 Bytes
Fa
122
123
124
125
126
127
128
129
130
131
132
133
134
135
136
137
138
139
140
141
142
144
XLIN2
XLINS
MOVEX
MOVEX2
HCOUNT
XLING
TxA
SBC
STA
BCS
PLA
EOR
ADC
PHA
LDA
SBC
STA
STA
PLA
STA
LDA
AND
EOR
‘STA
INX
BNE
INC
BEQ
LDA
BCS
JSR
cue
LDA
apc
STA
LDA
apc
BY
Sel
$03
XLIN2
#SFF
#81
+80
$03
$D1
$05
spo
sp4
SEO
SEL
SEZ
XLINS
#SFF
#SFE
$02
SE2
‘$03
spo
SFP
$1
s1D
SES
MOVEX2
LPTRT
spa
‘$02
$D4
$05
380
SD5
$30
4S7F
($26).
(826),
XLING
$1D
XLINE2
$D3
MOVEX
UPDOWN
sp4
spp
sp4
$D5
spl
HCOUNT
:Sim
;Salabin
Peeker 4/85
19
von Dr. H. Kersten
Menu-Generator
fur den Apple Il
Der beschriebene Generator soll dem
Benutzer die langweilige und zum Teil
nervende Arbeit der Herstellung von
Textseiten (,,Meniis*) auf dem Bild-
schirm abnehmen: Der Benutzer
schreibt sein Meni ,,life“ aut den Bild-
schirm, der Generator erzeugt aus dem
vorgegebenen Bild ein Basic-Pro-
gramm, das beim Ablauf gerade dieses
Menii liefert. Textpassagen k6nnen als
INVERSE, NORMAL oder FLASH ge-
kennzeichnet werden, GET- und IN-
PUT-Befehle werden nach Benutzer-
wunsch ebenfalls eingebaut, eine Bild-
schirm-Einrahmung ist leicht realisier-
bar. Die erzeugten Basic-Zeilen werden
moglichst kurz gehalten. Zugrunde
liegt das Betriebssystem DOS 3.3 und
40-Zeichen/Zeile-Darstellung.
20
Viele Programme neueren Datums sind
menii-gesteuert, d.h. sie liefern dem Be-
nutzer nach dem Start eine Ubersicht Uber
die verschiedenen Wahiméglichkeiten
(options) und bieten im allgemeinen hier-
fur Ersatzwerte (default values) an. Der
Benutzer kann, sofern notig, einzeine
Werte andern. Verlangt ein Programm um-
fangreiche Eingaben, so sind oft mehrere
Ment-Seiten erforderlich.
Fur das Herstellen solcher Menis ist es
deshalb notwendig, die erlauternden Texte
in sinnvoller Reihenfolge und gut struktu-
riert auf dem Bildschirm erscheinen zu
lassen und anschlieBend die Benutzer-
winsche abzufragen. Die Programmie-
rung sclcher Meniis ist zwar nicht schwie-
tig, oft aber eine zeitraubende und auf-
wendige Routine-Arbeit.
Eine effiziente Losung dieser Problemstel-
lung ist die Benutzung eines Generator-
Programms: Man schreibt per Tastatur das
Menii-Bild (alle Texte und sonstigen Zei-
chen) auf den Schirm, hebt dort, wo es
notwendig erscheint, Zeichenketten z.B
mit INVERSE hervor und markiert die Posi-
tionen fiir spatere GET- und INPUT-Be-
fehle. Aus diesen und einigen anderen
Informationen erzeugt der Generator ein
entsprechendes Basic-Programm.
Vorteile dieser Methode: Man sieht sein
Meni life“, Korrekturen jeder Art sind
leicht méglich, jegliches Abzahlen von
Zeilen oder Spalten entfdlit, das erzeugte
Programm lauft auf Anhieb fehlerfrei und
laBt sich problemlos in ein bestehendes
Programm integrieren. Sogar aufwendige
Menis erfordern wenig Zeit.
Man kann den Generator auch zur Erzeu-
gung einfacher (aber umfangreicher) Text-
ausgaben und fur ,,Text-Grafik" (,Bilder’
mit normalen Druckzeichen) verwenden.
