Gegen Das Vergessen
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Hitler: Eine Biographie
Adolf Hitler (1889 bis 1945) wurde am 20.April 1889 in Braunau am Inn geboren, einer Stadt an der
Grenze zwischen dem österreichisch-ungarischen Reich und Deutschland, die heute zu Österreich
gehört. Sein Vater war ein 52jähriger in Linz dienender Zollbeamter, der einige Jahre zuvor seinen
Namen von Alois Schickelgruber in Heidler oder Hitler geändert hatte. Seine Mutter war eine junge
Kleinbäuerin namens Klara Pölzl. Hitler mochte seinen strengen und unnahbaren Vater nicht. Seine
Mutter war fürsorglich und hatte ihn gern. Ihr Tod im Jahr 1908 war für ihn sehr schmerzvoll.
Der junge Hitler besuchte vier Jahre lang eine öffentliche Volksschule in Linz, bevor er auf eine
Klosterschule in Lambach überwechselte. Sein dortiger Besuch war von kurzer Dauer, und er beendete
seine Schulausbildung im Alter von 16 Jahren am „Gymnasium“ in Steyr. Er verließ die Schule ohne
Abschluß, strebte aber danach, Graphikdesigner oder Architekt zu werden. Zu diesem Zweck zog er
nach Wien und bemühte sich um Aufnahme in die Kunstakademie. Zwischen 1907 und 1910 versuchte
er dreimal vergeblich, die Aufnahmebedingungen zu erfüllen, was ihn zutiefst verbitterte.
Während der Jahre 1907 und 1913 lebte Hitler von einer kleinen Erbschaft und einer Studienbeihilfe,
die er erhielt, weil sein Vater Beamter gewesen war. Trotz dieser bescheidenen Geldmittel zog er
anscheinend in Unterkünfte in immer ärmeren Teilen der Stadt ein und hielt sich sechs Monate lang in
Männerwohnheimen in der Gesellschaft von Landstreichern auf. Aber er zeichnete und malte weiter
und verdiente sich ein wenig Geld mit Postkarten und Postern. Im Mai 1913 siedelte er nach München
über, um den Militärdienst in der österreich-ungarischen Armee zu umgehen. Obwohl er sogar von den
Behörden nach Österreich zurückgeschickt wurde, unterließ er die ärztliche Untersuchung beim Militär.
Im Sommer 1913 kehrte er nach München zurück und schlug sich weiterhin als unbedeutender
Künstler mühsam durch.
Bei Kriegsausbruch im August 1914 meldete sich Hitler begeistert als Freiwilliger. Er zeichnete sich als
Meldeläufer beim 16.Bayrischen Infanterieregiment aus. Dreimal wurde er verwundet, und ihm wurde
das Eiserne Kreuz verliehen. Bei Kriegsende hielt er sich in München auf, um von den Folgen eines
Gasangriffs zu genesen. Deutschlands Niederlage war ein Trauma. Es verschlimmerte sich im
darauffolgenden Jahr durch das politische Chaos in Bayern, das er aus nächster Nähe miterlebte.
Im Februar 1919 wurde er aus der Armee entlassen, aber als politischer Agent erneut in den Dienst
genommen und mit der Aufgabe betraut, subversive Gruppen in München zu bespitzeln. In dieser
Eigenschaft kam er in Kontakt mit der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP). In
der Folge trat er ihr bei und ließ auf ihren Versammlungen ein Rednertalent erkennen. Bis um 1920 war
er eine ihrer führenden Figuren.
Hitler lernte über Politik zuerst in Wien. Die…
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