Arbeiten mit dem Generator-Programm
Nach dem Starten des Programms ME-
NUE.GENERATOR werden zunachst fol-
gende Parameter abgefragt
1. Menii-GréBe in Zeilen * Spalten (Er-
satzwerte und Maximalwerte 24 * 40)
2. Zeilennummer der ersten zu erzeugen-
den Basic-Zeile (Ersatzwert 100)
3. Zeileninkrement (Ersatzwert 10)
4. Name, Slot und Drive eines Textfiles,
auf dem das erzeugte Basic-Programm
abgelegt wird (Ersatzwerte: MENUE/S6/
D1)
Will man alle Ersatzwerte Ubernehmen, so
gibt man auf die Frage nach Anderungen
N(ein) ein. Im anderen Fall tragt man die
gewinschten Daten ein; einzeine Ersatz-
werte Ubernimmt man durch Eingabe von
RETURN“. Soweit wie mdglich werden
die Eingaben auf formale Korrektheit Uber-
prift
Nachdem fir alle Optionen Werte festlie-
gen, wird der Bildschirm frei, der Cursor
erscheint oben links, der Editier-Vorgang
kann beginnen: Man gibt nun alle Texte
und Zeichen ein, die das Meni ausma-
chen — jeweils an der richtigen Schirmpo-
sition. Hierbei kann man folgende Kontroll-
funktionen/-tasten benutzen
Cursor-Positionierung: ESC mit |, J, K,
M wie beim Apple-Monitor, Ctrl-H Cursor
Peeker 4/85
links, Ctrl-U Cursor rechts. Uberfahrene
Zeichen bleiben stets erhalten. Return
geht zum Anfang der nachsten Zeile, ohne
die Zeichen rechts vom Cursor zu |6-
schen. Es findet kein Scrolling statt: Der
Cursor springt vom Schirmende zum
Schirmanfang.
Darstellungsart: Nach Ctrl-| werden wei-
tere Eingaben als INVERSE markiert, nach
Ctrl-F als FLASH, nach Ctrl-N wieder als
NORMAL. Das jeweilige ,,Ergebnis“ sieht
man unmittelbar.
Spaltentransfer: Nach Ctrl-T wird in der
Zeile des Cursors das Zeichen der 1
Spalte in die letzte Spalte ibernommen.
Durch Festhalten von Ctrl-T laBt sich somit
die kompiette 1. Spalte Ubertragen. Die
Darstellungsart wird dabei beriicksichtigt.
Eingabe-Befehl: Ctri-G markiert die Posi-
tion fiir einen GET-Befehl, Ctrl-P fur einen
INPUT-Befehl. (Als Markierungszeichen
werden [ und ] bzw. A und U ausgege-
ben.) Diese Befehle werden spater in der
Zeitlichen Reihenfolge durchlaufen, in der
sie eingegeben wurden. Die GET-Befehle
werden mit Variablen CO$, C1$, ..., die
INPUT-Befehle mit VO$, V1, ...,,program-
miert*. Die Interpretation dieser String-
Variablen (vom Benutzer zu programmie-
ten) sollte im Zielprogramm unmittelbar
hinter dem Eingabe-Befehl erfolgen. Maxi-
mal sind 256 Eingabe-Anweisungen még-
lich.
Korrekturen werden durch Uberschrei-
ben ausgefiihrt; geléscht wird also mit
Leerzeichen. Ctrl-W léscht den gesamten
Schirm und alle Markierungen.
Der Generiervorgang wird durch Ctrl-S
gestartet (Cursor-Position ist belanglos!)
Mit Ctrl-W plus Ctrl-S kann man jederzeit
aus dem Programm aussteigen, ohne daB
das Disk-Laufwerk angesprochen wird.
Am Ende der Verarbeitung erhalt man In-
formationen Uber die ,,verbrauchten" Zei-
lennummern; hier kann ohne erneutes
Editieren eine Generierung mit verander-
ten Parametern abgerufen werden. Das ist
auch fiir folgenden Fall wichtig: Die Zeilen-
nummern dirfen beim Applesoft-Interpre-
ter den Wert 63999 nicht Uberschreiten.
Letzteres wird vom Meni-Generator im
Einzelfall Gberpriift und ggf. angezeigt.
Soil das erzeugte Menii-Programm in ein
schon vorhandenes Programm eingebaut
werden, so ist dies mit LOAD... zu laden
und danach dann mit EXEC... das Menti-
Programm einzulesen. Das Gesamtpro-
gramm wird dann mit SAVE... gespeichert.
(Unter Umstanden kann in den einzelnen
Phasen ein RENUMBER-Programm nitz-
lich sein.)
Peeker 4/85
Zur Funktion des Generators
Im Programm-Listing sind die einzelnen
Funktionsblécke durch REM-Zeilen Uber-
schrieben.
In der Editierphase wird je nach Kontroll-
zeichen der Cursor bewegt oder die jewei-
lige Funktion (z.B. Spaltentransfer) ausge-
fulhrt. Liegt kein Kontralizeichen vor, so
wird das eingegebene Zeichen in eine 24
* 40 Matrix (SC$) eingetragen, der zuge-
hérige Darstellungstyp in der Matrix DM
(0 fir NORMAL, 1 fur INVERSE, 2 flr
FLASH) vermerkt.
Alle benutzten Zeilen werden in ZM mar-
kiert, die hdchste Zeilennummer in ML
vorgemerkt. Durch diese MaBnahmen wird
die Generierung zum Teil erheblich be-
schleunigt.
Die Programmierung von ,,GET“ und ,,IN-
PUT“ geschieht durch Eintragen dieser
Funktionen in die Tabelle IM (Typ 1 = GET
/ 2 = INPUT, Zeile, Spalte).
Ein Detail-Problem bedarf noch der Er-
wahnung: Wird in die rechte untere Bild-
schirmecke ein Zeichen Uber PRINT aus-
gegeben, so schiebt der Apple-Monitor
den Bildschirm-Inhalt um eine Zeile nach
oben (Scrolling), was hier stets uner-
winscht ist. Es laBt sich dadurch vermei-
den, daB beim Editieren wie auch beim
erzeugten Basic-Programm statt PRINT
ein POKE 2039,... verwendet wird. Hier-
durch wird das Zeichen fiir diese spezielle
Schirmposition direkt in den Bildschirm-
Puffer geschrieben.
Nach Ende der Editierphase werden nun
die Bildschirm-Matrix SC$ und parallel da-
zu die Darstellungsmatrix DM Zeichen fur
Zeichen abgetastet und in PRINT-Befehle
umgesetzt — unterbrochen durch Anwei-
sungen wie VTAB, HTAB, NORMAL,
FLASH und INVERSE. Ein besonderes
Kapitel ist dabei die Darstellung von Leer-
zeichen, die ja im Meni-Bild im allgemei-
nen in groBer Zahl auftreten. Sie werden
vom Generator am Zeilenanfang mit
HTAB, in der Zeilenmitte als String oder
ber die TAB-Funktion realisiert. Die Opti-
mierungsroutine (Zeile 6000-7000) findet
stets die kiirzeste Méglichkeit.
SchlieBlich: Treten Anfiihrungszeichen (“)
im Meni auf, so werden sie in ,CHR$
(34)“ umgesetzt. Den Abschlu8 der Ge-
nerierung bildet die ,,Programmierung“
der Eingabe-Befehle.
Testbeispiel
Bevor man mit einem Test beginnt, sollte
in jedem Fall eine Programmsicherung
stattfinden. Zur direkten Uberwachung des
4 applesolt 44g
Generator-Outputs kann man vor dem
RUN-Kommando noch MON O eingeben.
Nach dem Start antwortet man auf die
erste Frage (nach Anderung der Ersatz-
werte) mit N (= Nein). Danach gibt man
etwa ab 1. Zeile folgendes Testbeispiel ein
(Funktionen sind in <...> angegeben,
<Ctrl-I> z.B. bedeutet dabei gleichzeiti-
ges Betatigen der Ctrl- und der I-Taste).
<return>
<return>
NORMAL<return>
<Ctrl-I>INVERSE<return>
<Ctrl-F>FLASH<return>
<return>
<return>
<Ctrl-N>TEST FUR GET....:<Ctrl-G>
<return>
<return>
TEST FUR INPUT..:<Ctrl-P><return>
<return>
x» TRANSFER-TEST <Ctrl-T><Ctrl-S>
Der Generator-Output sollte dann die fol-
gende Form haben:
100 TEXT : HOME
110 VTAB 3: HTAB 1: REM #*3x#
120 NORMAL : PRINT “NORMAL“;
130 VTAB 4: HTAB 1: REM xx 43%
140 INVERSE : PRINT “INVERSE“;
150 VTAB 5: HTAB 1: REM #5
160 FLASH : PRINT “FLASH“;
170 VTAB 8: HTAB 1: REM ¥*8s«
180 NORMAL, PRINT “TEST FUR
GET....:"5
190 VTAB 10: HTAB 1: REM #1 Osx
200 NORMAL PRINT “TEST FUR
INPUT..:";
210 VTAB 12: HTAB 1: REM x1 24x
220 NORMAL : PRINT “x TRANSFER-
TEST“; TAB( 40); “**;
230 VTAB 8: HTAB 19: GET CO$: PRINT
COs;
240 VTAB 10: HTAB 19: INPUT VO$
Zur Kontrolle des Disk-Files gibt man der
Reihe nach folgende Anweisungen ein:
NEW — EXEC MENUE - LIST. Kontrolle
des Menu-Bildes: RUN. Ein erster gréBe-
rer Test kénnte darin bestehen, das Start-
Meni des Generators selbst ,,nachzu-
bauen".
Fur sehr detaillierte und umfangreiche Me-
nus kann die Generierzeit im Bereich von
60 Sekunden liegen. Besitzt man einen
Basic-Compiler, so kann diese Zeit erheb-
lich (auf unter 20 Sekunden) reduziert
werden.
Bei so vielen Menis bleibt nur noch ,,Gu-
ten Appetit” zu wiinschen.
21
MENUE.GENERATOR
1000
1919
1920
1030
1949
1050
1960
1970
2008
2010
2020
2030
2040
2050
2060
2070
2080
2090
2100
2110
2120
2130
214e
2150
2200
2210
2220
2230
2240
2250
2260
2270
2280
2290
2300
2400 Le
2419
2429 cc
2430
24a0 Le
2500 cS
2510
2600
2610
2620
2630
2700
2710
2720
2730
2749
2800
2810
2820
2300
2910
2920
3000
3010
3020
3030
3040
3050
3055
3060
3070 Z1
3080
3090
3109
3119
3120
REM -—-Startwerte/Parameter——
DIM CBS(19),ZM(24) ,SC$(24,40) , DM( 24,49) , IM(255,3)
DATA 27,73,74,75,77,8,21,13,20.9,14,19,7,16,91,
95,34,6,23,
FOR I = 1 TO 19: READ X:CBS(I) = CHRS (X): NEXT
NL = 24:NC = 40:SL = 190:IN = 10:FIS = "MENUE"
ST = 6:DR = 1:R$ = CBS(8)
OF(9) = 128:0F(1) = - 64:0F(2) = 0
28 (0) NORMAL ":TA$(1) =" INVERSE "
TX$(2) =" FLASH "
GOSUB 7900
REM -—Editierung des Menii-Bildes—
TEXT : HOME :LC = 1:CC = 1:ML = 0:DA = 0:EM = 0:
NORMAL
GET cS
IF EM = 1 THEN 2110
IF C$ = cBS(1) THEN EM = 1: GOTO 2020
IF ASC (CS) > = 32 THEN 2200
FOR I = 6 To 19
IF C$ > < CBS(I) THEN 2099
ON I - 5 GOTO 2419, 2420, 244, 2500, 2600, 2610, 3019,
27002710, 2200, 2200, 2209, 2620, 2900
NEXT I
PRINT CHRS (7);
FOR I= 1705
IF C$ > < CBS(I) THEN 2140
ON I GOTO 2020,2400,2410, 2420, 2430
NEXT I
EM = 9: GOTO 2029
SC$(LC,CC) = CS: IF (C$ ><" " OR DA> <9) AND
S$ >< "" THEN ZM(LC) = 1
IF ML < LO THEN ML = LC
DM(LC,CC) = DA
IF Le = 24 AND CC = 40 AND CS > < '"" THEN GOSUB
9300: POKE 2039,aS:CC = CC + 1: GOTO 2250
PRINT C$::CC = CC + 1
IF CC < = @ THEN LC = Lc - 1:C¢ = NC
IF CC > NC THEN LC = LC + 1:¢C = 1
IF LC < = 0 THEN LC = NL
IF Le > NL THEN LC = 1
IF TM = 1 THEN CC = cC+1:™=0
HTAB CC: VTAB LC: GOTO 2020
= Le = 1: GOTO 2250
cc = CC - 1: GOTO 2250
= CC + 1: GOTO 2250
Le = Le + 1: GoTo 2250
= LC + 1:¢¢ =1: GoTo 2258
= SC$(LC,1):DA = DM(LC,1): TAB NC:CC = NC:TM = 1
GOSUB 2899: GOTO 2200
DA = 1: GOTO 2639
DA = 9: GOTO 2630
DA = 2
GOSUB 2899: GOTO 2029
GoTo 2920
GOSUB 2739: IM(IC,0) = 1:C$ = CBS(15): GOTO 2729
GOSUB 2730: IM(IC,0) = 2:C$ = CBS(16)
IM(IC,1) = UC:IM(IC,2) = Cc:I¢ = IC + 1: GOTO 2249
IF I¢ < 256 THEN RETURN
PRINT CHR$ (7);:C$ =" ": POP : GOTO 2240
IF DA = 0 THEN NORMAL : RETURN
IF DA = 1 THEN INVERSE : RETURN
FLASH : RETURN
HOME : VTAB 12: HTAB 14: NORMAL : PRINT
"CLEARING..."
FOR I = 1 TO ML:ZM(I) = 0
FOR J = 1 TO 49:SC$(I,J) = "":DM(I,J) = 0: NEXT J
NEXT I:1C = 0: GOTO 2010
REM ---Generierung der Basic Zeiten——
TEXT : HOME : IF ML = 9 AND IC = 0 THEN END
VTAB 14: HTAB 8: FLASH
PRINT "BITTE WARTEN
NORMAL : VTAB 18: HTAB 8:
PRINT "ZEILE 09 WIRD BEARBEITET"
I2(0) = 9:1Z(1) = 0
NORMAL : GOSUB 9500: PK = St.
PRINT RS;LN;" TEXT: HOME"; :LN
IF ML = 0 THEN 4519
FOR I = 1 TO ML:: IF ZM(I) = 0 THEN 5230
= INT (I / 19):22 = I ~ Z1 # 10: POKE 1245,176 +
21: POKE 1246,176 + Z2
GOSUB 5010: IF N2 < Nl THEN 3230
IF I = 24 AND N2 = 49 THEN N2 = 39:PK = 1
IF Nl = 49 THEN 5230
PRINT R$;LN;"VTAB"; I; :HTAB";N1;": REM"
LN = LN + IN
PC = O:PM = 0:BC = 0:9C
FOR J = Nl 70 N2
r)
3130
4580
4599
5000
5010
5020
5030
5040
5050
5060
5070
5080
5090
5100
6000
6190
6110
6120
6130
6140
6150
6169
6170
6200
6219
6220
6300
6310
6320
6400
6419
6420
6430
7000
7010
7020
7030
7040
7050
7060
7070
7080
7090
7100
nip
n20
7130
4d
150
cat)
IF DA > < DM(I,J) THEN GOSUB 6190:PM
DA = DM(I,J): PRINT RS;
98 = SCS(I,J)
IF PM = 0 THEN PRINT ": PRINT ";
IF C$ =" "" OR C$ = "" THEN BC
IF C$ = CBS(17) THEN GOSUB 6199: Gor’
ON PC + 1 GOSUB 629,630
PRINT C$;:PC = 1
NEXT J
IL = DA:DA =
GOSUB 6100
NEXT I
REM ——Zeile 24, Spalte 49—
IF PK = 0 THEN 4049
DA = DM(24,40) :CS = SCS$(24,40): GOSUB 9300
PRINT RS;LN;" POKE 2039,";AS;:LN = LN + IN
IF DL > < ® THEN PRINT RS;LN;TX$(0);:LN = LN + IN
REM ——-Programmierung der Eingabe~Befehle——
1
IF 1¢ = THEN 4599
FOR I = 9 TO Ic - 1
ID = IM(I,9) - 1
PRINT RS:1.N; "VTAB"; IM(I, 1) ;":HTAB" ;IM(I,2);":";
IF ID = 0 THEN PRINT " GET C";1Z(9);
PRINT C";1Z(B);"$;";: GOTO 4570
PRINT "INPUT y";12(1);"$";
IZ(ID) = 1Z(1D) + 1:LN = LN + IN
NEXT I
PRINT : PRINT D$;"CLOSE": GOSUB 8000: END
REM ——-Zeile eingrenzen—
NL = NC-N2 = 1
FOR N= 1 TO NC
$1 = SCS(I,N)
IF SI$ ><" AND (S1$ ><" " OR DM(I,N) > < 0)
THEN Nl = N: GOTO 5060
NEXT N
FOR N = NC TO 1 STEP - 1
S28 = N)
IF S2§ >< "" AND (S26 ><" " OR DM(I,N) > < 9)
THEN No = N: GOTO 5100
NEXT N
RETURN
REM ~--AbschlieBen/Optimieren der Strings—
IF PC = 1 THEN 6150
IF BC = 0 THEN 6170
IF BC < = 4 THEN PRINT CBS(17); SPC(BC) ;CBS(17):"
IF BC > 4 THEN PRINT "TAB(";J;");";
GOTO 6170
IF BC < = 7 THEN PRINT SPC(BC) ;cBS(17
IF BC > 7 THEN PRINT CBS(17);";TAB("J
BC = 0:PC = 0: RETURN
IF BC < = 7 THEN PRINT CB$(17); SPC(BC);
IF BC > 7 THEN PRINT "TAB(";J;");";CB$(17};
BC = 0: RETURN
IF BC <= 19 THEN PRINT SPC(BC);
IF BC > 1 THEN PRINT CBS(17);";TAB(";J;");";
BS (17)
BC = 0: RETURN
REM ——Bearbeiten von >"<—
Qc = QC + 1: IF QC < 20 THEN PRINT "CHRS(34);
GoTo 3200
Qc = 0: PRINT RS:LN;"
GoTo 3200
HOME : REM -——Mend 1—~
INVERSE : PRINT SPC(39);: GOSUB 9199: PRINT SPC(1
INVERSE : PRINT "MENUE-GENERATOR";: GOSUB 9190
PRINT" Anderung der Ersatzwerte (J/N)?
GOSUB 9190
PRINT" Ersatzwerte sind :";: GOSUB 9109
PRINT" Bildschirm/Zeilen : ";: INVERSE :
PRINT NL;: GOSUB 9260
PRINT SPC(14) ;"Spaiten
GOSUB 9100
PRINT" Basic-Programm/";: GOSUB 9290
PRINT SPC(10);"1.Zeilennr i: INVERSE
PRINT SL;: GOSUB 9200
PRINT SPC(10);"Inkrement Be
PRINT IN;: GOSUB 9100
PRINT" Menii-(Exec-)File/";: GOSUB 9200
PRINT SPC(16);"Name : INVERSE : PRINT FIS;:
GosuB 9190
PRINT SPC(16);"Slot : "2
GOSUB 9200
PRINT SPC(16);"Drive :
GOSUB 9199
INVERSE : PRINT SPC(39);: NORMAL
VTAB 5: HTAB 37: GET COS: PRINT COS;
IF CO$ = "N" THEN RETURN
PRINT CHRS(34);";:LN = LN
: INVERSE : PRINT NC; :
INVERSE
INVERSE : PRINT ST;
INVERSE : PRINT DR;
+ IN
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22
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5750 Menden 1
23
7170 IF COS > < "J" THEN PRINT CHRS (7),: GOTO 7150 8109 GOSUB 9200: PRINT" Inkrement ":: INVERSE
7180 POKE 32,1: POKE 33,38 PRINT IN;: GOSUB 9100
7199 VT = 9:UL = 1:VO = NL:OL = 24: GOSUB 9490:NL = vo 8110 INVERSE : PRINT SPC(39);: NORMAL
7290 VT = 10:0L 40: GOSUB 9499:NC = vo 8126 VTAB 11: HTAB 34: GET COS: PRINT COS;
7210 VT = 13:UL 63999: GOSUB 9499:SL = vo 8130 IF COS = "N" THEN VTAB 20: RETURN
7220 VT = 14:0L 63998: GOSUB 9409:IN = Vo 8149 IF COS > < "J" THEN PRINT CHR$ (7):: GOTO 8120
‘7230 VTAB 18: HTAB 38: PRINT "e"; 8150 POKE 33,39
7240 VTAB 18: HTAB 7: INPUT vaS 8160 VI = 14:UL = 1:V0 = SL:OL = 63999: GOSUB 9490:SL = vo
7250 L = LEN (V4S): IF L > 30 THEN PRINT CHRS (7); 8170 VT = 15:UL = 1:V0 = IN:OL = 63998: GOSUB 9400: IN = VO
GoTo 7990 8189 POP : GOTO 3910
7260 IF L = 9 THEN 7290 9990 REM ——-Subroutinen——
7270 L = ASC ( LEFTS (V4$.1)): IF L < 65 OR L > 90 THEN 9100 NORMAL : PRINT TAB(40);: INVERSE : PRINT" "
PRINT CHRS (7);: GOTO 7000 NORMAL : PRINT SPO(38);: INVERSE : PRINT" ";
7280 NORMAL : RETURN
7290 6: GOSUB 9490:ST = vO 9200 NORMAL : PRINT TAB(40):: INVERSE : PRINT" ";
7300 4: GOSUB 9490:DR = VO NORMAL: RETURN
7310 9300 Xx = OF(DA): IF DA = 1 AND ASC (CS) < = 64 THEN XX = 0
8000 REM —Mend 2— 9310 AS = ASC (CS) + XX: RETURN
8010 INVERSE : PRINT SPC(39);: GOSUB 9100 9490 VTAR VT: HTAB 30: INPUT V$: IF VS = "" THEN RETURN
PRINT SPG(11); 9419 V1 = VAL (VS): IF V1 < UL OR V1 > OL THEN
8920 INVERSE : PRINT "MENUE-GENERATOR" ; PRINT CHRS (7);: GOTO 9490
8930 GOSUB 9100: PRINT " File-Naze:" 9420 VO = V1: RETURN
8049 GOSUB 9100: HTAB 4: PRINT FIS;",S":5' $500 PRINT :DS == CHRS (4)
8950 GOSUB 9100: PRINT " Zeilennumnern 9510 PRINT DS; "OPEN"; FIS;",S";ST;"
LN — IN;: GOSUB 9299 9520 PRINT DS; "UNLOCK"; FIS
8960 IF LN ~ IN > 63999 THEN NORMAL : PRINT TAB(19) 9530 PRINT DS; "DELETE"; FIS
FLASH : PRINT "NICHT ZULAESSIG" 9540 PRINT DS; "OPEN"; FIS
8070 GOSUB 9209: PRINT " Generierung wiederholen(J/N)? "; 9550 PRINT DS; "WRITE" ;FIS é
8980 GOSUB 9209: GOSUB 9199: PRINT" 1.Zeilennummer :" 9560 RETURN
8099 INVERSE : PRINT SL
MMU 2.0
Memory Managements
Utilities
fiir die Apple lle 64K-Karte
DOS 3.3 (und ProDOS)
von U. Stiehl
1984, Diskette und Manual, DM 98,—
ISBN 3-7787-1023-1
Insgesamt enthalt die neue ,MMU 2.0"-
Diskette Uber 25 Programme, die neue
Einsatzméglichkeiten fur die Extended 80
Column Card (erweiterte 80-Z-Karte
64K-Karte fur den Apple lle) erschlieBen.
Ein Teil der Programme laufen auch auf
dem Apple | Plus, doch ist ,MMU 2.0"
primar fir 64K-Karte-Besitzer gedacht.
Geratevoraussetzung: Apple lle mit 64K-
Karte oder lic
Hiithig Software Service,
Postfach 10 28 69, D-6900 Heidelberg
Softbreaker 1.0
Eine softwaremaBige Interrupt-Utility
fiir die Apple lle 64K-Karte
von U. Stiehl
1984, Diskette und Manual, DM 48,—
ISBN 3-7785-1022-3
Softbreaker ist ein Assemblerprogramm, mit
dessen Hille Programme, die sich von der
64K-Karte (= Extended 80 Column Card fur
den Apple lle) starten lassen, unterbrochen,
gespeichert, geladen und exakt an der Stelle
der Unterbrechung fortgefiihrt werden kén-
nen. Dadurch ist es auch mdglich, Siche-
rungskopien von sogenannten kopierge-
schiltzten Programmen herzustellen.
Mit Softbreaker unterbrochene Programme
werden komplett, d. h. die ganzen 64K ein-
schlieBlich Language Card, in nur ca. 11 Se-
kunden auf einer formatierten Diskette gesi-
chert.
Gerdtevoraussetzung: Apple lle mit 64K-
Karte
Hiithig Software Service,
Postfach 10 28 69, D-6900 Heidelberg
INPUT 2.0
Ein Bildschirm-
Maskengenerator
fiir DOS 3.3 und ProDOS
von U. Stieh!
1984, Diskette und Manual, DM 98,—
ISBN 3-7785-1021-5
»Input 2,0" liegt wahiweise in der Bank 1
oder Bank 2 der Language Card und wird
durch einen kurzen Driver in den unteren
48K aufgerufen
Fiir jedes Feld der Bildschirmmaske lassen
sich u. a, definieren: Feldkinge (bis zu 255
Zeichen) — Vtab — Htab — Datentyp (insge-
samt 8 Typen) — Scrolifiag (starre oder dyra-
mische Maske) — Cttiflag — Fllflag — Lésch-
flag — Bildschirmflag (40- oder 80-Z-Darstel-
lung). Innerhalb eines Eingabefeldes besteht
jeder denkbare Redigierkomfort (Insert, De-
lete, Rubout, Restore usw.)
Geratevoraussetzung: Apple Ile oder llc; fer-
ner Apple Il+ im 40-Zeichenmodus
Hithig Software Service,
Postfach 10 28 69, D-6900 Heidelberg
24
Peeker 4/85
Peeker-Sammeldisketten
Peeker
a Sammeldiskette
Heft 1 und 2, 1984
Einzelbezug DM 28,-
Fortsetzungsbezug DM 20,~
(Jederzeit kindbar, jedoch mindestens
6 Disketten)
(* = nur auf Diskette, nicht im Peeker
gelistet! Seitenangaben beziehen sich
auf Beginn des Listings)
Hithig Software Service
Postfach 102869 - 6900 Heidelberg 1
Disk+ 1
(Heft 1+2, 1984)
T.DISASSEMBLER.65C02 (1/84, S. 15)
DISASSEMBLER.65C02
T.ACCEL.WAIT (1/84, S. 22)
ACCEL.WAIT
T.ACCEL.BOOT
ACCEL.BOOT
ACCEL.LC.KOPIERER
T.ACCEL.LC.KOPIE
ACCEL.LC.KOPIE
T.ACCEL.ROM.KOPIE1
ACCEL.ROM.KOPIEt
T.ACCEL.ROM.KOPIE2
ACCEL.ROM.KOPIE2
TURTLE.GRAFIK.MIT.REMS (1/84,S.29)
TURTLE.GRAFIK.OHNE.REMS *
DOUBLE.LORES.SOFTSWITCH.DEMO
(1/84, S. 37)
DOUBLE.LORES.APPLESOFT.DEMO
AMPER.DOUBLE.LORES.DEMO
T.AMPER. DOUBLE. LORES
AMPER.DOUBLE.LORES
T.DOUBLE.LORES
DOUBLE.LORES
HIRES (1/84, S. 41)
T.PRINTHIRES
PRINTHIRES
DHGR.APSOFT.DEMO (2/84, S. 30)
AMPER.DOUBLE.HIRES.BAS
AMPER.DOUBLE.HIRES
T.AMPER.DOUBLE.HIRES
DHGR.LINEPLOTTER
INSTRING.TEST (2/84, S. 43)
INSTRING.OBJ
T.INSTRING.OBJ
INSTRING.LISA.SOURCE
LOESCHEN.EINES.ARRAYS
(2/84, S, 52)
ULTRATERM.ENGLISCH * (2/84, S. 60)
ULTRATERM.DEUTSCH *
PRIMZAHLEN.OVERMEYER *
(2/84, S. 70)
PRIM.OBJO *
PRIM.OBJ1 *
PRIM.TEST *
PRIM.TOOLKIT.SOURCE *
Disk #2
(Heft 1-2, 1985, DOS-Format)
T-RAMDISKLC (1-2/85, S. 14)
RAMDISKLC
T.IBS RAMDISKDRIVER (1-2/85, S. 20)
IBS.RAMDISKDRIVER
T.AP20.RAMDISKTEST
‘AP20.RAMDISKTEST
T.QUICKCOPY (1-2/85, S. 26)
QUICKCOPY
QUICKCOPY.PUFFER
PRODOS.COPYA
T.PRODOS.COPYOBJ *
PRODOS.COPYOBJ
Peeker
Sammeldiskette
Heft 1.und 2, 1985
DOS 3.3
PRODOS.PATCH (1-2/85, S. 31)
T.APPLESOFT.FRE (1-2/85, S. 36)
T.LCFRE
LC.FRE
FRE.TEST
T.RAM.FRE *
RAM.FRE
T.SCHIRMDISK (1-2/85, S. 44)
SCHIRMDISK.LISA.SOURCE,
SCHIRMDISK
cone
T.VIDEXT
VIDEXT.LISA.SOURCE
VIDEXT
GETPAS (1-2/85, S. 70)
T.GETPAS.ASS *
GETPAS.ASS
GETDOS.PASCAL.SOURCE
COPYDUPDIR.PASCAL.SOURCE
PRODOS.EDITOR.MACROS,
(1-2/85, S. 86)
isk +3
(Heft 1-2, 1985, CP/M-Format)
STEUER.84 (1-2/85, S. 47)
PASS BAS
MENUE.BAS.
HELP.BAS *
ABAS
B.BAS
C.BAS
D.BAS
E.BAS
F.BAS
G.BAS
H.BAS
LBAS
J.BAS
K.BAS
L.BAS
M.BAS
N.BAS
Disk +4
(Heft 3-4, 1985)
TESTGENERATOR (3/85, S. 26)
SAETZE
BAHNFAHAT *
Zu*
TUN.UND.SOLLEN *
IRGEND *
MULTIPRECISION (3/85, S. 32)
T.WS. TRANSFER (3/85, S. 36)
WS.TRANSFER
7.WS.TRANSFER.2 *
WS.TRANSFER.2 *
GETCPM
PRIM.0.SC.SOURCE (3/85, S. 62)
PRIM.0.BIN
PRIM.1.SC.SOURCE
PRIM.1.BIN
PRIM.FP.
ACCELERATOR.ABSTELLEN
(3/85, S. 66)
T.WILDCARD.TEST * (3/85, S. 72)
WILDCARD.TEST1 *
T.WILDCARD,TEST2 *
WILDCARD.TEST2 *
XPLOT.DEMO (4/85, S. 18)
XPLOT.ROUTINE
T.XPLOT.ROUTINE,
MENUE.GENERATOR (4/85, S. 22)
T.MACROS.65C02 (4/85, S. 31)
TERMINAL (4/85, S.36)
TERMINAL.B
T.TERMINAL.B
CAT.ARRAY (4/85, S. 44)
CAT.SAVER
EINTRAG.SUCHER
EINTRAG.ANALYSE
PRODOS.READER
‘T.PRODOS.READER.OBJ
PRODOS.READER.OBJ
MOUSESTUFF.PASCAL.SOURCE
(4/85, S. 51)
MOUSE.ASS.PASCAL.SOURCE
TESTMOUSE.PASCAL.SOURCE
DRAWMOUSE. PASCAL.SOURCE
INALL.DATA (4/85, S. 70)
SCREEN80.DATA (4/85, S. 33)
SCREEN80.SAVER (4/85, S. 76)
Peeker 4/85
25
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